Examensarbeit, 2009
60 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
1.1 PERSÖNLICHE MOTIVATION
1.2 AUFBAU DER ARBEIT
2. VERHALTENSAUFFÄLLIGKEITEN
2.1 DEFINITION
2.1.1 Internalisierende Auffälligkeiten
2.1.2 Externalisierende Auffälligkeiten
2.1.3 Komplexe Auffälligkeiten
2.2 ENTSTEHUNG UND VERURSACHUNG VON VERHALTENSAUFFÄLLIGKEITEN
2.2.1 Der biophysische Aspekt
2.2.2 Der psychologische Aspekt
2.2.3 Der soziologische Aspekt
2.2.4 Der pädagogische Aspekt
2.3 FOLGEN
3. THERAPIEMÖGLICHKEITEN
3.1 DEFINITION
3.2 HERKÖMMLICHE FORMEN DER THERAPIE BEI VERHALTENSAUFFÄLLIGKEITEN
3.3 TIERGESTÜTZTE THERAPIE
3.3.1 Tiergestützte Aktivitäten
3.3.2 Tiergestützte Therapie
3.3.3 Tiergestützte Pädagogik
3.3.4 Entstehungsgeschichte der Tiergestützten Therapie
4. MENSCH UND TIER
4.1 MENSCH-TIER-KOMMUNIKATION
4.1.1 Biophilie
4.1.2 Du-Evidenz
4.1.3 Bindungstheorie
4.1.4 Spiegelneurone
4.1.5 Anthropomorphisierung
4.1.6 Die nonverbale Kommunikation
4.2 MENSCH-TIER-BEZIEHUNG
4.3 KIND-TIER-BEZIEHUNG
4.4 WIRKUNG DER TIERE AUF DEN MENSCHEN
4.4.1 Physische Wirkung
4.4.2 Emotionale Wirkung
4.4.3 Soziale Wirkung
4.4.4 Wirkung auf das Lernverhalten
5. CANEPÄDAGOGIK: DER HUND ALS THERAPIEBEGLEITER
5.1 DEFINITION
5.2 GRÜNDE FÜR DEN EINSATZ VON HUNDEN
5.3 ZIELSETZUNG
5.4 INHALTE
5.5 ERZIEHUNG MIT DEM HUND
5.6 ANFORDERUNGEN AN DEN HUND
5.7 ANFORDERUNGEN AN DEN HALTER DES HUNDES
5.8 SCHUTZ DES HUNDES
5.9 HYGIENE
6. PRAXISBEISPIELE
6.1 WIRKUNGSMECHANISMEN TIERGESTÜTZTER PÄDAGOGIK BEI VERHALTENSAUFFÄLLIGEN – ERGEBNISSE EINER EXPLORATIVEN STUDIE
6.2 DIE REGIONALE SCHULE
6.3 TGHP
6.4 „JULE“
6.5 FITTING-DAHLMANN
7. EINSATZ VON HUNDEN BEI VERHALTENSAUFFÄLLIGEN KINDERN
8. KRITISCHE ASPEKTE
9. SCHLUSSBETRACHTUNG
10. BIBLIOGRAPHIE
10.1 Literatur
10.2 Elektronische Quellen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss tiergestützter Interventionen, insbesondere durch den Einsatz von Hunden (Canepädagogik), auf Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten wissenschaftlich zu untersuchen und zu bewerten. Dabei soll geklärt werden, inwiefern der Einsatz von Tieren als pädagogische oder therapeutische Maßnahme positive Veränderungen bewirken kann.
3.3 Tiergestützte Therapie
Grundsätzlich geht es bei der tiergestützten Therapie darum, Tiere in therapeutische Prozesse miteinzubeziehen, um so zur Beseitigung oder Linderung der körperlichen oder seelischen Verfassung eines Menschen beizutragen.
"Unter tiergestützter Therapie versteht man alle Maßnahmen, bei denen durch den gezielten Einsatz eines Tieres positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von Menschen erzielt werden sollen. Das gilt für körperliche wie für seelische Erkrankungen. Das Therapiepaar Mensch/Tier fungiert hierbei als Einheit. Als therapeutische Elemente werden dabei emotionale Nähe, Wärme und unbedingte Anerkennung durch das Tier angesehen. Zusätzlich werden auch verschiedene Techniken aus den Bereichen der Kommunikation und Interaktion, der basalen Stimulation und der Lernpsychologie eingesetzt."
Die Tiere sollen den Therapeuten hierbei nicht ersetzen, sondern als Co-Therapeut fungieren. Das Tier hat also eine „begleitende und unterstützende Funktion, die immer in Anwesenheit seines ausgebildeten Besitzers und in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Fachpersonal erfolgen sollte.
