Examensarbeit, 2009
63 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Thematik der geschlechtergerechten Erziehung in der Grundschule. Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über die Problematik zu schaffen und die Möglichkeiten der Schule zur Förderung einer gleichberechtigten Entwicklung von Jungen und Mädchen aufzuzeigen. Die Arbeit beleuchtet verschiedene Theorien zur Erklärung von Geschlecht, analysiert die Sozialisationsprozesse von Jungen und Mädchen im Kontext der Schule und präsentiert konkrete Modelle und Leitfäden für eine geschlechtergerechte Pädagogik.
Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Themas Geschlechtergerechtigkeit im schulischen Kontext und kritisiert die Annahme, dass die Gleichstellung von Jungen und Mädchen bereits erreicht sei. Sie stellt fest, dass trotz Fortschritten in der Bildung von Mädchen, weiterhin eine Ungleichheit in den Machtpositionen und Gehältern beider Geschlechter besteht. Die Arbeit setzt sich zum Ziel, die Möglichkeiten der Schule zur Förderung einer geschlechtergerechten Erziehung aufzuzeigen.
Das zweite Kapitel befasst sich mit verschiedenen Theorien zur Erklärung von Geschlecht und deren Bedeutung für die gesellschaftliche Konstruktion von Mann und Frau. Es werden u.a. der Essentialismus, psychoanalytische Ansätze, Gendertheorien, die Theorie des dritten Geschlechts und die Queer Theorie beleuchtet.
Das dritte Kapitel widmet sich der Analyse der Sozialisationsprozesse von Jungen und Mädchen im schulischen Kontext. Die Entwicklung der Geschlechtsidentität, die Herausbildung von Geschlechterstereotypen und Geschlechterrollen sowie die Einflüsse der Lehrkräfte auf die Geschlechterentwicklung werden beleuchtet.
Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit der geschlechtergerechten Erziehung in der Grundschule. Es werden Inhalte, Ziele und Methoden für eine geschlechtergerechte Pädagogik vorgestellt, wobei ein Fokus auf die Selbstbeobachtung, Unterrichtsmedien, Sprache, monoedukative Phasen und weitere Umsetzungsmöglichkeiten gelegt wird.
Geschlechtergerechtigkeit, Geschlechterrollen, Geschlechterstereotype, Sozialisation, Koedukation, Gendertheorie, geschlechtstypisches Verhalten, Geschlechtsidentität, Lehrerrolle, Unterrichtsmethoden, Gleichstellung, Schulentwicklung, Primarstufe, feministische Schulforschung.
Ziel ist die Förderung einer gleichberechtigten Entwicklung, die Kinder von stereotypen Rollenzuschreibungen befreit und individuelle Potenziale unabhängig vom Geschlecht stärkt.
Obwohl Mädchen bei Schulabschlüssen oft besser abschneiden, bestehen im Berufsleben weiterhin Ungleichheiten bei Gehältern und Machtpositionen, was eine fortgesetzte pädagogische Arbeit nötig macht.
Lehrkräfte transportieren oft unbewusst stereotype Erwartungshaltungen. Selbstbeobachtung und eine geschlechtersensible Sprache sind daher zentrale Methoden.
Es beschreibt die soziale Konstruktion von Geschlecht durch tägliche Interaktionen und Verhaltensweisen, die Männlichkeit oder Weiblichkeit erst herstellen.
Das sind zeitlich begrenzte Unterrichtseinheiten, in denen Jungen und Mädchen getrennt unterrichtet werden, um geschlechtsspezifische Interessen oder Hemmungen besser bearbeiten zu können.
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