Bachelorarbeit, 2012
65 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Schulsysteme Deutschlands, der USA und Großbritanniens in der Sekundarstufe
2.1 Das deutsche Schulsystem
2.1.1 Historische Entwicklung
2.1.1.1 Von den Anfängen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts
2.1.1.2 Entwicklungen im 20. Jahrhundert
2.1.1.3 Der Beginn des neuen Jahrtausends
2.1.2 Gegenwärtige Ausprägungen der Sekundarstufe
2.1.2.1 Allgemeines zur Sekundarstufe
2.1.2.2 Die Hauptschule
2.1.2.3 Die Realschule
2.1.2.4 Das Gymnasium
2.1.3 Alternative Bildungsformen
2.2 Das US-amerikanische Schulsystem
2.2.1 Historische Entwicklung
2.2.1.1 Schule während der Kolonialzeit
2.2.1.2 Die National Period
2.2.1.3 Entwicklungen der Neuzeit
2.2.2 Gegenwärtige Ausprägungen der Sekundarstufe
2.2.2.1 Allgemeines zur Sekundarstufe
2.2.2.2 Die Middle School
2.2.2.3 Die High School
2.2.3 Alternative Bildungsformen
2.3 Das Schulsystem von Großbritannien
2.3.1 Historische Entwicklung
2.3.1.1 Entwicklungen bis ins 18. Jahrhundert
2.3.1.2 Das 19. Jahrhundert
2.3.1.3 Vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart
2.3.2 Gegenwärtige Ausprägungen der Sekundarstufe
2.3.2.1 Allgemeines zur Sekundarstufe
2.3.2.2 Die Grammar School
2.3.2.3 Die Comprehensive School
2.3.3 Alternative Bildungsformen
3. Schluss
Diese Arbeit untersucht die strukturellen Unterschiede und historischen Entwicklungen der Sekundarstufen in Deutschland, den USA und Großbritannien, um zu analysieren, wie sich diese auf die Ergebnisse internationaler Leistungsstudien auswirken könnten.
2.1.1.1 Von den Anfängen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts
Die ersten Vorläufer heutiger Schulmodelle entstanden bereits vor dem Mittelalter in Europa und wurden durchgängig von geistlichen Institutionen geführt, so dass mit der Zeit sogenannte Kloster- und Domschulen weit verbreitet waren. Geprägt von religiösen Inhalten entsprach die dort vermittelte Bildung jedoch nach und nach nicht mehr den Anforderungen der aufstrebenden, weltlichen Städte, welche seit dem 12. Jahrhundert vermehrt gegründet worden waren. Infolgedessen wuchs in Deutschland eine neue Schicht von vermögenden Kaufleuten heran, die wegen ihrer Tätigkeit auf Schrift und weltliche Bildung angewiesen waren. Ähnlich wie ihre kirchlichen Vorgänger, gründeten die Kaufleute neue weltliche Rats-, Latein- oder auch Trivialschulen, in denen ebenfalls von Theologen in Lateinischer Sprache unterrichtet wurde, jedoch mit dem Unterschied, dass die Schwerpunkte auf einen weltlichen Beruf ausgerichtet waren. In den später entstandenen deutschen oder auch Schreibschulen behandelte man vermehrt in den jeweiligen Landessprachen hauptsächlich elementare Inhalte, das heißt Lesen, Schreiben und Rechnen. Das übliche Schuleintrittsalter lag damals zwischen sechs und sieben und mit maximal vierzehn Jahren, oft aber weitaus früher, endete meist die Schullaufbahn (Konrad 37 - 38).
In den folgenden Epochen der Renaissance und der Reformation verlor die Kirche immer mehr ihre Monopolstellung der Bildung durch die Gründung vieler Stadtschulen sowie durch die entstehenden Territorialstaaten. Da nun mehr und mehr Macht auf die Landesherren überging, regelten diese letztlich auch die Organisation der Schule. Schließlich kam es zu einer Spaltung der Kirche, die unwillentlich von Martin Luther, welcher lediglich "die Religion zu einer reinen Herzenssache (...) ohne äußerliche Regelung und Regierung" machen wollte, ausgelöst wurde. Hierdurch mussten die geistlichen Institutionen endgültig ihre Vorherrschaft hinsichtlich der Schule aufgeben. Allerdings brachte diese Zwangslage die Kirche dazu, verstärkt auf sich aufmerksam zu machen, sei es durch die Bibelübersetzung oder durch den Versuch, bereits Kindern ihren Glauben nahe zu bringen. Die Reformatoren forderten daher, Jugendliche regelmäßig in Bereichen der Bibel sowie anderen religiösen Inhalten zu unterrichten.
1. Einleitung: Definition der zentralen Begriffe wie Sekundarstufe und Schulsystem sowie Einführung in die internationale Vergleichsperspektive durch PISA-Studien.
2. Die Schulsysteme Deutschlands, der USA und Großbritanniens in der Sekundarstufe: Detaillierte historische und strukturelle Analyse der jeweiligen nationalen Bildungssysteme inklusive ihrer historischen Entwicklung, gegenwärtigen Ausprägungen und alternativen Bildungsformen.
3. Schluss: Zusammenfassung der wesentlichen Unterschiede im Aufbau der Sekundarstufen und Fazit zur Notwendigkeit kontinuierlicher bildungspolitischer Reformen.
Sekundarstufe, Schulsystem, PISA-Studie, Bildungsgeschichte, Gymnasium, High School, Comprehensive School, Chancengleichheit, Reformpädagogik, Bildungspolitik, Privatschulen, Leistungsdifferenzierung, Schulpflicht, Curriculum, Schulleistungsstudien.
Die Arbeit befasst sich mit einem vergleichenden Überblick über die Strukturen und die historische Entwicklung der Schulsysteme in Deutschland, den USA und Großbritannien, insbesondere im Bereich der Sekundarstufe.
Zentral sind die historische Entwicklung der Schulen, die Organisation des jeweiligen Sekundarschulwesens, die Rolle privater und alternativer Bildungsangebote sowie die Reaktion der Politik auf internationale Leistungsvergleiche wie PISA.
Das Ziel ist es, die Unterschiede in Aufbau und Struktur der weiterführenden Bildungswege in den drei Ländern aufzuzeigen und zu ergründen, welche Hintergründe die variierenden internationalen Testergebnisse haben könnten.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, die historische Dokumente, offizielle Lehrpläne und bildungswissenschaftliche Fachliteratur auswertet, um die Entwicklung der Schulsysteme nachzuzeichnen.
Der Hauptteil analysiert für jedes der drei Länder spezifisch die historische Entstehung, die aktuellen Schulformen der Sekundarstufe (wie etwa das Gymnasium, die Middle/High School oder die Comprehensive School) und alternative Schulmodelle.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Sekundarstufe, historische Entwicklung, Chancengleichheit, Bildungsreformen, Leistungsdifferenzierung und der Vergleich zwischen staatlichen und privaten Bildungseinrichtungen.
Im Gegensatz zum dreigliedrigen deutschen Schulsystem ist die High School in der Regel eine Gesamtschule (comprehensive), die allen Schülern unabhängig vom Leistungsniveau offensteht und weniger frühe Selektionsschritte vorsieht.
Die Comprehensive School repräsentiert einen britischen Reformansatz, um die Selektion zwischen verschiedenen Schulformen aufzuheben und mehr soziale Mobilität sowie Chancengleichheit zu ermöglichen.
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