1. EINLEITUNG: Die Autorin legt ihre persönliche Motivation zur Themenwahl dar und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit sowie die Zielsetzung der Untersuchung.
2. VERHALTENSAUFFÄLLIGKEITEN: Dieses Kapitel definiert verschiedene Formen von Verhaltensauffälligkeiten und beleuchtet deren Entstehungsursachen aus biophysischer, psychologischer, soziologischer und pädagogischer Perspektive.
3. THERAPIEMÖGLICHKEITEN: Hier werden traditionelle Therapieformen den tiergestützten Interventionen gegenübergestellt, wobei die Kategorien Aktivitäten, Therapie und Pädagogik differenziert werden.
4. MENSCH UND TIER: Dieser Abschnitt widmet sich den theoretischen Grundlagen der Mensch-Tier-Kommunikation, der Bindungsentwicklung sowie der physischen, emotionalen und sozialen Wirkung von Tieren auf den Menschen.
5. CANEPÄDAGOGIK: DER HUND ALS THERAPIEBEGLEITER: Das Kapitel fokussiert speziell auf den Hund als Partner in der Pädagogik, beleuchtet Auswahlkriterien für den Hund sowie Anforderungen an den Halter und Hygieneaspekte.
6. PRAXISBEISPIELE: Anhand verschiedener Fallbeispiele und Studien wird illustriert, wie tiergestützte pädagogische Maßnahmen konkret in Schulen und Betreuungseinrichtungen umgesetzt werden.
7. EINSATZ VON HUNDEN BEI VERHALTENSAUFFÄLLIGEN KINDERN: Dieser Teil wertet die Erkenntnisse der vorangegangenen Kapitel aus und bewertet den Nutzen von Hunden für die Entwicklung sozialer und emotionaler Kompetenzen bei betroffenen Kindern.
8. KRITISCHE ASPEKTE: Die Autorin setzt sich kritisch mit Risiken wie Hygiene, Allergien, Überforderung der Tiere und der aktuellen wissenschaftlichen Beweislage auseinander.
9. SCHLUSSBETRACHTUNG: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und schätzt das Potenzial der Canepädagogik als sinnvolle Ergänzung in pädagogischen Kontexten ein.
10. BIBLIOGRAPHIE: Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur und der herangezogenen elektronischen Quellen.
Canepädagogik, Verhaltensauffälligkeiten, Tiergestützte Therapie, Mensch-Tier-Beziehung, Therapiebegleithund, Pädagogik, Bindungstheorie, Sozialkompetenz, Lernverhalten, Inklusion, Psychologie, Intervention, Kind-Tier-Beziehung, Biophilie, Spiegelneurone.
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Hunden als therapeutische und pädagogische Begleiter zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf den Ursachen von Verhaltensauffälligkeiten, den Wirkungsweisen der Mensch-Tier-Beziehung sowie den praktischen Anforderungen und Chancen der sogenannten Canepädagogik.
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob und wie Tiere – speziell Hunde – einen positiven Einfluss auf die emotionale, soziale und kognitive Entwicklung verhaltensauffälliger Kinder haben können.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgreifenden Literaturanalyse bestehender psychologischer und pädagogischer Studien sowie der Auswertung von Praxisbeispielen aus der tiergestützten Arbeit.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Verhaltensauffälligkeiten, Mensch-Tier-Kommunikation), die spezifischen Aspekte der Arbeit mit Hunden (Canepädagogik) und die Veranschaulichung durch Praxisberichte aus Schulen und Einrichtungen.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Canepädagogik, Verhaltensauffälligkeiten, Tiergestützte Therapie, Mensch-Tier-Beziehung und Sozialkompetenz.
Die Unterscheidung ist wichtig, da sie den Grad der Zielgerichtetheit, die notwendige Qualifikation der Fachkraft und die methodische Dokumentation voneinander abgrenzt.
Hygiene ist ein kritischer Aspekt, da der Kontakt mit Tieren potenzielle Gesundheitsrisiken bergen kann; die Autorin betont daher die Notwendigkeit von Impfungen, Entwurmungen und festen Reinigungsregeln.
Tiere werden oft als unvoreingenommene, wertfreie Gesprächspartner wahrgenommen, was es Kindern mit sozialen Ängsten erleichtert, Vertrauen aufzubauen und sich zu öffnen.
Nein, die Autorin betont explizit, dass sie kein Patentrezept darstellt und nicht für alle Kinder geeignet ist, insbesondere nicht für solche mit panischer Angst vor Hunden oder spezifischen Allergien.
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