Diplomarbeit, 2003
140 Seiten, Note: 1
A. THEORETISCHER TEIL - SCHULORGANISATIONSFORM
1 BEGRIFFSKLÄRUNG UND MODELLBESCHREIBUNG: GANZTÄGIGE SCHULEN
1.1 Ganztagsschule (GTS)
1.2 Offene Schule
1.3 Tagesheimschule (THS)
1.4 Pädagogische Ansätze
1.4.1 Additive Modelle
1.4.2 Integrierte Modelle
2 HISTORISCHE ENTWICKLUNG IN ÖSTERREICH
3 ANLÄSSE FÜR NOTWENDIGKEIT GANZTÄGIGER SCHULFORMEN
3.1 Familiäre Situation
3.2 Veränderung im Erzieherverhalten
4 DIE GANZTAGSSCHULE
4.1 Basissätze der Ganztagsvolksschule
4.2 Funktionen und Aufgaben der Ganztagsschule
4.2.1 Qualifikationsfunktion
4.2.2 Motivationsfunktion
4.2.3 Sozialisationsfunktion
4.2.4 Kompensationsfunktion
4.2.5 Außerschulischer Bereich
4.3 Argumente für die Ganztagsschule
4.4 Argumente gegen die Ganztagsschule
4.5 Modell der Ganztagsvolksschule mit Parallellehrersystem
4.5.1 Förderstunden (FÖ)
4.5.2 Lernstunde (L)
4.5.3 Freizeitstunden (F)
4.5.4 Mittagspause – Mittagessen (M)
4.5.5 Frühdienst
4.5.6 Spätdienst
5 ANGEBOT AN GANZTÄGIG GEFÜHRTEN VOLKSSCHULEN IN ÖSTERREICH
B. THEORETISCHER TEIL - WOHLBEFINDEN
6 ZUR BEGRIFFSKLÄRUNG DER BEFINDLICHKEIT
6.1 Begriffsbestimmung
6.1.1 Definitionen
6.1.2 Dimensionen der Befindlichkeit in der Schule
6.2 Subjektives Wohlbefinden
6.3 Unterscheidung zwischen aktuellem und habituellem Wohlbefinden
6.3.1 Aktuelles Wohlbefinden (AW)
6.3.2 Habituelles Wohlbefinden (HW)
6.4 Einflussfaktoren der Befindlichkeit
6.4.1 Lebensereignisse
6.4.2 Schulische Belastungen
6.4.3 Soziale Faktoren
6.5 Auswirkungen der Befindlichkeit
6.6 Aspekte des Befindens in der Schule
6.6.1 Ökologisches Entwicklungsmodell nach Bronfenbrenner
6.6.2 Ordnungsmodell für Komponenten und Determinaten des Befindens in der Schule
7 BEGRIFFSKLÄRUNG - "KLIMA"
7.1 Schulklimatypen
7.1.1 Schulklimatypen nach Oswald
7.1.2 Klimatypen nach Eder
7.2 Klassenklima
7.3 Unterrichtsklima
7.4 Sozialklima
C. EMPIRISCHER TEIL
8 UNTERSUCHUNG
8.1 Problemstellung
8.2 Formulierung der Hypothesen
8.2.1 Sozialklima (LehreInr-SchülerIn-Verhältnis)
8.2.2 Unterrichtsklima
8.2.3 Klassenklima
8.2.4 Schulklima
8.2.5 Elterninteresse
8.3 Vorbereitung der Fragebogenerhebung
8.3.1 Durchführung der Untersuchung
9 BESCHREIBUNG DER STICHPROBE
9.1 Deskriptive Darstellung der Items des Fragebogens
9.1.1 Wesentliche statistische Kennwerte der Items
9.1.2 Itemschwierigkeiten (Schwierigkeitsindex)
9.2 Datenaufbereitung und Datenreduktion
9.2.1 Faktorenanalyse
9.3 Zusammenfassung
10 ÜBERPRÜFUNG DER ARBEITSHYPOTHESEN
10.1 Unterschiede zwischen Ganztags- und „Halbtagsschulen“
10.1.1 Lehrerpersönlichkeit
10.1.2 Mitbestimmung der SchülerInnen
10.1.3 Gefühl, gerecht behandelt zu werden
10.1.4 Vermittlungsqualität
10.1.5 Leistungsdruck
