Examensarbeit, 2009
207 Seiten, Note: 1,0
0. EINFÜHRUNG
1. DIE NOTWENDIGKEIT VON BEWERTUNGSKOMPETENZ HINSICHTLICH TECHNIK
1.1 Warum soll ein Mensch über Bewertungskompetenz hinsichtlich Technik verfügen?
1.2 Ziele, Methodologie und Aufbau der Arbeit
2. BEWERTUNGSKOMPETENZ IM KONTEXT VON BILDUNGSSTANDARDS UND CURRICULA FÜR DAS FACH TECHNIK
2.1 Gründe für eine deutsche Bildungsreform
2.2 Bildungsstandards und Kompetenzbegriff
2.2.1 Definition und Konzeption von Bildungsstandards
2.2.2 Funktionen und Chancen von Bildungsstandards
2.2.3 Kompetenz als Kategorie der Bildungsstandards vs. Kompetenzen der Rahmenrichtlinie
2.3 Bewertungskompetenz in den Bildungsstandards Technik und den RRL
2.3.1. Bewertungskompetenz in den Bildungsstandards Technik für den Mittleren Schulabschluss (Jahrgangsstufe 10)
2.3.2. Bewertungskompetenz in der Rahmenrichtlinie Gymnasium für das Wahlpflichtfach Technik
3. DER WISSENSCHAFTLICHE DISKURS DER TECHNIKBEWERTUNG
3.1 informelle und formelle Technikbewertung
3.2 Zum Forschungsstand der Technikfolgen-Abschätzung/ Technikbewertung- Begriffe und Konzepte
3.3 Das Konzept der Technikbewertung im Kontext der VDI-Richtlinie 3780
3.3.1 Der Begriff Technikbewertung und der Wertebegriff
3.3.2 Typen der Technikbewertung
3.3.2.1 Anlassbezogene Typen
3.3.2.2 Zeitpunktbezogene Typen
3.3.3 Phasen der Technikbewertung
3.3.4 Methoden der Technikbewertung
3.3.5 Institutionen der Technikbewertung
4. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
4.1 Eigene Fragestellung
4.1.1 Anliegen der Studie
4.1.2 Untersuchungsmodell und Hypothesen
4.2 Methode
4.2.1 Untersuchungsplan
4.2.2 Ablauf der empirischen Untersuchung
4.2.3 Stichprobenbeschreibung
4.2.4 Erhebungsinstrumente
4.2.4.1 Konstruktion und Aufbau des Fragebogens
4.2.4.2 Wissen
4.2.4.3 Umfassende Informationsbeschaffung
4.2.4.4 Beurteilung vorgegebener Bewertungen von Technik
4.2.4.5 Gewichtung von Kriterien zur Technikbewertung
4.2.5 theoretische Grundlagen zur Datenauswertung
4.3 Ergebnisse zu den Hypothesen
4.3.1 Wissen
4.3.2 Umfassende Informationsbeschaffung
4.3.3 Beurteilung vorgegebener Bewertungen von Technik
4.3.4 Gewichtung von Kriterien zur Technikbewertung
4.3.4.1 Persönliche Kriterien
4.3.4.2 Technikinterne Kriterien
4.3.4.3 Ökonomische Kriterien
4.3.4.4 Ökologische Kriterien
4.4 weiterführende Ergebnisse
4.4.1 Vergleiche innerhalb der Gruppe der TE
4.4.2 Vergleiche innerhalb der Gruppe der NTE
4.5 Diskussion
4.5.1 Kritische Betrachtung der Ergebnisse
4.5.2 Methodenkritik
5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die Arbeit verfolgt das Ziel zu untersuchen, ob der Technikunterricht einen signifikanten positiven Einfluss auf die Bewertungskompetenz von Schülern in Bezug auf Alltagstechnik ausübt. Hierbei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob Schüler, die Technikunterricht besuchen, über eine ausgeprägtere Kompetenz zur sachgerechten und verantwortungsbewussten Technikbewertung verfügen als Schüler ohne diesen Unterricht.
1.1 Warum soll ein Mensch über Bewertungskompetenz hinsichtlich Technik verfügen?
Technik ist Teil der menschlichen Kultur, sie ist ein Produkt der geistigen und praktischen Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur und der Gesellschaft. Technik entsteht immer nur dann, wenn der Mensch eine Problemlösung für etwas benötigt. Deshalb dient Technik immer einem bestimmten Zweck. Technik ist auch immer ein Ausdruck der Leistungsfähigkeit des Menschen und der Gesellschaft. Die gesellschaftliche Dimension der Technik hat im Laufe der Wissenschaftsgeschichte dazu geführt, dass sich viele Geisteswissenschaften mit dem Gegenstand der Technik auseinandergesetzt haben, so z. B. die Soziologie, Philosophie, Ethik, Politikwissenschaft, Geschichte, Erziehungswissenschaft und auch die Theologie.
