Examensarbeit, 2012
74 Seiten, Note: 1,0
Einführung
Aktueller Forschungsstand
Vorgehensweise
1. Kompetenzen und die Anforderung des modernen Lebens
Informations- und Wissensgesellschaft
Globalisierung
Demographischer Wandel
Multiethnische Gesellschaft
1.1 Kompetenzbegriff
1.1.1 Die OECD und die Definition von Schlüsselkompetenzen
1.1.2 Empfehlung des europäischen Parlaments und Rates zu Schlüsselkompetenzen für lebensbegleitendes Lernen
1.1.2.1 Hintergrund und Ziele
1.1.2.2 Schlüsselkompetenzen
Lernkompetenz
Soziale Kompetenz und Bürgerkompetenz
Eigeninitiative und unternehmerische Kompetenz
Zwischenfazit
1.1.3 Der bayerische Lehrplan für das Gymnasium und die Forderung nach Schlüsselkompetenzen
Profil und Anspruch des bayerischen Gymnasiums
1.1.4 Zwischenfazit
1.2 Grundlegende Merkmale von Schlüsselkompetenzen
1.2.1 Über das Schulwissen hinaus
1.2.2 Reflexion
1.2.3 Kombination von Schlüsselkompetenzen
1.3 Zwischenfazit und Überleitung
2. Erlebnispädagogik
2.1 Begriffsklärung und Geschichtliches
2.2 Pädagogisches Konzept
2.2.1 Erziehung und Erlebnis
2.2.2 Vom Erlebnis zur Erfahrung
2.2.3 Schwerpunkte in der Erlebnispädagogik
2.2.3.1 Motorische und kognitive Kompetenzen
2.2.3.2 Selbstkompetenz
2.2.3.3 Sozialkompetenz
2.3 Chancen der Erlebnispädagogik
2.3.1 Erkenntnisse aus der Hirnforschung
2.3.2 Konstruktivistischer Zusammenhang
2.3.2 Identität und Jugendforschung
2.4 Zwischenfazit und Überleitung
3. Erlebnispädagogik und Schlüsselkompetenzen an Schulen
Ziele im Kontext aktueller Schulentwicklung
3.1 Schlüsselkompetenzförderung durch Erlebnispädagogik im Kontext Schule
3.1.1 Gegensätze von Schule und Erlebnispädagogik
3.1.2 Chancen von Erlebnispädagogik und Schule
Jahrgangsstufe 5
Jahrgangsstufe 6
Jahrgangsstufe 7
Jahrgangsstufe 8
Jahrgangsstufe 9
Jahrgangsstufe 10
Jahrgangsstufe 11/12
3.1.3 Grenzen der modernen Erlebnispädagogik an Schulen
3.1.4 Lösungsansätze
3.2 Varianten und Beispiele erlebnispädagogischen Handelns in Bezug auf Schlüsselkompetenzförderung
3.2.1 Förderung personaler und sozialer Kompetenzen: Projektwoche „Starke Schüler starke Schule – wir lernen uns (selbst) kennen“
3.2.2 Förderung sozialer Kompetenzen: „Wir tauschen uns aus“. Ein Schüleraustausch an einem Gymnasium.
3.2.3 Förderung kognitiver und reflexiver Kompetenzen: „Eine Suchtprohylaxe-Woche an einem Gymnasium“
Fazit und perspektivisches Nachwort
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der Erlebnispädagogik als pädagogischen Ansatz zur Förderung von Schlüsselkompetenzen an bayerischen Gymnasien. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Erlebnispädagogik in den schulischen Kontext integriert werden kann, um den Anforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft und des modernen Arbeitsmarktes gerecht zu werden.
