Examensarbeit, 2011
51 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Rezeptionsgeschichte – Foucault in der Pädagogik
2. Theorien und Definitionen zum Begriff der Macht
2.1 Max Weber
2.2 Hannah Arendt
2.3 Bertrand Russel
3. Foucault: die Macht, das Subjekt und Schule
3.1 Warum Foucault ?
3.2 Macht als zentrales Thema bei Foucault -
Versuch einer Definition
3.3 Disziplin als Mechanismus der Macht
4. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Machtstrukturen innerhalb der Institution Schule unter Berücksichtigung der machttheoretischen Ansätze von Michel Foucault, um zu hinterfragen, wie Disziplinierungsprozesse den pädagogischen Alltag prägen.
3.3 Die Disziplin als Mechanismus der Macht
„Die Aufklärung, welche die Freiheit entdeckt hat, hat auch die Disziplin erfunden.“ Kants Aufforderung sich aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu lösen, setzte einen Prozess in Bewegung dessen Folgen hier nun unter der Problematik der Disziplinierung betrachtet werden soll. Wie oben bereits erwähnt gibt es keine Freiheit ohne Macht. Diese neu gewonnene Freiheit des Individuums hat aber ihren Preis, indem dem Körper erneut eine besondere Aufmerksamkeit zukommt. Dieser Zugriff auf die Körper ist bereits bekannt, doch geht es hier nicht mehr darum in zu bestrafen, in dem man ihn der Marter peinlicher Strafen aussetzt. Das Interesse liegt nun in der Nutzbarmachung dieser gelehrigen Körper. Neu an dieser Ausrichtung, ist die Orientierung, die auf eine Steigerung der Effizienz, der Ökonomie und der Organisation abzielt.
Der Vorteil der Disziplin liegt darin, dass man auf ein kostspieliges gewaltsames System verzichten konnte und dennoch beachtliche Nützlichkeitseffekte erzielte. So entwickelt es sich zu einer Maschine, die fügsame und gelehrige Körper fabriziert, sie steigert die Kräfte, die nützlich sind und verringert die Kräfte, die zu politischen Ungehorsam führen könnten.
Einleitung: Die Einleitung thematisiert die allgemeine Schulpflicht und stellt die Frage nach dem Erziehungs- und Bildungsauftrag der Institution Schule sowie deren Machtanspruch.
1. Rezeptionsgeschichte – Foucault in der Pädagogik: Dieses Kapitel gibt einen Überblick darüber, wie verschiedene pädagogische Strömungen die Arbeiten von Foucault rezipiert und auf das Feld der Bildung angewendet haben.
2. Theorien und Definitionen zum Begriff der Macht: Es werden klassische Machtbegriffe von Max Weber, Hannah Arendt und Bertrand Russel dargestellt und ihre Anwendbarkeit auf das System Schule geprüft.
3. Foucault: die Macht, das Subjekt und Schule: Der Hauptteil analysiert Foucaults Machtverständnis, insbesondere die Disziplin als Machttechnik, und veranschaulicht dies an Beispielen wie der Schularchitektur.
4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung führt die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und reflektiert die Grenzen sowie das Potenzial des Foucaultschen Konzepts für die pädagogische Forschung.
Macht, Foucault, Pädagogik, Schule, Disziplin, Disziplinierung, Überwachung, Subjekt, Machttechnik, Erziehung, Machtbeziehungen, Machtbegriff, Schulpflicht, Institution, Zeiteinteilung
Die Arbeit untersucht kritisch die Institution Schule unter dem Aspekt der Machtausübung, basierend auf den machttheoretischen Analysen von Michel Foucault.
Die zentralen Themen sind Machttheorien (Weber, Arendt, Russel), Foucaults Macht- und Subjektbegriff sowie die Anwendung dieser Theorien auf schulische Strukturen und Architekturen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Macht im pädagogischen Alltag wirkt und inwieweit Foucaults Theorien helfen, diese oft subtilen Disziplinierungsprozesse besser zu verstehen.
Der Autor nutzt eine theoretische Literaturanalyse und eine bildungshistorische sowie strukturelle Untersuchung von Machttechniken und Architektur im Kontext der Institution Schule.
Im Hauptteil werden zunächst klassische Machtbegriffe abgegrenzt, bevor Foucaults Analyse der Macht, insbesondere das Konzept der Disziplin als Mechanismus der Macht, im Detail auf das schulische Umfeld angewandt wird.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Macht, Disziplin, Überwachung, Foucault, Pädagogik, Institution Schule und Machttechniken.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Schulgebäude – wie das Beispiel des "Atrium-Typs" zeigt – durch ihre bauliche Gestaltung (z.B. Sichtachsen, Raumkonzepte) als Instrumente der Überwachung und Disziplinierung fungieren.
Foucault gilt als Störenfried, weil er pädagogische Integrität durch seine Analyse der Institutionen hinterfragt und "die Geschichte gegen den Strich bürstet", was zu neuen, ergebnisoffenen Perspektiven zwingt.
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