Examensarbeit, 2010
35 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Französisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Begründender Teil
1.1 Vorüberlegungen zur Themenauswahl und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Einordnung des Themas in den Lehrplan und Lernziele
1.3 Theoretische Erkenntnisse zur französischen Jugendsprache
1.4 Herleitung der empirischen Gesamtplanung und experimentelle Fragestellungen
1.4.1 Vorüberlegungen zu den situativen Voraussetzungen
1.4.2 Vorüberlegungen zum inhaltlichen Vorgehen
1.4.3 Vorüberlegungen zum methodisch-didaktischen Vorgehen
1.4.4 Vorüberlegungen zu Medien und Lehrmitteln
1.4.5 Vorüberlegungen zu Ergebnissicherung und Lernerfolgskontrollen
1.4.6 Experimentelle Fragestellungen
2 Darstellung der empirischen Untersuchung
2.1 Beschreibung des Verlaufs der Unterrichtsreihe und genaue Darstellung zweier Unterrichtseinheiten
2.2 Gesamtüberblick über den Unterrichtsversuch in tabellarischer For
3 Ergebnisse der empirischen Untersuchung
3.1 Erreichen der Lernziele
3.2 Auswertung der experimentellen Fragestellungen
3.2.1 Zum inhaltlichen Vorgehen
3.2.2 Zum methodisch-didaktischen Vorgehen
3.2.3 Zu angewandten Medien und Lehrmitteln
3.2.4 Zu gewählten Formen der Ergebnissicherung und Lernerfolgs Kontrollen
3.3 Schlussfolgerung für die Arbeit des Lehrers und Ausblick über mögliche Alternativen
Die Arbeit untersucht das Potenzial der Einbeziehung französischer Jugendsprache in den Unterricht einer leistungsschwachen 11. Klasse, um durch eine stärkere Lernerzentrierung und Alltagsnähe die Motivation sowie die Kommunikationsfähigkeit der Schüler zu steigern.
1.3 Theoretische Erkenntnisse zur französischen Jugendsprache
Um den Rahmen der Arbeit nicht zu sprengen, wird sich an dieser Stelle hauptsächlich auf Ausführungen des französischen Sprachwissenschaftlers, Professors an der Pariser Sorbonne und Verfassers mehrerer Werke zum Thema Jugendsprache Jean-Pierre Goudaillier beschränkt. Nach diesem sind zunächst drei Funktionen der tchatche des jeunes zu unterscheiden: eine identitätsstiftende, eine kryptische sowie eine ludische Funktion. Jugendliche nutzen also eine eigene Sprachvarietät um sich von anderen (primär Erwachsenen, aber zum Beispiel auch anderen Gruppen von Jugendlichen) abzugrenzen, um unverstanden zu bleiben (gerade wenn es um Themen wie Drogen oder Kriminalität geht), aber auch aus dem einfachen Grunde, sich zu amüsieren und kreativ tätig zu werden.
Goudaillier betont, dass es sich bei der tchatche des jeunes keineswegs um eine minderwertige Sprachvarietät handelt, die jene sprechen, die des „richtigen“ Französischs nicht mächtig sind: „Les jeunes des quartiers savent faire fonctionner une langue et jouer avec les structures linguistiques du français. Ils en ont une certaine connaissance pour pouvoir faire des aphérèses, des apocopes, opérer des troncations, verlaniser des termes. Ceci temoigne d’une technique langagière. Vielmehr muss eine Sprache bis zu einem gewissen Grade beherrscht werden, bevor man mit ihr spielen kann. Unter diesem Gesichtspunkt ist eine systematische Behandlung des Themas erst im Fortgeschrittenenunterricht ratsam, was natürlich nicht heißt, dass Elemente der Jugendsprache nicht schon eher inzidentiell vermittelt werden können.
1 Begründender Teil: Hier wird die Relevanz des Themas erläutert, der theoretische Rahmen zur Jugendsprache abgesteckt und das methodische Vorgehen für die Lerngruppe hergeleitet.
2 Darstellung der empirischen Untersuchung: Dieses Kapitel dokumentiert detailliert den Ablauf der Unterrichtsreihe, inklusive der methodischen Entscheidungen und der verwendeten Medien für die einzelnen Unterrichtsstunden.
3 Ergebnisse der empirischen Untersuchung: Hier erfolgt eine Auswertung des Unterrichtsversuchs hinsichtlich der erreichten Lernziele sowie eine kritische Reflexion der experimentellen Fragestellungen.
Französische Jugendsprache, tchatche des jeunes, Unterrichtsmethodik, Motivation, Schüleraktivierung, Verlan, Argot, La Haine, banlieue, Fremdsprachenunterricht, Sprachregister, Kommunikationsfähigkeit, Oberstufe, Lernziele, Authentische Materialien.
Die Arbeit befasst sich mit der Integration französischer Jugendsprache in den Fremdsprachenunterricht einer 11. Klasse, um die Motivation und Aktivierung der Lernenden zu fördern.
Zentrale Themen sind die linguistischen Merkmale der französischen Jugendsprache (wie Verlan und Argot), die didaktische Einbindung authentischer Medien sowie die soziale Lebenswelt von Jugendlichen in Frankreich.
Das Ziel ist es, durch die Beschäftigung mit einem lebensnahen Thema die kognitiven Zuwächse im Wortschatz zu fördern und gleichzeitig die (Re-)Aktivierung und Motivierung der Schüler zu erreichen.
Es handelt sich um einen Unterrichtsversuch in der Praxis, begleitet durch eine theoretische Analyse von Fachliteratur, eine systematische Unterrichtsplanung und eine abschließende Ergebnisauswertung.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Planung der Unterrichtsreihe, die Beschreibung einzelner Unterrichtseinheiten, den Einsatz von Lehrmitteln und die Durchführung sowie Auswertung des Versuchs.
Typische Begriffe sind französische Jugendsprache, Motivation, Schüleraktivierung, Verlan, Argot, La Haine und Fremdsprachenunterricht.
Der Film zeigt authentisch die Lebenswelt junger Männer in einer Pariser Vorstadt und dient als Grundlage, um sowohl linguistische Kenntnisse als auch ein Bewusstsein für soziale Probleme zu entwickeln.
Statt benoteter Tests wurde der Schwerpunkt auf den Prozess gelegt; die Schüler mussten als Abschlussleistung einen eigenen Dialog erstellen, in dem sie gelernte jugendsprachliche Ausdrücke anwenden.
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