Examensarbeit, 2013
111 Seiten, Note: 11
Didaktik für das Fach Französisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Der plurilinguale Schüler als Ziel des Fremdsprachenunterrichts
2.1 Der monolinguale Habitus an deutschen Schulen
2.1.1 Die Entwicklung des monolingualen Habitus ab dem 19 Jh.
2.1.2 Auswirkungen des monolingualen Habitus
2.2 Plurilingualismus als Lernziel
2.3 Interkulturalität als Lernziel des Fremdsprachenunterrichts
2.3.1 Kulturwissenschaften
2.3.1.1 Die Definition von Kultur und Interkulturalität
2.3.1.1.1 Das Iceberg-Modell
2.3.1.2 Transkulturalität, Multikulturalität, Interkulturalität
2.3.1.2.1 Interkulturalität und Interkulturelles Lernen
2.3.1.3 Kultur und Sprache
2.4 Schülerschaft mit Migrationshintergrund
2.4.1 Hessen
2.4.1.1 Frankfurt
2.4.1.2 Herkunftssprachen
2.4.1.2.1 Türkisch als lebensweltliche Mehrsprachigkeit an deutschen Schulen
3. Mehrsprachigkeitsdidaktik und transversale Didaktik
3.1 Vom Induktivismus zum Konstruktivismus
3.2 Theoretische Aspekte, Inferenz und Transfer
3.3 Anwendungsmöglichkeiten im Französischunterricht
3.3.1 Wortschatzarbeit
3.3.1.1 Deutsch-französische Wortschatzbeziehungen
3.3.1.2 Internationalismen
3.3.1.3 Französische Elemente im Türkischen
3.3.1.3.1 Der historische Ursprung
4. Interkulturelles und plurilinguales Lernen mit Musik
4.1 Konzept
4.2 Erläuterungen
4.3 Fazit
5. Schlusswort
6. Französische Zusammenfassung
7. Anhang
8. Literaturverzeichnis
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Wertschätzung und den lernökonomischen Einbezug von migrationsbedingter Mehrsprachigkeit und Plurikulturalität in den Französischunterricht zu integrieren, um die Motivation der Schüler zu steigern und eine transversale Didaktik zu fördern.
2. Der plurilinguale Schüler als Ziel des Fremdsprachenunterrichts
Im Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen gibt es genaue Richtlinien für den Umgang mit Mehrsprachigkeit in der Didaktik. Hier wird der Begriff der „Mehrsprachigkeit“ folgendermaßen erklärt: Bei Mehrsprachigkeit sei es im Gegensatz zur Vielsprachigkeit der Fall,
dass sich die Spracherfahrung eines Menschen in seinen kulturellen Kontexten erweitert, von der Sprache im Elternhaus über die Sprache der ganzen Gesellschaft bis zu den Sprachen anderer Völker. Diese Sprachen und Kulturen werden aber [im Gegensatz zur Vielsprachigkeit] nicht in strikt voneinander getrennten mentalen Bereichen gespeichert, sondern bilden vielmehr gemeinsam eine kommunikative Kompetenz, zu der alle Sprachkenntnisse und Erfahrungen beitragen und in der die Sprachen miteinander in Beziehung stehen und interagieren.
Kurz gesagt: Plurilingualität und Plurikulturalität sind eng miteinander verknüpft, kennzeichnen gesonderte Qualifikationen und bringen gesonderte Kompetenzen für den Fremdsprachenunterricht mit sich. Im Französischunterricht können diese Kompetenzen gezielt und auf ökonomische Weise genutzt werden. Je mehr Sprachen ein Schüler beherrscht, desto höher ist nämlich sein Repertoire an Wortschatz und somit hat er eine höhere Rezeptionskompetenz. Anhand von Bewusstmachungsstrategien kann das „unbewusst gelernte Sprachwissen“ so zum Vorschein gebracht werden, dass die Schüler ihre mehrsprachigen Fähigkeiten ausbauen und lernen, ihren erweiterten Wortschatz gezielt in der Kommunikation zu verwenden.
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Herausforderungen und Chancen der Migration für den Fremdsprachenunterricht, insbesondere im Fach Französisch, und stellt vier zentrale Hypothesen auf.
2. Der plurilinguale Schüler als Ziel des Fremdsprachenunterrichts: In diesem Kapitel wird der monolinguale Habitus an deutschen Schulen kritisch beleuchtet und Plurilingualismus als didaktisches Lernziel definiert.
3. Mehrsprachigkeitsdidaktik und transversale Didaktik: Hier werden die methodischen Ansätze vom Induktivismus zum Konstruktivismus sowie das Transferpotenzial in der Wortschatzarbeit untersucht.
4. Interkulturelles und plurilinguales Lernen mit Musik: Dieses Kapitel stellt ein konkretes Unterrichtskonzept vor, das Rapmusik nutzt, um Mehrsprachigkeit und Interkulturalität im Unterricht zu verknüpfen.
5. Schlusswort: Das Schlusswort fasst die Notwendigkeit zusammen, die lebensweltliche Mehrsprachigkeit der Schüler nicht zu ignorieren, sondern als Potenzial für den Spracherwerb zu nutzen.
Mehrsprachigkeit, Plurilingualität, Interkulturalität, Französischunterricht, Migrationshintergrund, Sprachbewusstheit, Transversale Didaktik, Konstruktivismus, Transfer, Inferenz, Wortschatzarbeit, Lernökonomie, Türkisch, Internationalismen, Schülerschaft
Die Arbeit untersucht, wie migrationsbedingte Mehrsprachigkeit und Plurikulturalität als wertvolle Ressourcen im Französischunterricht genutzt werden können, anstatt sie zu ignorieren.
Die zentralen Themen sind der monolinguale Habitus deutscher Schulen, Mehrsprachigkeitsdidaktik, Interkulturelles Lernen und die Nutzung von Transferpotenzialen bei Schülern.
Das Ziel ist es, ein didaktisches Konzept zu entwickeln, das lebensweltliche Mehrsprachigkeit lernökonomisch in den Französischunterricht einbindet.
Es werden theoretische Analysen didaktischer Konzepte (wie das Iceberg-Modell) mit statistischen Daten zur Schülerschaft und Praxisbeispielen (z.B. Wortlisten) kombiniert.
Der Hauptteil analysiert den monolingualen Habitus, definiert Lernziele wie Plurilingualität, diskutiert Inferenz und Transfer und stellt ein konkretes Unterrichtskonzept mit Musik vor.
Wichtige Begriffe sind Mehrsprachigkeit, Plurilingualität, Interkulturalität, Transversale Didaktik, Inferenz, Transfer und lebensweltliche Mehrsprachigkeit.
Die türkische Sprache dient als Brückensprache, da durch die Ähnlichkeiten im Wortschatz und die große Anzahl türkischsprachiger Schüler ein effizienterer Spracherwerb ermöglicht werden kann.
Musik (speziell Rap) reflektiert die multikulturelle Lebenswirklichkeit der Schüler und bietet authentische, zweisprachige Texte zur Wortschatzarbeit und Textanalyse.
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