Examensarbeit, 2010
94 Seiten, Note: 1,0
1) Einleitung
1.1) Zur Motivation über das Thema „Internetmobbing“ zu forschen
1.2) Ziel der Examensarbeit
1.3) Aufbau
2) Theorieteil
2.1 Grundlegende Begriffe
2.2) Aktueller Stand International
2.2.1) Die erste Erwähnung von Mobbing durch die Neuen Medien
2.2.2) Gesetze und Erlasse
2.2.3) Wissenschaftliche Studien und Fachliteratur
2.2.4) Medien und Internet
2.2.5) Organisationen und Kampagnen gegen Cybermobbing
2.3) Aktueller Stand National
2.3.1) Die KIM- und JIM-Studien
2.3.2) Wissenschaftliche Studien und Fachliteratur
2.3.3) Ratgeber und vorhandene Präventionskampagnen
2.3.4) Umgang der Medien mit dem Thema Cybermobbing
2.3.5) Alltag an den Schulen
2.3.6) Die aktuelle Rechtssituation
2.4) Zusammenfassung
3) Empirischer Teil
3.1) Expertenbefragung
3.1.1) Befragte Experten
3.2) Durchführung der Interviews
3.3) Auswertungsverfahren
4) Ergebnisteil
4.1) Definition von und Erfahrungen mit Internetmobbing
4.1.1) Vorherrschende Teilbereiche bei Internetmobbing
4.1.2) Anzahl der Vorfälle
4.1.3) Anonymität und Kräfteungleichgewicht
4.1.4) Verbindung zu Schulmobbing
4.1.5) Öffentlichkeit, Geschwindigkeit, Dauerhaftigkeit
4.1.6) Genutzte Plattformen
4.1.7) Zwischenfazit
4.2) Prävention aus Sicht der Experten
4.3) Intervention aus Sicht der Experten
4.4) Zusammenfassung der Expertenansichten
5) Vergleich der Aussagen und Diskussion
5.1) Definition
5.2) Möglichkeiten und Grenzen von Prävention und Intervention
5.3) Fazit
6) Resümee und Lösungsansätze
Die Arbeit untersucht das Phänomen Internetmobbing und dessen Relevanz für den schulischen Kontext. Ziel ist es, bestehende Präventions- und Interventionsmöglichkeiten zu analysieren und mittels Experteninterviews den tatsächlichen Stand der Umsetzung an Schulen zu evaluieren, um daraus Lösungsansätze abzuleiten.
2.1 Grundlegende Begriffe
Um sich näher mit dem Thema Internetmobbing auseinandersetzen zu können, ist es eine grundlegende Notwendigkeit, bestimmte Begriffe und deren Bedeutungen zu kennen.
Bei diesen Begriffen handelt es sich einerseits um Fachbegriffe, welche sich bereits in der Forschung um das Thema Cybermobbing etabliert haben und der Fallbeschreibung bzw. Bewertung dienen, und andererseits um Worte, welche dem Nutzer, der aktiv am Internet teilnimmt, bekannt sind, aber im täglichen Leben selten fallen.
Ich werde im Folgenden näher auf die wichtigsten Begriffe eingehen, um so eine Grundlage für das weitere Lesen der Arbeit zu schaffen.
Cyberspace: Bei dem Begriff Cyberspace handelt es sich um einen von William Gibson eingeführten Begriff, welchen er in seinem Roman „Neuromancer“ (1984) zur Beschreibung des von Computern generierten, virtuellen Raumes nutzt. Der Begriff besteht aus zwei Teilen, der erste Teil Cyber leitet sich von dem griechischen Begriff Kybernetike ab und bedeutet so viel wie Kunst des Steuermanns (vgl. Fawzi 2009, 17). Der zweite Teil Space bezieht sich im Englischen ursprünglich auf den Weltraum. Hier wird er in Zusammenspiel mit Cyber zum virtuell erschaffenen Raum, der im Zusammenhang mit sozialen Vorgängen steht (vgl. Döring 2003, 48).
1) Einleitung: Beschreibt die Motivation der Autorin sowie das Ziel und den methodischen Aufbau der Examensarbeit.
2) Theorieteil: Definiert zentrale Begriffe und beleuchtet den aktuellen internationalen sowie nationalen Forschungsstand, ergänzt durch rechtliche Aspekte und vorhandene Präventionsmaterialien.
3) Empirischer Teil: Erläutert die methodische Wahl der Expertenbefragung und beschreibt die Auswahl der Experten sowie das Auswertungsverfahren.
4) Ergebnisteil: Fasst die Erkenntnisse aus den Experteninterviews zusammen, insbesondere hinsichtlich der Definitionen, Erfahrungen und der Sichtweisen auf Prävention und Intervention.
5) Vergleich der Aussagen und Diskussion: Setzt die theoretischen Grundlagen in Bezug zu den empirischen Ergebnissen und diskutiert bestehende Differenzen.
6) Resümee und Lösungsansätze: Zieht ein Fazit und entwickelt konkrete Lösungsstrategien für die schulische Praxis.
Internetmobbing, Cybermobbing, Cyberbullying, Schule, Prävention, Intervention, Medienkompetenz, Experteninterview, Schulsozialarbeit, Web 2.0, Online-Sicherheit, Lehrkräfte, Elternarbeit, Rechtliche Aspekte, Schüler.
Die Examensarbeit untersucht das Phänomen Internetmobbing und dessen Auswirkungen auf das Schulumfeld sowie Möglichkeiten, wie Schulen präventiv und intervenierend darauf reagieren können.
Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen des Cybermobbings, der aktuelle Forschungsstand, die Rolle der Medien, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die praktische Umsetzung von Präventions- und Interventionskonzepten.
Das Ziel ist es, bestehende Präventions- und Interventionsmöglichkeiten darzustellen und durch Experteninterviews zu ermitteln, wie der aktuelle Stand an deutschen Schulen ist.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, insbesondere in Form von Experteninterviews, die per E-Mail geführt und anschließend ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen Theorieteil, einen empirischen Teil mit Expertenbefragungen sowie einen Ergebnisteil, der die Expertenansichten zusammenfasst und mit der Theorie vergleicht.
Zentrale Begriffe sind Internetmobbing, Prävention, Intervention, Schule, Medienkompetenz und Schulsozialarbeit.
Sie dienen als grundlegende Datenquelle für das Mediennutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen, was für das Verständnis der Relevanz von Internetmobbing unerlässlich ist.
Da viele Akteure (Schüler, Lehrer, Eltern) unsicher sind, was erlaubt oder verboten ist, verdeutlicht die Arbeit anhand des StGB, welche Verhaltensweisen strafrechtlich relevant sind.
Hauptprobleme sind Zeitmangel, fehlende Fortbildungen, unklare Zuständigkeitsbereiche und die mangelnde Einbindung des Elternhauses.
Die Zusammenarbeit wird als notwendig angesehen, jedoch werden Datenschutzbedenken und erschwerte Kontaktmöglichkeiten als Hürden bei der schnellen Intervention kritisiert.
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