Masterarbeit, 2012
31 Seiten, Note: 2,3
1.0 Einleitung
2.0 Mobbing/Bullying
2.1 Gewalt
2.2 Frustration
2.3 Aggression und Aggressives Verhalten
2.4 Auszüge aus der Ursachenforschung
2.5 Resümee der vorangegangene Spezifizierungen
3.0 Stand der Forschung
4.0 Beteiligte am Mobbing/Gewaltprozess
4.1 Typologie eines Gewaltopfers
4.2 Typologie eines Gewalttäters
4.3 Folgen für die Opfer
5.0 Zielgruppe und Maßnahmen des AAT®
5.1 Das Verfahren im AAT®
5.2 Die Wirksamkeit des AAT®
5.3 Das KIP als Ableger des AAT®
5.4 Kritische Betrachtung des AAT® und KIP
6.0 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Dynamiken von Mobbing im schulischen Sozialraum, mit dem primären Ziel, die Profile von Tätern und Opfern zu analysieren und deren Bedürfnisse im Kontext konfrontativer Interventionsprogramme zu bewerten. Die Arbeit geht der Forschungsfrage nach, ob eine konstante Rollenzuweisung von „Gut“ und „Böse“ vorliegt und wie konfrontative Pädagogik zur Lösungsfindung beitragen kann.
4.1 Typologie eines Gewaltopfers im Kontext Schule
Olweus (2006) beschreibt in Anlehnung an seine eigenen Erhebungen (vgl. Olweus 1973a ) das typische Opfer als „ängstlicher und unsicherer , als es Schüler und Schülerinnen im Allgemeinen sind“ (S. 42). Des Weiteren sei es vorsichtiger, stiller und zurückgezogener. Weinen und Isolation folgen als Reaktionen auf einen Angriff (Ebd.) Ein geregeltes Selbstwertgefühl des Opfers ist nicht vorhanden, das Gefühl als Versager und Außenseiter ist allgegenwärtig (Ebd.) Auch Melzer et al. (2011) greift diese Charakterisierung auf und beschreibt die Empfindungen des Opfers. Demnach spürt das Opfer keinerlei Zusammenhalt im Klassenverband und nimmt lediglich „[…] nur Konkurrenz und Egoismus“ (S. 115) wahr. Die Tatsache, weder in eine soziale Gruppe noch in einen wenngleich auch kleinen Freundeskreis integriert zu sein, erhöht das geringe Empfinden seines Selbstwertes.
Wie bereits unter dem Punkt der Ursachenforschung erwähnt, tritt auch im Falles des Opfers der „Labeling Approach“, eine quasi Etikettierung des sozialen Umfelds, ein. Im Falle des Opfers kann neuzeitlich auch über Viktimisierung gesprochen werden, was als Begriff umfassender erscheint, da der Opferstatus wie auch Rollenzuweisung inkludiert werden. Olweus (2006) unterscheidet des Weiteren zwischen einem „[…]passiven oder ergebenen Opfertyp“ (S. 42). Hierbei scheint das passive Opfer Signale auszusenden, welche der Empfänger, der Täter, empfängt und das Opfer als unterlegen und nicht gewaltbereit einstuft. Hier kommt häufig eine „körperliche Schwäche[…]“ (Ebd.) hinzu, welche vor allem bei Jungen eine übergeordnete Rolle spielt, da sie sich quasi gar nicht wehren können.
1.0 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit von Mobbing in Schulen und skizziert das Ziel der Arbeit, Rollenprofile von Täter und Opfer zu analysieren sowie Interventionsmöglichkeiten zu untersuchen.
2.0 Mobbing/Bullying: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung durch die Definition relevanter Begriffe wie Gewalt, Frustration und Aggression sowie einen Exkurs in die Ursachenforschung.
3.0 Stand der Forschung: Hier werden empirische Daten zur Auftretenshäufigkeit von Gewalterfahrungen an Schulen vorgestellt, um das Ausmaß der Problematik zu verdeutlichen.
4.0 Beteiligte am Mobbing/Gewaltprozess: Dieses Kapitel widmet sich der detaillierten Typisierung von Opfern und Tätern sowie den sozialen Folgen für die betroffenen Individuen.
5.0 Zielgruppe und Maßnahmen des AAT®: Hier erfolgt eine deskriptive Darstellung des Anti-Aggressivitätstrainings und seines schulischen Ablegers, des KIP, inklusive einer kritischen Reflexion ihrer Wirksamkeit.
6.0 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beinhaltet eine persönliche Stellungnahme der Autorin zur Notwendigkeit präventiver Maßnahmen und qualifizierter Lehrkräfte.
Mobbing, Bullying, Gewalt, Aggression, Schule, Sozialraum, Täter-Opfer-Typologie, AAT, KIP, Interventionspädagogik, Prävention, Konfliktlösung, Gewaltkarriere, Selbstkonzept, Schüler.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen Mobbing im schulischen Umfeld, untersucht die zugrunde liegenden Ursachen und evaluiert Interventionsmöglichkeiten für Täter und Opfer.
Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Mobbing und Gewalt, die empirische Häufigkeit an Schulen, die Charakterisierung von Täter- und Opferrollen sowie der Einsatz von Trainingsprogrammen.
Ziel ist es, die Profile von Tätern und Opfern gegenüberzustellen, deren Rollen im Mobbingprozess zu analysieren und zu prüfen, wie konfrontative Pädagogik zur Konfliktlösung beitragen kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung empirischer Daten zur Täter-Opfer-Typisierung sowie der kritischen Untersuchung von Interventionskonzepten.
Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen, empirische Studien zur Prävalenz von Mobbing, die spezifische Typisierung von Tätern und Opfern sowie die detaillierte Darstellung und Kritik des AAT® und KIP.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Mobbing, Bullying, Gewalt, Aggression, Täter-Opfer-Typologie, Prävention, Intervention und schulisches Umfeld.
Die konfrontative Pädagogik, insbesondere in Form des AAT® und KIP, wird als zentrale Interventionsmethode vorgestellt, die Täter direkt mit ihrem Fehlverhalten und den Folgen für das Opfer konfrontiert.
Das provozierende Opfer wird als ein Typus beschrieben, der durch ängstliche und zugleich aggressive Verhaltensmuster sowie Hyperaktivität auffällt und häufig von der Klasse abgelehnt wird.
Die Arbeit diskutiert, dass entgegen allgemeiner Annahmen familiärer Wohlstand eine Rolle spielen kann, wobei die Datenlage hierzu jedoch komplex ist und keine einfachen kausalen Schlüsse zulässt.
Dies ist ein Konzept von Heilemann, das das ICH in Körper (Trägerrakete), Kopf (Hauptquartier) und Gefühl (Archiv) unterteilt, um ein positives, friedliches Verhalten zu fördern.
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