1.2.1 Über das Schulwissen hinaus
Wie man mit den genannten Herausforderungen bestmöglich umgeht und wie der Mensch seine Kompetenzen einsetzen soll, erfordert Fähigkeiten, die über das Schulwissen hinausgehen. Allein das Wiedergeben von angesammeltem Wissen genügt nicht, um komplexe Aufgaben in sozialen, politischen und wirtschaftlichen Bereichen konstruktiv zu lösen. Schlüsselkompetenzen setzen die Mobilisierung von kognitiven, praktischen und kreativen Fähigkeiten voraus. Darüber hinaus müssen psychosoziale Ressourcen wie Einstellung, Motivation und Wertevorstellungen geschult werden. Kognitive Fähigkeiten reichen nicht aus, um bspw. Teambuildingprozesse zu verstehen und umsetzten zu können, dies muss aktiv erlebt werden. Flexibilität, Eigenverantwortung, Innovationsfähigkeit, Kreativität, Selbstverantwortung und Eigenmotivation werden gefordert. Fähigkeiten, die nicht kognitiv mental durchdacht werden können, sondern erlebt und erfahren werden müssen. Kernstück bildet schließlich die Fähigkeit des selbstständigen Denkens als Ausdruck der Übernahme von Verantwortung des eigenen Lernens und Handelns. (DeSeCo, 2005). Schlüsselkompetenz bedeutet also „Können“ und nicht nur „Wissen“.
1. Kompetenzen und die Anforderung des modernen Lebens: Analyse der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und Definition von Schlüsselkompetenzen durch OECD, EU und den bayerischen Lehrplan.
2. Erlebnispädagogik: Theoretische Grundlagen und pädagogisches Konzept der Erlebnispädagogik sowie deren Legitimation durch moderne Forschungsergebnisse.
3. Erlebnispädagogik und Schlüsselkompetenzen an Schulen: Untersuchung der Implementierung erlebnispädagogischer Methoden in den Schulalltag sowie Darstellung konkreter Praxisbeispiele.
Schlüsselkompetenzen, Erlebnispädagogik, Bayerisches Gymnasium, Sozialkompetenz, Selbstkompetenz, Methodenkompetenz, Handlungsorientierung, Bildungsplan, Persönlichkeitsentwicklung, Lebenslanges Lernen, Konstruktivismus, Hirnforschung, Identitätsfindung, Schulentwicklung, Projektwoche.
Die Arbeit untersucht, wie Erlebnispädagogik als pädagogisches Konzept dazu beitragen kann, notwendige Schlüsselkompetenzen bei Schülern an bayerischen Gymnasien zu fördern.
Die zentralen Themen sind der Kompetenzbegriff im Kontext moderner Anforderungen, die erlebnispädagogische Methodik sowie die Verknüpfung dieser Ansätze mit dem staatlichen bayerischen Lehrplan.
Ziel ist es, den Begriff Schlüsselkompetenzen theoretisch zu klären und eine wissenschaftlich fundierte Perspektive zu entwickeln, die den Einsatz erlebnispädagogischer Maßnahmen zur Förderung dieser Kompetenzen an staatlichen Gymnasien legitimiert.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse, die Erkenntnisse aus der Hirnforschung, dem Konstruktivismus sowie der Jugend- und Identitätsforschung in Bezug auf erlebnispädagogische Konzepte auswertet.
Der Hauptteil behandelt die theoretische Einbettung der Erlebnispädagogik, die Gegenüberstellung von Schule und Erlebnispädagogik sowie die praktischen Lösungsansätze zur Implementierung im Schulalltag.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Schlüsselkompetenzen, Erlebnispädagogik, Handlungsorientierung, Selbstkompetenz und Schulentwicklung beschreiben.
Während klassischer Unterricht oft produkt- und wissensorientiert sowie lehrerzentriert agiert, setzt die Erlebnispädagogik auf einen ganzheitlichen, prozessorientierten und wachstumsorientierten Ansatz, bei dem der Schüler eigenverantwortlich handelt.
Die Autorin schlägt vor, erlebnispädagogische Elemente nicht nur als isolierte Wandertage, sondern systematisch durch Projekte, Seminare, Kooperationsübungen und die Förderung von Reflexionsphasen in den Unterrichtsalltag zu integrieren.
Der Lehrplan wird als Ausgangspunkt betrachtet, der zwar bereits Freiräume und Kompetenzorientierung vorsieht, aber in der Praxis einer konsequenten, handlungsorientierten Ausgestaltung durch die Schulen noch bedarf.
Aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen, wie Globalisierung und komplexer werdender Lebenswelten, reichen rein kognitive Fachleistungen für ein erfolgreiches Leben nicht mehr aus; gefordert sind zunehmend soziale Reife und reflexive Fähigkeiten.
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