Examensarbeit, 2009
82 Seiten, Note: 1,0
EINLEITUNG
1. SCHÜLERRÜCKMELDUNGEN IN DER SCHULE
1.1 ENTSTEHUNG UND ENTWICKLUNG
1.2 SCHÜLERFEEDBACK – EIN DEFINITIONSVERSUCH
1.2.1 Kriterien eines guten Schülerfeedbacks
1.3 ZUR ENTSTEHUNG EINER FEEDBACK-KULTUR IN DER SCHULE
2. ZUR NOTWENDIGKEIT VON SCHÜLERFEEDBACK IN DER SCHULE
2.1 SCHÜLERRÜCKMELDUNGEN ALS BEITRAG VON UNTERRICHTSENTWICKLUNG
2.2 FORSCHUNGSERGEBNISSE ZU SCHÜLERFEEDBACK
2.3 PROBLEME UND GRENZEN VON SCHÜLERFEEDBACK
3. DER EINSATZ VON FEEDBACKMETHODEN IM UNTERRICHT
3.1 VORAUSSETZUNGEN FÜR EINE ERFOLGREICHE FEEDBACK-ARBEIT IM UNTERRICHT
3.2 GRUNDLAGEN FÜR DIE PLANUNG UND DURCHFÜHRUNG
3.2.1 Zur Planung von Schülerfeedback
3.2.2 Zur Durchführung von Schülerfeedback
3.3 AUSGEWÄHLTE FEEDBACKMETHODEN FÜR DEN UNTERRICHT
3.3.1 Feedbackmethoden zu Beginn von Lerneinheiten
3.3.1.1 Kopfstandmethode
3.3.1.2 Kartenabfrage: Was ist guter Unterricht?
3.3.2 Feedbackmethoden zur Begleitung von Lerneinheiten
3.3.2.1 Das Lerntagebuch
3.3.2.2 Das Feedbackjournal
3.3.3 Feedbackmethoden zum Ende von Lerneinheiten
3.3.3.1 Die Zielscheibe
3.3.3.2 Der Fragebogen
3.3.3.3 Offener Feedbackdialog
3.4 ZUR AUSWERTUNG DES SCHÜLERFEEDBACKS
4. PLANUNG DES SCHÜLERFEEDBACKS
4.1 ZIELSETZUNGEN DER SCHÜLERRÜCKMELDUNGEN
4.2 BESCHREIBUNG DER LERNGRUPPE 7RA
4.3 BESCHREIBUNG DER LERNGRUPPE 6RA
4.4 PLANUNG DER FEEDBACKMETHODEN
4.4.1 Den Gegenstand des Feedbacks klären
4.4.2 Sinn und Zweck des Feedbacks klären
4.4.3 Konkrete Schritte zur Vorgehensweise des Feedbacks festlegen
4.4.4 Konsequenzen für den Umgang mit den Ergebnissen festlegen
4.4.5 Durch Transparenz Vertrauen entstehen lassen
5. ZUR DURCHFÜHRUNG DES SCHÜLERFEEDBACKS
5.1 FESTLEGUNG DER KRITERIEN GUTEN UNTERRICHTS IN DER KLASSE 7RA
5.2 FESTLEGUNG DER KRITERIEN GUTEN UNTERRICHTS IN DER KLASSE 6RA
5.3 KLASSENRAT IN DER 6RA: GEMEINSAME INTERPRETATION DER QUALITÄTSKRITERIEN UND VERBESSERUNGSVORSCHLÄGE
5.3.1 Positives Lehrerverhalten
5.3.2 Positives Schülerverhalten
5.3.3 Viele Sprechanlässe schaffen
5.3.4 Abwechslungsreiche Lerntechniken
5.3.5 Spannende Inhalte
5.3.5 Verständlichkeit
5.4 KLASSENRAT IN DER 7RA: GEMEINSAME INTERPRETATION DER QUALITÄTSKRITERIEN UND VERBESSERUNGSVORSCHLÄGE
5.4.1 Positives Lehrerverhalten
5.4.2 Positives Schülerverhalten und 5.4.3 Beachtung der Gesprächsregeln
5.4.4 Schülereinbezug
5.4.5 Methodenvielfalt
5.4.6 Verständlichkeit der Inhalte
6. GEMEINSAMES RESÜMEE ÜBER DIE FEEDBACKARBEIT
6.1 GEMEINSAMES RESÜMEE MIT DER 7RA
6.2 GEMEINSAMES RESÜMEE MIT DER 6RA
7. RESÜMEE DER SCHÜLERRÜCKMELDUNGEN
7.1 SIND DIE GESETZTEN ZIELE DES LEHRERS ERREICHT WORDEN?
