Masterarbeit, 2009
97 Seiten, Note: 1,3
Ingenieurwissenschaften - Nachrichten- und Kommunikationstechnik
1 Einleitung und Motivation
2 Grundlagen des Beamformings
2.1 Prinzip der räumlichen Filterung
2.2 Delay and Sum-Beamformer
2.3 Nachteile statischer Beamformer, Beampattern Shaping
2.4 Adaptive Beamformer
3 Breitbandiges adaptives Beamforming
3.1 Allgemeines
3.2 Breitband-MVDR-Beamformer im Zeitbereich
3.3 Breitband-MVDR-Beamformer im Frequenzbereich
3.4 Beamformer-Robustheit
3.5 Anmerkungen zum Presteering
4 Performance-Analysen
4.1 Vorbetrachtungen
4.2 Rauschsignale
4.2.1 Vergleich zwischen Block- und Sliding Window-Processing
4.2.2 Vergleich zwischen Delay and Sum- und MVDR-Beamformer
4.2.3 Auswirkungen unterschiedlicher Filter- und FFT-Pufferlängen
4.2.4 Beeinflussung des Messergebnisses durch Änderung der Anzahl der Abtastwerte und Einsatz von Diagonal Loading
4.2.5 Performance bei mehreren Schallquellen unterschiedlicher Leistungen
4.2.6 Auswirkungen fehlerbehafteter Mikrofonortsvektoren
4.3 Geräusch- und Stimmensignale
4.3.1 Performance bei Vorhandensein einer Quelle
4.3.2 Performance bei Vorhandensein mehrerer Schallquellen
4.3.3 Modellierung von Mehrwegeausbreitungen
4.4 Zusammenfassung
5 Fazit
Diese Arbeit untersucht die Eignung adaptiver Beamforming-Algorithmen, insbesondere des Minimum Variance Distortionless Response (MVDR) Beamformers, zur Lokalisierung von Schallquellen in Räumen im Rahmen des SIRA-Entwicklungsprojekts.
2.4 Adaptive Beamformer
Die genannten negativen Aspekte des statischen Beamformings waren Ausgangspunkt dafür, dass durch KÜTTNER [Küt07] die Performance adaptiver Beamformingalgorithmen bei der Schallquellenlokalisation analysiert wurde. Adaptive Beamformer (ABF) sind in der Lage, das Beampattern in Abhängigkeit der empfangenen Daten zu beeinflussen. Der Wichtungsvektor w wird mithilfe von Optimierungsmethoden und unter Berücksichtigung statistischer Größen der Signale berechnet. Im Gegensatz zum signalunabhängigen statischen Beamforming können deshalb Störer (theoretisch) besser gedämpft oder u. U. sogar vollständig unterdrückt werden.
Es existieren verschiedene Kategorien adaptiver Beamformer, die sich bezüglich der zugrunde liegenden Anwendung durch die jeweiligen Optimierungsansätze unterscheiden [VVB88]. Die für die Schallquellenlokalisation aus heutiger Sicht bedeutsamste Gruppe ist die der sog. Minimum Variance-Beamformer. Bei diesen Verfahren wird der Wichtungsvektor so bestimmt, dass das aus der Blickrichtung einfallende gestörte Signal (SOI, engl. signal of interest) möglichst ungestört am Beamformerausgang anliegt und gleichzeitig die Varianz σ^2_n des Störanteils minimiert wird.
1 Einleitung und Motivation: Vorstellung des SIRA-Projekts und Einführung in die Grundlagen der Schallquellenlokalisation mittels Mikrofonarrays.
2 Grundlagen des Beamformings: Mathematische Herleitung der räumlichen Filterung sowie Vorstellung des statischen Delay and Sum- und des adaptiven MVDR-Beamformers.
3 Breitbandiges adaptives Beamforming: Herleitung der Implementierung von Breitband-MVDR-Beamformern im Zeit- und Frequenzbereich sowie Diskussion von Robustheitsmaßnahmen.
4 Performance-Analysen: Umfangreiche Evaluation der entwickelten Algorithmen anhand von Simulationen mit Rausch-, Geräusch- und Stimmensignalen unter variierenden Parametern.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsansätze zur Optimierung der Schallquellenlokalisation.
Beamforming, Schallquellenlokalisation, Mikrofonarray, MVDR, Adaptiver Beamformer, Breitband-Beamforming, Delay and Sum, Diagonal Loading, Signalverarbeitung, Raumakustik, räumliche Filterung, Performance-Analyse, Störerunterdrückung.
Die Arbeit untersucht den Einsatz adaptiver Beamforming-Algorithmen zur Lokalisierung von Schallquellen in Innenräumen für das Projekt SIRA.
Die zentralen Themen sind der Vergleich statischer und adaptiver Beamforming-Methoden, deren Implementierung für breitbandige Signale und die Analyse ihrer Leistungsfähigkeit in verschiedenen akustischen Umgebungen.
Das Ziel ist die Evaluierung, wie gut adaptive Beamformer (MVDR) im Vergleich zu einfachen statischen Beamformern Schallquellen in realitätsnahen Szenarien orten können.
Die Arbeit stützt sich primär auf mathematische Herleitungen und umfangreiche Performance-Analysen mittels MATLAB-Simulationen.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Kapitel 2) und die breitbandige Implementierung (Kapitel 3) erläutert, gefolgt von einer detaillierten Analyse (Kapitel 4) mit verschiedenen Signalarten.
Typische Begriffe sind Beamforming, Schallquellenlokalisation, MVDR, adaptives Beamforming und Raumakustik.
TDM (Zeitbereich) arbeitet mittels FIR-Filtermatrix, während FDM (Frequenzbereich) das Signal in Teilbänder zerlegt und diese mittels FFT/IFFT einzeln verarbeitet.
Diagonal Loading wird verwendet, um die numerische Stabilität (Invertierbarkeit der Matrizen) bei der Berechnung der Beamformer-Gewichte zu erhöhen, was die Robustheit des Systems verbessert.
Eine höhere Anzahl an Mikrofonen erhöht grundsätzlich das Auflösungsvermögen des Arrays, was die Trennung räumlich nahe beieinander liegender Quellen erleichtert.
Mehrwegeausbreitungen erschweren die Lokalisierung, da Reflexionen oft als eigenständige Quellen interpretiert werden oder die für die Adaption benötigte Signalstatistik verfälschen.
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