Masterarbeit, 2012
82 Seiten, Note: 2,6
1 Einleitung
2 Begriffsklärung
2.1 Behinderung
2.2 Extinktion
2.3 Exklusion
2.4 Separation
2.5 Integration
2.6 Inklusion
2.7 Vergleich Integration und Inklusion
2.8 Inklusive Schule
2.9 Gute Schule
2.10 Gute inklusive Schule
2.11 Schulhelfer
2.12 Zielgleich
2.13 Zieldifferent
3 Warum überhaupt Inklusion
3.1 Vorteile der Inklusion
3.2 Nachteile oder Probleme der Inklusion
4 Beispiele „funktionierender“ inklusiver Schulen
4.1 Beispiele in Deutschland
4.1.1 Waldschule Flensburg
4.1.2 Saarbrücker Grundschule am Ordensgut
4.1.3 Freie Ganztagsgrundschule SteinMalEins
4.1.4 Regine-Hildebrandt-Schule Birkenwerder
4.1.5 Montessori-Schule Borken
4.1.6 Gemeinschaftsgrundschule Brückenstraße, Eitorf
4.1.7 Gemeinschaftsgrundschule Wolperath-Schönau
4.1.8 Michaeli-Schule Köln (Freie Waldorfschule)
4.1.9 Sophie-Scholl-Schule Gießen
4.1.10 Grundschule Berg Fidel Münster
4.1.11 Clara-Grunwald-Schule Hamburg
4.1.12 Heinrich-Zille-Grundschule Berlin
4.1.13 Montessori-Gesamtschule Potsdam
4.1.14 Integrative Waldorfschule Emmerdingen
4.1.15 Gemeinschaftsgrundschule Pannesheide Herzogenrath
4.2 Zusammenfassung typischer Eigenschaften von inklusiven Schulen
4.3 Besonderheiten inklusiver Schulen
5 Was fehlt Schulen, wo Inklusion nicht funktioniert?
5.1 Was ist die Begründung, dass es nicht funktioniert?
5.2 Was wird für die Inklusion an Schulen gewünscht?
5.3 Kriterien für eine gute inklusive Schule
5.3.1 Schulkultur
5.3.2 Leitung
5.3.3 Strukturen
5.4 Zusammengefasste Kriterien für eine gute inklusive Schule
6 Ausblick
7 Fazit
8 Literatur
8.1 Quellen
8.2 Sonstiges
9 Anhang
9.1 Inklusion kann an meiner Schule nicht funktionieren, weil …
9.2 Wünsche zur Inklusion-Thread
Die Arbeit untersucht die zentrale Fragestellung, was Grundschulen fehlt, in denen Inklusion scheinbar nicht funktioniert oder abgelehnt wird. Ziel ist es, anhand von Praxisbeispielen erfolgreich arbeitender inklusiver Schulen Kriterien für eine gelingende inklusive Schulpraxis zu identifizieren und den Stellenwert von Lehrerhaltung und Rahmenbedingungen zu klären.
2.6 Inklusion
Inklusion kommt aus dem Lateinischen, von includo und heißt einschließen, einsperren und davon abgeleitet, inclusion, was Einschließung, Einsperrung bedeutet, was auf den ersten Blick nicht positiv besetzt klingt. Nach dieser Übersetzung bedeutet aber Inklusion, dass die Gesellschaft aus allen Individuen zusammengesetzt ist und es kein Innen und Außen gibt und somit auch keine Zwei-Klassen-Gesellschaft. In der Inklusion hat das Kind bzw. der Mensch mit Beeinträchtigungen das Recht auf Selbstbestimmung und Gleichheit. Somit ist die Inklusion im Bildungsbereich der Versuch, alle Barrieren in Bildung und Erziehung für alle Schüler auf ein Minimum zu reduzieren.
Somit geht nach Leiprecht die Inklusion von dem Kind und dessen Bedürfnissen und Besonderheiten aus. Sie ist eine Antwort auf die Vielfalt Aller und lässt keine Aussonderung zu, weshalb sich hier im Gegensatz zu der Integration die Schule am Kind ausrichten muss. Daher ist die Inklusion nach Barkowsky eine individuums- und institutsorientierte Integration, die diese ersetzt und per Konzeption alle Kinder zu Mitgliedern der (Lern-) Gruppe werden lässt.