7.2 KONNTE EINE FEEDBACK-KULTUR ENTWICKELT WERDEN?
7.3 GEWONNENE ERKENNTNISSE AUS DEM SCHÜLERFEEDBACK
7.4 KONSEQUENZEN FÜR DIE WEITERE ARBEIT
Die Arbeit untersucht, wie durch die Einführung eines systematischen Schülerfeedbacks die Unterrichtsqualität verbessert und eine kooperative Feedback-Kultur zwischen Lehrern und Schülern etabliert werden kann. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie Schüler durch ihre Rückmeldungen als aktive Partner in die Planung und Gestaltung des Unterrichts einbezogen werden können, um den Lernprozess für alle Beteiligten effektiver und motivierender zu gestalten.
1.1 Entstehung und Entwicklung
Hinter dem Begriff „Schülerfeedback“ bzw. „Schülerrückmeldung“ steht bereits eine lange Tradition (vgl. Burkhard/Eikenbusch/Ekholm 2003, 34). Die Bedeutung von Schülerrückmeldungen wurde von bekannten Didaktikern sowohl unterrichtstheoretisch als auch didaktisch begründet (Bastian/Combe/Langer 2001, 9). Geprägt wurde der Begriff unter anderem durch Wolfgang Schulz mit dem für seine Didaktik zentralen Begriff der Partizipation von Schülern (1980), von Wolfgang Klafki, der Selbst und Mitbestimmung als Kernelement allgemeiner Bildung sah (1985) und von Lothar Klingberg, welcher die Dialektische Didaktik so auslegte, dass Schüler nicht nur Teilnehmende, sondern aktiv Mitgestaltende sein sollten (vgl. Bastian/Combe/Langer 2007, 11).
Über dieses Verfahren des Schülerfeedbacks wurde schon in reformpädagogischen Ansätzen in den zwanziger und dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts diskutiert. Zu Beginn der siebziger Jahre griff man diese Methode wieder auf und übte diese Praxis aus. Es erschien den Didaktikern jedoch recht schwierig, den Wunsch nach einer qualifizierten Mitbeteiligung der Schüler in die Praxis umzusetzen (vgl. Bastian/Combe/Langer 2007, 11). Gegen Ende der achtziger Jahre begann man damit, sich intensiv mit dem Thema „Schulentwicklung in der Schule“ auseinanderzusetzen. Dabei standen die Schüler als „Adressaten“, die von Lehrern anhand von Schülerfragebögen nach ihren Wünschen und Erwartungen befragt wurden, noch im Hintergrund des Geschehens (vgl. Burkhard/Eikenbusch/Ekholm 2003, 35). Da diese Art der Einbeziehung der Schüler nicht den gewünschten Erfolg brachte, entwickelte sich gegen Ende der neunziger Jahre die Idee der Schulentwicklung mit Schülern, indem man mit ihnen in einen Dialog treten wollte. Dahinter stand die Einsicht, dass nicht durch Lehren gelernt wird, sondern durch die Beteiligung und Mitverantwortung der Lernenden für ihren eigenen Lernprozess (vgl. Bastian/Combe/Langer 2001, 9).
EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Relevanz von Schülerfeedback ein und stellt die zentrale Forschungsfrage zur Verbesserung der Unterrichtsqualität durch Einbeziehung der Schülersicht.
1. SCHÜLERRÜCKMELDUNGEN IN DER SCHULE: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung des Begriffs und definiert Schülerfeedback als einen systematischen Prozess der Partizipation.
2. ZUR NOTWENDIGKEIT VON SCHÜLERFEEDBACK IN DER SCHULE: Hier wird begründet, warum Feedback zur Unterrichtsentwicklung unverzichtbar ist und welche Forschungsergebnisse sowie Grenzen dabei zu beachten sind.
3. DER EINSATZ VON FEEDBACKMETHODEN IM UNTERRICHT: Das Kapitel beschreibt Voraussetzungen für erfolgreiche Feedback-Arbeit und stellt methodische Instrumente für verschiedene Unterrichtsphasen vor.
4. PLANUNG DES SCHÜLERFEEDBACKS: Der Autor beschreibt die konkrete Planung, Zielsetzung und die Beschreibung der beteiligten Lerngruppen 7ra und 6ra.
5. ZUR DURCHFÜHRUNG DES SCHÜLERFEEDBACKS: Hier wird die praktische Umsetzung in den Klassen inklusive der gemeinsam erarbeiteten Qualitätskriterien und der Klassenratsitzungen dargestellt.
6. GEMEINSAMES RESÜMEE ÜBER DIE FEEDBACKARBEIT: Dieses Kapitel zieht ein Fazit über den Verlauf der Feedback-Arbeit in den beiden Klassen und bewertet das Erreichen der gesetzten Ziele.
7. RESÜMEE DER SCHÜLERRÜCKMELDUNGEN: Die abschließende Reflexion fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und leitet Konsequenzen für die zukünftige pädagogische Arbeit ab.
Schülerfeedback, Schülerrückmeldung, Unterrichtsentwicklung, Partizipation, Feedback-Kultur, Lernprozess, Unterrichtsqualität, Methodenkompetenz, Evaluation, Schülereinbezug, Lehrer-Schüler-Beziehung, Klassenrat, Reflexion, Lernatmosphäre, Unterrichtsgestaltung.
Die Arbeit behandelt die systematische Einführung von Schülerfeedback in zwei Realschulklassen, um durch eine aktive Einbeziehung der Schüler den Unterricht zu verbessern und eine Feedback-Kultur zu entwickeln.
Die Schwerpunkte liegen auf der methodischen Planung, der Durchführung von Feedbackrunden in den Klassen, der Rolle des Klassenrats sowie der Bedeutung einer demokratischen Lernatmosphäre.
Das Ziel ist es, den Unterricht durch einen strukturierten Dialog mit den Schülern zu optimieren, die Motivation zu steigern und die Schüler als Mitgestalter ihres Lernprozesses zu aktivieren.
Die Arbeit basiert auf handlungsorientierten Methoden und kooperativen Feedbackinstrumenten (z. B. Zielscheibe, Lerntagebuch, Klassenrat), die pädagogisch-theoretisch fundiert sind.
Im Hauptteil werden die konkrete Planung, die Kriterienfindung für „guten Unterricht“, die Durchführung der Feedbacks in den Klassen 6ra und 7ra sowie die Auswertung der Ergebnisse detailliert beschrieben.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Schülerfeedback, Unterrichtsentwicklung, Partizipation, Feedback-Kultur, Schülereinbezug und Unterrichtsqualität geprägt.
Die Zielscheibe wurde gewählt, weil sie schnell handhabbar ist, sich leicht an jedes Alter anpassen lässt und ein visuelles Ergebnis bietet, das einen idealen Gesprächsanlass für den Klassenrat liefert.
Die Schüler nutzen die Feedbackmöglichkeiten, um auch kritische Punkte wie Hektik oder Strenge anzusprechen, was zu einem wertvollen Austausch und einer Verbesserung der Lehrer-Schüler-Beziehung führte.
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