Bachelorarbeit, 2011
39 Seiten, Note: 2,3
Didaktik für das Fach Französisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Einleitung
2 Das mentale Lexikon
2.1 Organisation des mentalen Lexikons
2.2 Funktionsweise des mentalen Lexikons
2.3 Das Lernerlexikon
2.4 Zusammenfassung
3 Wortschatzarbeit im Französischunterricht
3.1 Gliederung des Wortschatzes
3.2 Prozess der Wortschatzarbeit
4 Semantisierung
4.1 Visuelle Verfahren
4.2 Einsprachige Verfahren
4.3 Mehrsprachige Verfahren
4.4 Autosemantisierung
4.5 Didaktische Konsequenzen
5 Semantisierung im Anfangsunterricht
5.1 Bedingungen im Anfangsunterricht
5.2 Beispiel: Découvertes 1 - Leçon 3
5.3 Beispiel: Cours intensif 1 - Leçon 7
6 Schlussbemerkungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und effektive Gestaltung der Wortschatzarbeit im Französisch-Anfangsunterricht unter besonderer Berücksichtigung kognitionswissenschaftlicher Erkenntnisse zum mentalen Lexikon. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch fundierte Semantisierungsstrategien den Erwerb und die dauerhafte Speicherung fremdsprachlicher Wörter bei Schülern optimieren und Strategien zur autonomen Worterschließung fördern können.
2 Das mentale Lexikon
Für das mentale Lexikon lassen sich unterschiedliche konkrete Definitionen finden. Aitchison (1997:13) bezeichnet es schlicht und einfach als "menschlicher Wortspeicher"; Schwarz (1992:105) wird in seiner Beschreibung schon genauer und verankert es als "der Teil des Langzeitgedächtnisses, in dem die Wörter einer Sprache mental repräsentiert sind"; Möhle (1994:39) bezieht in ihre Überlegung andere Sprachen mit ein, was für den Fremdsprachenerwerb eine prinzipielle Grundvoraussetzung darstellt: "[...] als mentales Lexikon bezeichnet man das Reservoir, also den Teil unseres Langzeitgedächtnisses, in dem unser Wissen über alle uns bekannten Wörter unserer eigenen und gegebenfalls auch anderer uns verfügbaren Sprachen gespeichert ist." Somit gleicht kein mentales Lexikon dem anderen. Jeder Mensch besitzt aufgrund seiner individuellen Erfahrungen seinen persönlichen Wortschatz.
Durch den Begriff "Lexikon" lässt sich vermuten, dass dieser menschliche Wortspeicher ähnlich angelegt ist wie ein Wörterbuch, welches eine begrenzte und alphabetisch geordnete Anzahl Einträge besitzt, die zudem nicht verändert werden können, geschweige denn miteinander verknüpft sind. Tatsächlich ist der menschliche Speicher viel komplexer, inhaltlich unbegrenzt und flexibel.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die oft mangelnde Aufmerksamkeit für Wortschatzarbeit im Anfangsunterricht und betont die Notwendigkeit, kognitive Grundlagen des Spracherwerbs zu verstehen, um effektive Lernwege zu etablieren.
2 Das mentale Lexikon: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau und die Funktionsweise des mentalen Lexikons und stellt das Konzept des Lernerlexikons als multidimensionales Netzwerk dar, das sich durch Fremdsprachenerwerb lückenhaft und weniger stabil entwickelt.
3 Wortschatzarbeit im Französischunterricht: Es wird die Strukturierung des Wortschatzes linguistisch analysiert und der Prozess der Wortschatzarbeit in vier lernpsychologisch fundierte Phasen eingeteilt.
4 Semantisierung: Die verschiedenen Verfahren der Semantisierung, von visuellen über einsprachige und mehrsprachige Methoden bis hin zur Autosemantisierung, werden hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile sowie ihrer didaktischen Einsetzbarkeit bewertet.
5 Semantisierung im Anfangsunterricht: Anhand konkreter Beispiele aus den Lehrwerken "Découvertes 1" und "Cours intensif 1" wird aufgezeigt, wie Wortschatzarbeit in der Praxis umgesetzt werden kann, um Schüler zur eigenständigen Worterschließung anzuleiten.
6 Schlussbemerkungen: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass eine vernetzte, mehrkanalige und schülerzentrierte Wortschatzarbeit maßgeblich zur Effektivität des Spracherwerbs beiträgt und traditionelle, lehrerzentrierte Ansätze abgelöst werden sollten.
Wortschatzarbeit, Mentales Lexikon, Lernerlexikon, Semantisierung, Anfangsunterricht, Fremdsprachenerwerb, Autosemantisierung, Worterschließung, Mehrsprachigkeit, Kognition, Sprachvermittlung, Lernstrategien, Deklaratives Wissen, Prozedurales Wissen, Netzwerkmodelle
Die Arbeit befasst sich mit der methodisch fundierten Vermittlung von Vokabeln im Französisch-Anfangsunterricht, basierend auf kognitionswissenschaftlichen Erkenntnissen zur Struktur des menschlichen Gedächtnisses.
Zentral sind der Aufbau des mentalen Lexikons, verschiedene Semantisierungsverfahren, die praktische Gestaltung von Unterrichtsphasen in Französischlehrwerken und die Förderung von Lernstrategien.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch die Kenntnis der Funktionsweise des mentalen Lexikons die Wortschatzvermittlung effektiver gestalten können, um nachhaltiges Lernen und Autonomie bei Schülern zu fördern.
Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Fachdidaktik-Arbeit, die literaturgestützte Modelle der Lernpsychologie mit unterrichtspraktischen Analysebeispielen aus gängigen Schulbuchwerken verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (mentales Lexikon, Wortschatzarbeit als Prozess) und die methodisch-didaktische Analyse (Semantisierungsverfahren und deren Anwendung im Unterricht).
Neben "Mentales Lexikon" und "Semantisierung" sind dies insbesondere "Autosemantisierung", "Lernerlexikon" und "Fremdsprachenerwerb im Anfangsunterricht".
Das Verständnis darüber, wie Wörter im Gehirn vernetzt und gespeichert werden, ermöglicht es Lehrern, Methoden zu wählen, die diese natürlichen Prozesse unterstützen, anstatt stures Auswendiglernen zu fordern.
Die Autorin differenziert zwischen produktivem, rezeptivem und potentiellem Wortschatz und erläutert, wie diese durch unterschiedliche Techniken (z.B. Erschließungsstrategien) aktiviert oder erweitert werden können.
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