Examensarbeit, 2004
52 Seiten, Note: Gut
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Zum Begriff „Selbständigkeit“
2.2 Die Methode „Stationenarbeit“
3 ZIELE DES UNTERRICHTSVERSUCHS
4 PLANUNG DES UNTERRICHTSVERSUCHS
4.1 Lerngruppenbeschreibung
4.2 Didaktisch-methodische Überlegungen
4.2.1 Auswahl der Methode der Stationenarbeit
4.2.2 Auswahl des Themas und der Lehrplanbezug
4.2.3 Sachanalyse
4.2.4 Die Auswahl der Lernangebote
4.2.5 Der Aufbau der Stationen
4.2.6 Zum Unterrichtsablauf
5 DARSTELLUNG UND REFLEXION AUSGEWÄHLTER UNTERRICHTSTEILE
5.1 Die erste Arbeitsphase an den Stationen
5.1.1 Auswertung
5.2 Die Kontrolle durch die Experten
5.2.1 Auswertung
5.3 Ergebnissicherung im Abschlussgespräch
5.3.1 Auswertung
6 SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht das Ziel, selbständiges Lernen in einer zweiten Grundschulklasse durch den gezielten Einsatz einer Stationenarbeit zum Themenbereich „Sinne“ anzubahnen und zu fördern. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Kann das selbständige Lernen mit der von mir ausgearbeiteten Stationenarbeit in dieser Lerngruppe angebahnt werden?“
5.1 Die erste Arbeitsphase an den Stationen
Zunächst möchte ich die erste Arbeitsphase an den Stationen beschreiben, da sich hier besonders deutlich herausgestellt hat, in wie weit die von mir ausgearbeitete Stationenarbeit den Schülern die Organisation ihrer Arbeit und die selbständige Bearbeitung der Arbeitsaufträge ermöglichte. Im Falle von Jerom, Marcio und Merten werde ich kurz meine Beobachtungen der weiteren Stunden anschließen, um die weitere Entwicklung zu beschreiben.
Die meisten Schüler versuchten zunächst einen Arbeitspartner zu finden, bevor sie sich den Stationen zuwandten. Einige Schüler hatten sich bereits in der Einführungsphase durch nonverbale Kommunikation zu Partnern zusammengefunden, trennten sich zum Teil aber wieder, als sie sich nicht auf eine Anfangsstation einigen konnten. Die Klasse verteilte sich gleichmäßig auf die Stationen, ohne dass es Auseinandersetzungen gab. Dennoch war zu beobachten, dass die Stationen mit den Spielen besonders gerne in Anspruch genommen wurden und sich die Schüler darüber einigen mussten, wer mit diesen Stationen beginnen darf. Wer eine Station anfing, suchte sich einen freien Platz. Eine Gruppe hatte sich gefunden, um zusammen das Geräusche-Memory zu spielen und ging dazu in den Nebenraum. An einem Tisch fanden sich nach und nach vier Kinder zusammen, die alle an der Station „So ist unser Ohr aufgebaut“ arbeiteten. Sie bearbeiteten das Arbeitsblatt alleine, fragten aber bei Schwierigkeiten die Tischnachbarn. Als einmal gemeinsam keine Lösung gefunden wurde, wurde ich an den Tisch gerufen.
1 EINLEITUNG: Darstellung der Bedeutung von Selbständigkeit in der Grundschule und Begründung der Wahl der Stationenarbeit für die spezifische Lerngruppe.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Erarbeitung des Begriffs Selbständigkeit und Herleitung der Stationenarbeit als geeignete Unterrichtsmethode zur Anbahnung dieses Ziels.
3 ZIELE DES UNTERRICHTSVERSUCHS: Definition konkreter Kriterien zur Bewertung der Selbständigkeit der Schüler, wie z.B. Organisation der Arbeit und Durchführung der Aufträge.
4 PLANUNG DES UNTERRICHTSVERSUCHS: Beschreibung der Lerngruppe und der didaktisch-methodischen Überlegungen zur thematischen und organisatorischen Gestaltung der Unterrichtseinheit.
5 DARSTELLUNG UND REFLEXION AUSGEWÄHLTER UNTERRICHTSTEILE: Analyse von Beobachtungen aus verschiedenen Arbeitsphasen sowie Auswertung der Wirksamkeit des Expertensystems und der Ergebnissicherung.
6 SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK: Beantwortung der Leitfrage und Reflexion der erzielten Ergebnisse sowie Ableitung von Vorschlägen für zukünftige Unterrichtsplanungen.
Stationenarbeit, Selbständigkeit, Selbstorganisation, Sachunterricht, Grundschule, Lerngruppe, Expertensystem, Sinneserfahrungen, offener Unterricht, Selbsttätigkeit, Lernprozesse, Unterrichtsmethode, Differenzierung, Lernziele, Unterrichtsversuch
Die Arbeit dokumentiert einen Unterrichtsversuch in einer zweiten Grundschulklasse, bei dem mittels einer Stationenarbeit zum Thema „Sinne“ die Selbständigkeit der Kinder gefördert werden soll.
Die zentralen Felder sind die Förderung des selbständigen Lernens, der Einsatz der Methode „Stationenarbeit“ und die inhaltliche Auseinandersetzung mit der menschlichen Sinneswahrnehmung.
Die Kernfrage lautet, ob das selbständige Lernen in der konkreten Lerngruppe durch die eigens ausgearbeitete Stationenarbeit angebahnt werden kann.
Die Autorin nutzt die Methode der teilnehmenden Beobachtung während des Unterrichts und reflektiert diese anhand definierter Kriterien zur Selbständigkeit der Lernprozesse.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die detaillierte Planung des Unterrichtsversuchs sowie die Darstellung und Reflexion ausgewählter Unterrichtsteile, inklusive der Experten-Kontrolle.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Stationenarbeit, Selbstorganisation, Selbständigkeit, Sachunterricht und offener Unterricht charakterisiert.
Für diese Schüler, wie zum Beispiel Merten, wurden individuelle Hilfestellungen wie die Zuweisung fester Arbeitspartner oder kleinschrittigere Aufgabenarrangements etabliert.
Das Expertensystem dient dazu, Verantwortung von der Lehrkraft auf die Schüler zu übertragen, indem diese gegenseitige Hilfestellungen geben und die Arbeitsergebnisse kontrollieren.
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