Jede der genannten Disziplinen hat ein eigenes Technikverständnis entwickelt. Hinzu kommen noch die Ingenieurwissenschaften, deren originärer Gegenstand die Technik in Theorie und Empirie ist. Die verschiedenen Sichtweisen der Wissenschaftsdisziplinen auf Technik führen auch zu sehr unterschiedlichen Begriffsbildungen. So bemühten sich die beiden wichtigsten Vertreter einer allgemeinen Techniktheorie, H. Wolffgramm (1978) und G. Ropohl (1979), um eine allgemein anerkannte Begriffsklärung für Technik.
Günther Ropohl verdeutlicht, dass viele Definitionen zur Technik entweder zu einseitig oder zu ungenau formuliert sind. Diese Kritik veranlasst ihn zu einer eigenen Definition von Technik. „Technik umfasst a) die Menge der nutzenorientierten, künstlichen, gegenständlichen Gebilde (Artefakte oder Sachsysteme), b) die Menge menschlicher Handlungen und Einrichtungen, in denen Sachsysteme entstehen und c) die Menge menschlicher Handlungen, in denen Sachsysteme verwendet werden.“
0. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung beleuchtet die Alltagsrelevanz von Technik und leitet den Bedarf an einer fundierten Bewertungskompetenz sowie die Forschungsziele der Arbeit ab.
1. DIE NOTWENDIGKEIT VON BEWERTUNGSKOMPETENZ HINSICHTLICH TECHNIK: Dieses Kapitel erläutert, warum Technikbewertung als kulturelle und gesellschaftliche Notwendigkeit angesehen wird und begründet den Stellenwert dieses Themas im Bildungssektor.
2. BEWERTUNGSKOMPETENZ IM KONTEXT VON BILDUNGSSTANDARDS UND CURRICULA FÜR DAS FACH TECHNIK: Hier wird der theoretische Rahmen durch die Untersuchung von Bildungsstandards, dem Kompetenzbegriff und deren Verankerung in Lehrplänen für das Fach Technik abgesteckt.
3. DER WISSENSCHAFTLICHE DISKURS DER TECHNIKBEWERTUNG: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über den wissenschaftlichen Diskurs der Technikbewertung, inklusive definitorischer Grundlagen, Typen und Phasen der Bewertung sowie relevanter Institutionen.
4. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Der Hauptteil beschreibt das methodische Vorgehen der empirischen Studie, präsentiert die erhobenen Ergebnisse zu den Wissens- und Einstellungsfragen der Probanden und diskutiert diese kritisch.
5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Kernerkenntnisse der Untersuchung zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige weiterführende Forschungsansätze.
Technikunterricht, Bewertungskompetenz, Alltagstechnik, Bildungsstandards, Technikbewertung, Empirische Untersuchung, Sachkompetenz, Technikfolgen, Kompetenzmodell, Schüler, Schulbildung, Technikfolgen-Abschätzung, Didaktik, Interdisziplinarität
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Technikunterrichts auf die Bewertungskompetenz von Schülern, insbesondere im Hinblick auf den bewussten Umgang mit Alltagstechnik.
Die zentralen Felder umfassen die bildungstheoretische Einordnung von Bewertungskompetenz, die Analyse von Bildungsstandards im Fach Technik sowie eine empirische Bestandsaufnahme der Kompetenzen bei Schülern der Jahrgangsstufen 10 und 11.
Die Forschungsfrage lautet, ob Schüler durch den Besuch von Technikunterricht eine höhere Bewertungskompetenz hinsichtlich technischer Sachverhalte erwerben als Schüler ohne Technikunterricht.
Es wurde eine empirische Untersuchung mit einem quantitativen Ansatz durchgeführt, bei der Fragebögen eingesetzt wurden, um Wissensbestände und Einstellungen von Schülern zu erfassen und statistisch mittels SPSS auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Technikbewertung, die Darstellung der methodischen Konzeption der Studie (Stichprobe, Fragebogen) sowie eine detaillierte Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Technikunterricht, Bewertungskompetenz, Bildungsstandards, Technikfolgen und Sachkompetenz.
Die Studie zeigt geschlechterspezifische Unterschiede bei der Relevanz bestimmter Kriterien, wobei jedoch insgesamt keine durchgängige Überlegenheit von Schülern mit Technikunterricht gegenüber Schülern ohne Technikunterricht bei allen Bewertungsparametern nachweisbar ist.
Die VDI-Richtlinie 3780 dient als zentraler theoretischer Bezugsrahmen für die Definition und Strukturierung der Technikbewertung in Wissenschaft und Praxis.
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