Masterarbeit, 2012
84 Seiten, Note: 1,7
1 Problemstellung
2 Zur Geschichte von Zensuren
3 Theoretische Grundlagen der Schulleistungsmessung und -bewertung
3.1 Funktionen der Zensuren
3.2 Gütekriterien
3.2.1 Objektivität
3.2.2 Reliabilität
3.2.3 Validität
3.3 Bezugsnormen
3.4 Fehlermöglichkeiten bei der Messung und Bewertung mündlicher Schulleistung
4 Zur Praxis der Messung und Bewertung mündlicher Schulleistung
4.1 Bestandteile der mündlichen Schulleistungsmessung und -bewertung
4.1.1 Vorgaben
4.1.2 Mitarbeit versus Schulleistung
4.1.2.1 Mitarbeit
4.1.2.2 Schulleistung
4.1.2.3 Charakterisierung mündlicher Schulleistungen
4.1.3 Abgrenzung der mündlichen Schulleistungsmessung und -bewertung
4.1.3.1 Hausaufgaben
4.1.3.2 Projektarbeit
4.1.3.3 Mündliches Abfragen
4.1.3.4 Kurztests
4.1.3.5 Referate
4.1.4 Schülerbeobachtung als Bestandteil der Leistungsmessung und -bewertung
4.2 Dokumentation mündlicher Leistung
4.2.1 Leistungsdokumentation durch Lehrer
4.2.1.1 Pädagogische Tagebücher
4.2.1.2 Beobachtungskarteien
4.2.1.3 Beobachtungsbögen
4.2.2 Möglichkeiten und Grenzen der Leistungsmessung und Leistungsbewertung durch die Schüler
4.2.3 Leistungsdokumentation durch Schüler
4.2.3.1 Arbeitsberichte
4.2.3.2 Lernkarteien
4.2.3.3 Selbstbewertungsbogen
4.3 Handlungsempfehlungen zur Messung und Bewertung mündlicher Schulleistung
4.3.1 Wahl der Bezugsnorm
4.3.2 Explizite Abgrenzung der mündlichen Leistung für die Handlungsempfehlungen
4.3.3 Wahl der Leistungsdokumentation durch den Lehrer
4.3.3.1 Vereinbarkeit des Beobachtungsbogens mit den Gütekriterien
4.3.3.2 Versuch der Verringerung von Fehlermöglichkeiten der Messung und Bewertung mündlicher Schulleistung durch den Beobachtungsbogen
4.3.3.3 Rhythmus der Beobachtungen
4.3.4 Entwurf eines Beobachtungsbogens
4.3.4.1 Anzahl der zu beobachtenden Schüler
4.3.4.2 Kopf des Beobachtungsbogens
4.3.4.3 Kriterien des Beobachtungsbogens
4.3.4.4 Zur Messung und Bewertung des Beobachtungsbogens
4.3.5 Einbeziehung der Schülerselbstbewertung mit Hilfe des erstellten Beobachtungsbogens
4.3.5.1 Dokumentation durch den Beobachtungsbogen
4.3.5.2 Schülerselbstbewertung und Gütekriterien
4.3.5.3 Wechselseitige Bewertung von Schülern
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, wie mündliche Schulleistungen objektiv, reliabel und valide gemessen und bewertet werden können, insbesondere im Hauptfach Wirtschaft an kaufmännischen Schulen. Ziel ist es, eine praxisorientierte Handlungsempfehlung zu entwickeln, die Lehrern dabei hilft, diese Leistungen systematisch zu erfassen, ohne den Unterrichtsverlauf negativ zu beeinflussen.
3.2.1 Objektivität
Eine vollkommene Objektivität ist bei Schulleistungsmessungen kaum möglich (vgl. LIENERT 1987, S. 55). Wenn überhaupt nur dann, wenn die Leistung in Maß und Zahl zu erfassen ist, wie beispielsweise bei Rechtschreibfehlern in Diktaten oder bei Klassenarbeiten mit Richtig-Falsch-Lösungen (vgl. ebenda).
Nichtsdestotrotz benötigt man ein Instrument, um die Ergebnisse von Messungen, im vorliegenden Fall die Beurteilung von Schülerleistungen, verwertbar beziehungsweise vergleichbar zu machen (vgl. SACHER/ RADEMACHER 2009, S. 36). Dazu müssen sie bestimmten Anforderungen genügen, wofür hier die verschiedenen Gütekriterien herangezogen werden (vgl. ebenda).
