Masterarbeit, 2012
120 Seiten, Note: 2,00
1. PROBLEMAUFRISS UND ZIELSTELLUNGEN
1.1 Problembeschreibung
1.2 Frage- und Zielstellungen
1.3 Ziele
1.4 Methode
2. HERMENEUTIK ALS PERSONALER BILDUNGSANSATZ
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Hermeneutisches Verstehen
2.3 Hermeneutik in der Pädagogik
2.3.1. Handlungshermeneutik als Element einer verstehenden Bildungslehre nach Buck
2.3.2. Pädagogische Hermeneutik
2.4 Zusammenfassung
3. PERSONALES BILDUNGSVERSTÄNDNIS
3.1 Person: Begriff, Prinzip und Prozess
3.2 Pädagogik der Person
3.3 Begabung und Begabungsförderung im Licht einer personalen Pädagogik
3.4 Der Kompetenzbegriff im Licht einer personalen Pädagogik
3.5 Begabungs- und Begabtenförderung mit dem Fokus auf die Person
3.6 Zusammenfassung
4. „SCHULE DER PERSON“
4.1 Anthropologische Grundlegung der Theorie einer „Schule der Person“
4.2 Schule und Pädagogik
4.3 Geschichtliche Deduktion einer „Schule der Person“
4.4 Die funktionalen Leistungen des Personprinzips
4.4.1 Die konstitutive Funktion des Personprinzips
4.4.2 Die kritische Funktion des Personprinzips
4.4.3 Die konstruktive Funktion des Personprinzips
4.4.4 Die regulative Funktion des Personprinzips
4.5 Begabungsbegriff
4.6 Mehrdimensionale Begabungsmodelle aus der Sicht der Person
4.6.1 Das differenzierte Begabungs- und Talentmodell von Gagné
4.6.2 Das Münchner (Hoch-) Begabungsmodell von Heller, Perleth und Hany
4.6.3 Systemisches Begabungsmodell nach Wagner
4.6.4 Zusammenschau
4.7 Sprachlich - relationale Grundsätze eines begabungsfördernden Unterrichts in der „Schule der Person“
4.7.1 Umgang mit Heterogenität
4.7.2 Vertrauen und Respekt
4.8 Rational - liberale Grundsätze eines begabungsfördernden Unterrichts in einer „Schule der Person“
4.8.1 Selbstbestimmung
4.8.2 Aufforderung zur Selbsttätigkeit
4.8.3 Intrinsische Motivation
4.9 Zusammenfassung
5. KOMPETENZORIENTIERUNG
5.1 Empirische Unterrichtsforschung im Kontext der Kompetenzorientierung
5.2 Pädagogisches Handeln und Reflektieren im Kontext eines kompetenzorientierten Unterrichts
5.3 Bildungsstandards und Begabungsförderung
5.4 „Kompetente“ Begabungs- und Begabtenförderung im Verständnis einer „Schule der Person“
5.5 Fazit
6. PRAXISMODELL EINER „SCHULE DER PERSON“
6.1 Modellbeschreibung
6.2 Implizierte Schulkultur
6.3 Gelebte Schulkultur am Beispiel der wertschätzenden Kommunikation
7. RESÜMEE UND AUSBLICK
Das Hauptziel der Arbeit ist die Überprüfung der Annahme, ob eine kompetenzorientierte Begabungs- und Begabtenförderung aus personalpädagogischer Sicht essentielle Bildungsmöglichkeiten für ein lebensgestaltendes Lernen in der Grundschule eröffnen kann. Die Forschungsfrage untersucht dabei, inwiefern das Prinzip der „Schule der Person“ mit den Anforderungen der Kompetenzorientierung und der Begabungsförderung in Einklang gebracht werden kann.
4.4.1 Die konstitutive Funktion des Personprinzips
Wenn das Prinzip der Person die Basis für theoretische und praktische Belange der Schule darstellt, ist es im Stande, eine konstitutive Funktion für eine Schultheorie einzunehmen, die eine „menschliche“ Bildung und Erziehung in den Mittelpunkt stellt. Diese konstitutive Funktion ermächtigt das Personprinzip gleichzeitig eine maßgebliche Dimension anzunehmen, indem ausschließlich die menschliche Person den Maßstab der Pädagogik und den Grundsatz schulischer Praxis darstellt. Die gedankliche Annahme des Personprinzips entscheidet richtungsweisend über die pädagogisch–schulische Theoriebildung samt tatsächlicher Gestaltung im Rahmen praktischer Tätigkeiten.