10.1.6 Aktive Mitbeteiligung am Unterrichtsgeschehen
10.1.7 Freizeitverhalten
10.1.8 Kontrolle durch die LehrerInnen
10.1.9 Sozialklima (SchülerIn-SchülerIn-Verhältnis)
10.1.10 Streit- und Konfliktbereitschaft
10.1.11 Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz Schule
10.1.12 Einstellung zur Schule
10.1.13 Allgemeine Stimmung an der Schule
10.1.14 Feste, Schulveranstaltungen
10.1.15 Interesse der Eltern am schulischen Geschehen
10.2 Prädiktoren im Hinblick auf die untersuchten Schultypen
10.3 Zusammenfassung
11 GESCHLECHTSSPEZIFISCHE EIGENHEITEN
12 KLASSIFIKATIONSVERSUCH DER SCHÜLERINNEN
12.1 Interpretation der Ergebnisse
12.2 Zusammenfassung
13 ZUSAMMENFASSUNG
Die Diplomarbeit untersucht das emotionale Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern an ganztägigen Volksschulen im Vergleich zu Kindern in sogenannten Halbtagsschulen, um empirische Erkenntnisse über die Auswirkungen unterschiedlicher Schulformen zu gewinnen.
Die Ganztagsschule mit Parallellehrersystem
Alle, für die empirische Untersuchung befragten SchülerInnen der GTVS, besuchten eine Klasse, in der das Modell des Parallellehrersystems angewendet wird. Anhand eines Stundenplanes, einer 1.Klasse Volksschule der GTVS Hammerfestweg 1 in 1220 Wien, möchte ich dieses Modell genauer beschreiben.
Die Klassenführung und der Unterricht werden von zwei Lehrern im "Parallellehrersystem" übernommen. Beide Lehrer planen gemeinsam die Unterrichtseinheiten und deren Inhalte, unterrichten jedoch nach dem Stundenplan alleine.
In der 1. Klasse gibt es 3 Förderstunden, ab der 2. Klasse nur noch eine. Die Förderstunde wird von einem der beiden KlassenlehrerInnen integrativ gehalten, während der andere ebenso unterrichtet. So stehen in dieser Stunde beide LehrerInnen den Kindern zur Verfügung und können je nach Bedarf gemeinsam mit der ganzen Klasse, in Kleingruppen oder auch im Einzelunterricht Übungsschwerpunkte festigen.
1 BEGRIFFSKLÄRUNG UND MODELLBESCHREIBUNG: GANZTÄGIGE SCHULEN: Dieses Kapitel definiert verschiedene ganztägige Schulmodelle und pädagogische Ansätze, wobei der Fokus auf dem Parallellehrersystem in Ganztagsvolksschulen liegt.
2 HISTORISCHE ENTWICKLUNG IN ÖSTERREICH: Ein Überblick über die historische Entwicklung der ganztägigen Schulen in Österreich von der frühen Schulordnung bis hin zu den Schulversuchen ab 1974.
3 ANLÄSSE FÜR NOTWENDIGKEIT GANZTÄGIGER SCHULFORMEN: Analysiert sozioökonomische Faktoren wie die Berufstätigkeit beider Elternteile und den Trend zu Kleinfamilien, die ein ganztägiges Betreuungsangebot erforderlich machen.
4 DIE GANZTAGSSCHULE: Erläutert die Basissätze, Funktionen und Aufgaben der Ganztagsschule sowie die Argumente für und gegen dieses Modell.
