Magisterarbeit, 2003
112 Seiten, Note: Sehr gut
1. Einleitung und Problembegegnung
2. Begriffsklärung
2.1 Nicht behinderte Kinder
2.2 Behinderte Kinder
2.3 Integration
2.4 Sonderpädagogisches Zentrum
2.5 Sonderpädagogischer Förderbedarf
2.6 Integrationsklasse
2.7 Zusammenfassung der Kapitel 1 und 2
3. Forschungsstand
4. Untersuchungsdesign
4.1 Pretest
4.2 Modus der Stichprobengewinnung
4.2.1 Auswahl der Schulklassen
4.2.2 Stichprobe und Population
4.3 Zeitraum der Datenerhebung
4.4 Aufbau des Tests
4.5 Die Test-Items
4.5.1 Soziografische Daten
4.5.2 Items zur Leistungsfeststellung, abhängige Variablen
4.6 Durchführung der Testung
4.7 Auswertung
4.8 Wissenschaftliche Gütekriterien
4.8.1 Objektivität
4.8.2 Reliabilität
4.8.3 Validität
5. Statistische Auswertung
5.1 Beschreibung des Datenmaterials
5.2 Soziogene Daten
5.2.1 Verteilung der Geschlechter
5.2.2 Muttersprache der Probandinnen und Probanden
5.3 Test-Items
5.4 Itemschwierigkeiten
5.5 Dimensionen der Test-Beispiele (Datenreduktion)
5.6 Untersuchung der Arbeitshypothesen
5.6.1 Unterschiede zwischen Regel- und Integrationsklassen
5.6.2 Unterschiede zwischen den Geschlechtern
5.6.3 Unterschiede zwischen den Kindern hinsichtlich der Muttersprache
5.7 Zusammenfassung der Auswertungsergebnisse
6. Resümee und Diskussion der Ergebnisse
6.1 Relevanz der Forschungsfrage
6.2 Ausblick
6.2.1 Die Meinung der Österreichischen Volkspartei
6.2.2 Die Meinung der Freiheitlichen Partei Österreichs
6.2.3 Die Meinung der Grünen
6.2.4 Die Meinung der Sozialdemokratischen Partei Österreichs
6.2.5 Konklusion
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht empirisch, ob sich die mathematischen Leistungen von nicht behinderten Kindern in Wiener Integrationsklassen signifikant von denen gleichaltriger Kinder in Regelklassen unterscheiden. Ziel ist es, den weit verbreiteten Vorwurf zu prüfen, dass die Integration behinderter Kinder zu einer Leistungsdeprivation bei nicht behinderten Mitschülern führt.
1 Einleitung und Problembegegnung
In Österreich haben Kinder mit Behinderungen ein verbrieftes Recht auf schulische Integration. Dieses Recht de facto umzusetzen bedarf es einer bestimmten Anzahl von nicht behinderten Kindern, deren Eltern einer Integration zustimmen. Freiwilligkeit ist von beiden Seiten gefordert und auch sinnvoll.
Im Rahmen meiner 25-jährigen Tätigkeit als Volksschullehrerin in Wien begegnet mir jedoch oft das Problem, dass Eltern nicht behinderter Kinder sich weigern, ihre Söhne und Töchter in Integrationsklassen einschulen zu lassen. Der weit verbreitete Hauptvorwurf lautet, Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf würden durch ihr intensives Beanspruchen pädagogischer Obsorge den Lernfortschritt auch der nicht behinderten Mitschülerinnen und Mitschüler bremsen und damit das Leistungsniveau der gesamten Klasse drücken.
1 Einleitung und Problembegegnung: Einführung in die Thematik der schulischen Integration in Österreich und Darstellung des Vorwurfs der möglichen Leistungsverschlechterung durch Integration.
2 Begriffsklärung: Definition zentraler Begriffe wie Integration, Behinderung, Integrationsklasse und Sonderpädagogisches Zentrum, um eine wissenschaftliche Basis zu schaffen.
3 Forschungsstand: Überblick über existierende empirische Studien zur schulischen Integration im deutschsprachigen Raum und deren Ergebnisse zur Leistungsentwicklung.
4 Untersuchungsdesign: Detaillierte Beschreibung der angewandten Testmethodik, der Stichprobengewinnung in Wiener Schulen sowie der statistischen Gütekriterien.
5 Statistische Auswertung: Darstellung und Analyse der erhobenen Daten, inklusive der Überprüfung der Arbeitshypothesen mittels inferenzstatistischer Verfahren.
6 Resümee und Diskussion der Ergebnisse: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse unter Berücksichtigung der Forschungsfrage sowie Ausblick auf die politische Zukunft der Integration in Österreich.
Schulische Integration, Integrationsklasse, Regelklasse, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Mathematische Leistung, Empirische Untersuchung, Wien, Volksschule, Bildungsforschung, Leistungshypothese, Inklusion, Sonderpädagogik, Schülerleistungen, Testverfahren, Bildungspolitik.
Die Arbeit untersucht, ob die Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Regelschulen Auswirkungen auf die mathematischen Leistungen der nicht behinderten Mitschüler hat.
Im Mittelpunkt stehen die schulische Integration in Österreich, die empirische Messung mathematischer Lernleistungen in heterogenen Gruppen und der Vergleich zwischen Integrations- und Regelklassen.
Ziel ist es, zu überprüfen, ob der Vorwurf, dass durch Integration die Leistung der nicht behinderten Kinder sinkt, empirisch haltbar ist oder ob dieser als Vorurteil widerlegt werden kann.
Die Autorin nutzt einen schriftlichen Gruppentest (basierend auf modifizierten standardisierten Tests wie AST 2 und AST 3) an 441 Schülern, um mathematische Kompetenzen zu erheben, und wertet diese statistisch mit Programmen wie SPSS aus.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung der Begriffe, eine Aufarbeitung des bisherigen Forschungsstandes, die detaillierte Beschreibung des Untersuchungsdesigns sowie die statistische Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.
Schulische Integration, Integrationsklasse, sonderpädagogischer Förderbedarf, mathematische Leistung, empirische Leistungsvergleiche und Bildungspolitik in Österreich.
Ja, die Auswertung ergab in einigen Dimensionen signifikante Unterschiede, wobei Knaben in den gemessenen mathematischen Fähigkeiten insgesamt tendenziell bessere Ergebnisse erzielten als Mädchen.
Die Studie konnte keine signifikanten Mittelwertunterschiede feststellen, die darauf hindeuten würden, dass die Muttersprache einen entscheidenden Einfluss auf die untersuchten mathematischen Testergebnisse hat.
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