Dadurch ergibt sich die freie Option, Schule genuin zu konzipieren und zu entwickeln, und sich somit auf ihre ursprüngliche Aufgabe zu besinnen, da Erziehung und Bildung sowie Unterricht und Schule auf dem Eigenrecht der Person und ihrer eigenen Berufung basieren.
1. PROBLEMAUFRISS UND ZIELSTELLUNGEN: Einführung in das Thema der Schule der Person und Darstellung der Forschungsziele sowie der methodischen Herangehensweise.
2. HERMENEUTIK ALS PERSONALER BILDUNGSANSATZ: Erläuterung des hermeneutischen Zugangs als Grundlage für das Verstehen und Interpretieren in der pädagogischen Arbeit.
3. PERSONALES BILDUNGSVERSTÄNDNIS: Theoretische Herleitung des Personbegriffs und dessen Bedeutung für die Begabungs- und Kompetenzförderung.
4. „SCHULE DER PERSON“: Detaillierte anthropologische Grundlegung und Entwicklung funktionaler Leistungen des Personprinzips innerhalb des schulischen Kontexts.
5. KOMPETENZORIENTIERUNG: Kritische Analyse der aktuellen Kompetenzorientierung und Bildungsstandards im Hinblick auf ihre Vereinbarkeit mit einer personalen Pädagogik.
6. PRAXISMODELL EINER „SCHULE DER PERSON“: Beschreibung der praktischen Umsetzung, inklusive Schulkultur und wertschätzender Kommunikation zwischen den Akteuren.
7. RESÜMEE UND AUSBLICK: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse und Reflexion über die zukünftige Entwicklung einer personal orientierten Schulpraxis.
Schule der Person, personale Pädagogik, Begabungsförderung, Kompetenzorientierung, Grundschule, Personalisierung, hermeneutisches Verstehen, Schulkultur, Bildungsstandards, Lernbiografie, Selbsttätigkeit, Schulentwicklung, personale Mündigkeit, Lehrer-Schüler-Interaktion, Potenzialentwicklung.
Die Arbeit untersucht das pädagogische Prinzip der „Schule der Person“ und dessen praktische Umsetzung in der Grundschule unter besonderer Berücksichtigung der Kompetenzorientierung und der Begabungsförderung.
Die zentralen Felder umfassen die personale Pädagogik, hermeneutische Bildungsansätze, die Analyse von Begabungsmodellen sowie die kritische Auseinandersetzung mit modernen Kompetenzmodellen und Bildungsstandards.
Das Ziel ist es, zu zeigen, dass eine kompetenzorientierte Begabungsförderung nur dann sinnvoll gelingt, wenn die Person des Kindes im Zentrum pädagogischer Entscheidungen steht und nicht hinter abstrakten Leistungsanforderungen verschwindet.
Es handelt sich um eine vergleichende Literaturarbeit, die auf einem geisteswissenschaftlich-hermeneutischen Ansatz basiert.
Der Hauptteil behandelt die Theorie der „Schule der Person“, analysiert verschiedene Begabungsmodelle (wie Gagné, Heller et al., Wagner) und diskutiert, wie Lehrpersonen durch eine wertschätzende Haltung und Reflexion zu einer authentischen Schulkultur beitragen.
Kernbegriffe sind die „Eigentümlichkeit der Person“, „Personalisierung des Unterrichts“, „Handlungshermeneutik“ und der „wertschätzende pädagogische Takt“.
Die Lehrperson fungiert nicht als reiner Wissensvermittler, sondern als „Facilitator“ und Entwicklungsbegleiter, der eine vertrauensvolle Interaktion schafft und Raum für die Selbstbestimmung des Schülers bietet.
Es handelt sich nicht um ein „Teaching-to-the-test“-Programm, sondern um eine Haltung, die Bildungsstandards als unterstützende Instrumente nutzt, um individuelle Begabungen in Einklang mit der persönlichen Entwicklung zur mündigen Persönlichkeit zu bringen.
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