Bei der Inklusion wird nach Anderlik jedes einzelne Mitglied der Gesellschaft akzeptiert und als gleichwertig anerkannt. Jeder fühlt sich somit selbst als Person verantwortlich und bringt sich nach seinen Möglichkeiten in jeglicher Art ein.
Die Inklusion beginnt also schon im Elternhaus und wird dann in Kindergarten, Schule und Hort fortgeführt.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, was Grundschulen fehlt, in denen Inklusion nicht gelingt, und betont die Bedeutung der Lehrerhaltung.
2 Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Behinderung, Exklusion, Separation, Integration und Inklusion, um ein einheitliches Verständnis für die Arbeit zu schaffen.
3 Warum überhaupt Inklusion: Das Kapitel erörtert die Notwendigkeit von Inklusion auf Basis der UN-Konvention und beleuchtet sowohl die Vorteile als auch die Probleme in der Umsetzung.
4 Beispiele „funktionierender“ inklusiver Schulen: Hier werden verschiedene deutsche Schulen porträtiert, die inklusive Ansätze erfolgreich umsetzen, um daraus typische Merkmale abzuleiten.
5 Was fehlt Schulen, wo Inklusion nicht funktioniert?: Dieses Kapitel analysiert Lehrerstimmen zu Hindernissen bei der Inklusion und entwickelt daraus Kriterien für eine gute inklusive Schule.
6 Ausblick: Der Ausblick zeigt notwendige Veränderungen auf politischer und struktureller Ebene auf, um Inklusion flächendeckend zu ermöglichen.
7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Inklusion primär eine Frage der Lehrerhaltung ist und auch ohne ideale Rahmenbedingungen durch Freiwilligkeit und Netzwerke beginnen kann.
Inklusion, Integration, Inklusive Schule, Schulentwicklung, Heterogenität, Grundschulpädagogik, Sonderpädagogik, Teamarbeit, Lehrerhaltung, Barrierefreiheit, Gemeinsames Lernen, Schulkultur, Förderschwerpunkt, Differenzierung, Bildungsgerechtigkeit.
Die Masterarbeit untersucht die Kriterien für eine gut funktionierende inklusive Schule im Grundschulbereich und analysiert, warum Inklusion an manchen Schulen scheitert.
Die Themen umfassen die begriffliche Abgrenzung von Inklusion und Integration, die Erhebung von Vorteilen und Problemen sowie die Identifikation von Gelingensbedingungen anhand von Praxisbeispielen.
Ziel ist es zu klären, was Schulen fehlt, an denen Inklusion nicht funktioniert, und welche spezifischen Merkmale inklusive Schulen von anderen unterscheiden.
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche und die Auswertung von Porträts funktionierender inklusiver Schulen sowie von Lehrerstimmen zu den Herausforderungen der Inklusion.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung, die theoretische Begründung der Inklusion, eine umfangreiche Darstellung von Beispielen inklusiver Schulen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Barrieren und gewünschten Rahmenbedingungen.
Die Arbeit fokussiert sich auf Begriffe wie Inklusion, Heterogenität, Schulentwicklung, Teamarbeit und die Rolle der Lehrerhaltung.
Die Autorin kritisiert, dass ein Teil der Sonderpädagogen durch das Festhalten an Sonderschulstrukturen eher gegen die Inklusion arbeitet, anstatt den Prozess als Unterstützung in Regelschulen mitzutragen.
Eine starke Schulleitung, die sich klar zur Inklusion bekennt und mit positivem Beispiel vorangeht, ist laut der Autorin ein wesentliches Kriterium für den Erfolg der Inklusion.
Obwohl bauliche Aspekte oft genannt werden, kommt die Autorin zum Schluss, dass die Einstellung der Lehrer das Haupthindernis ist; bauliche Probleme lassen sich meist kreativ lösen.
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