„Unter Objektivität eines Tests versteh[t man] den Grad, in dem die Ergebnisse eines Testes unabhängig vom Untersucher sind. Ein Test wäre demnach vollkommen objektiv, wenn verschiedene Untersucher bei demselben [Probanden] zu gleichen Ergebnissen gelangten“ (LIENERT/ RAATZ 1998, S. 7).
Überträgt man diese Definition auf die Bewertung schulischer Leistungen, so kann man die Grundfrage stellen, ob die Ergebnisse einer Prüfung beziehungsweise die Bewertung aller Schülerleistungen unabhängig von einer Person sind (vgl. SACHER 1996, S. 24). Formal wird zwischen drei Objektivitätsarten unterschieden: Der Durchführungs-, Auswertungs- und Interpretationsobjektivität (vgl. Langfeldt 1984, S. 74).
1 Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und erläutert die Herausforderung, mündliche Leistungen objektiv zu bewerten, während das Hauptaugenmerk auf dem Fach Wirtschaft in kaufmännischen Schulen liegt.
2 Zur Geschichte von Zensuren: Es wird die historische Entwicklung von Zensuren von der römischen Zeit bis hin zur modernen Leistungsbeurteilung in der Schule nachgezeichnet.
3 Theoretische Grundlagen der Schulleistungsmessung und -bewertung: Hier werden zentrale Konzepte wie die Funktionen von Zensuren, wissenschaftliche Gütekriterien sowie verschiedene Bezugsnormen und potenzielle Fehlerquellen der Leistungsbeurteilung definiert.
4 Zur Praxis der Messung und Bewertung mündlicher Schulleistung: Dieses Hauptkapitel analysiert Bestandteile, Abgrenzungen und Dokumentationsmöglichkeiten mündlicher Leistungen und bietet konkrete Handlungsempfehlungen für die Unterrichtspraxis an.
5 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und reflektiert die Anwendbarkeit der erarbeiteten Beobachtungsinstrumente im schulischen Alltag.
Mündliche Schulleistung, Leistungsbewertung, Zensuren, Gütekriterien, Objektivität, Reliabilität, Validität, Beobachtungsbogen, Schülerbeobachtung, Bezugsnormen, Leistungsdokumentation, Schülerselbstbewertung, Wirtschaftsunterricht, Beurteilerfehler, Pädagogische Diagnose.
Die Arbeit befasst sich mit der Problematik der Messung und Bewertung mündlicher Schulleistungen und sucht nach Wegen, diese Prozesse in der Schulpraxis objektiver und transparenter zu gestalten.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Leistungsbewertung, die kritische Auseinandersetzung mit der Praxis der Notenvergabe sowie die Entwicklung praktischer Dokumentationsinstrumente.
Das Ziel ist es zu klären, inwieweit eine objektive, reliable und valide Messung und Bewertung mündlicher Leistungen im Unterricht möglich ist und wie Lehrer dies konkret umsetzen können.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender pädagogischer Literatur und Forschungsergebnisse, um daraus Handlungsempfehlungen für die Unterrichtspraxis und den Entwurf eines Beobachtungsbogens abzuleiten.
Der Hauptteil analysiert verschiedene Bestandteile der mündlichen Leistung, diskutiert deren Abgrenzung zur Mitarbeit, stellt Dokumentationsmöglichkeiten vor und entwickelt konkrete Empfehlungen für den Einsatz von Beobachtungsbögen.
Mündliche Schulleistung, objektive Leistungsbewertung, Gütekriterien, Beobachtungsbogen und Leistungsdokumentation sind die zentralen Begriffe der Arbeit.
Da in kaufmännischen Schulen das Fach Wirtschaft eine zentrale Rolle einnimmt, dient es als konkreter Bezugsrahmen, um die Anforderungen an die Leistungsbeurteilung praxisnah zu diskutieren.
Der Bogen ermöglicht eine systematische Erfassung von Schülerleistungen anhand vordefinierter Kriterien, was die Objektivität fördert und die Entscheidungsfindung bei der Notengebung erleichtert.
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