5 ANGEBOT AN GANZTÄGIG GEFÜHRTEN VOLKSSCHULEN IN ÖSTERREICH: Gibt einen Überblick über die aktuelle Situation und Verteilung der verschiedenen ganztägigen Schulformen in den österreichischen Bundesländern.
6 ZUR BEGRIFFSKLÄRUNG DER BEFINDLICHKEIT: Definiert die Begriffe Befindlichkeit und Wohlbefinden im schulischen Kontext und stellt verschiedene psychologische Modelle dazu vor.
7 BEGRIFFSKLÄRUNG - "KLIMA": Erläutert die Konzepte von Schulklima, Klassenklima und Unterrichtsklima als wesentliche Einflussfaktoren auf das Wohlbefinden.
8 UNTERSUCHUNG: Beschreibt die empirische Problemstellung, die Hypothesenbildung und die methodische Vorbereitung der Fragebogenerhebung.
9 BESCHREIBUNG DER STICHPROBE: Detaillierte Darstellung der Stichprobe von 400 Schülerinnen und Schülern sowie die methodische Aufbereitung und Reduktion der Fragebogendaten durch Faktorenanalyse.
10 ÜBERPRÜFUNG DER ARBEITSHYPOTHESEN: Statistische Analyse und Überprüfung der aufgestellten Hypothesen hinsichtlich der Unterschiede zwischen Ganztags- und Halbtagsschulen.
11 GESCHLECHTSSPEZIFISCHE EIGENHEITEN: Untersucht signifikante Unterschiede in der Wahrnehmung der schulischen Umwelt zwischen Mädchen und Knaben.
12 KLASSIFIKATIONSVERSUCH DER SCHÜLERINNEN: Anwendung einer Clusteranalyse, um verschiedene Typen von Schülerinnen und Schülern basierend auf ihrer Einschätzung der Schule zu identifizieren.
13 ZUSAMMENFASSUNG: Fasst die wesentlichen Ergebnisse der Diplomarbeit zusammen.
Ganztagsschule, Wohlbefinden, Schulklima, Sozialklima, Unterrichtsklima, Empirische Untersuchung, Schülerinnen und Schüler, Fragebogenerhebung, Lehrerpersönlichkeit, Leistungsdruck, Mitbestimmung, Klassenklima, Vermittlungsqualität, Parallellehrersystem, Österreich.
Die Arbeit vergleicht das Wohlbefinden von Kindern in Ganztagsvolksschulen mit dem von Kindern in traditionellen Halbtagsschulen.
Die Arbeit behandelt die Begriffe Wohlbefinden und Befindlichkeit sowie verschiedene Konzepte des Schulklimas (Sozial-, Unterrichts- und Klassenklima) im Kontext ganztägiger Schulformen.
Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob es signifikante Unterschiede im Wohlbefinden zwischen Schülern der Ganztagsbetreuung und solchen der Halbtagsbetreuung gibt.
Es handelt sich um eine empirische Vergleichsstudie mittels Fragebogen, bei der 400 Schüler der 4. Schulstufe befragt wurden. Die statistische Auswertung erfolgte durch Faktoren-, Reliabilitäts- und Diskriminanzanalysen.
Der theoretische Teil erläutert Schulorganisationsformen und Wohlbefindensbegriffe, während der empirische Teil die konkrete Untersuchung mit Hypothesenprüfung und Ergebnisauswertung darstellt.
Die zentralen Aspekte sind Ganztagsschule, Wohlbefinden, Schulklima, Empirische Untersuchung und Schülerbefragung.
Die Studie ergab, dass an Ganztagsschulen die Streitbereitschaft vergleichsweise höher und das Sozialklima tendenziell schlechter bewertet wird als an Halbtagsschulen.
Das Parallellehrersystem an den Ganztagsschulen wird als pädagogisches Modell beschrieben, bei dem zwei Lehrer gemeinsam planen und unterrichten, was eine differenzierte Förderung der Schüler ermöglichen soll.
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