Magisterarbeit, 2014
101 Seiten, Note: 1,1
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Werk des Autors Joachim Lottmann, dessen literarische und journalistische Arbeiten bislang wenig Beachtung in der Literatur- und Medienwissenschaft gefunden haben. Die Arbeit verfolgt das Ziel, eine eigene Poetik für Lottmanns Werke zu entwickeln, die sich aus der Poetik des New Journalism speist. Dabei liegt der Fokus auf der strategischen Selbstinszenierung des Autors, die eine Unentscheidbarkeit zwischen der vermeintlich realen Person Joachim Lottmann und den Protagonisten seiner Reportagen und Romane schafft.
Die Einleitung stellt die Forschungslücke und die Zielsetzung der Arbeit dar. Sie beleuchtet die Besonderheiten von Lottmanns Werk und die Gründe für die bisherige fehlende wissenschaftliche Auseinandersetzung.
Kapitel 2 liefert die kommunikationstheoretischen Grundlagen für die Analyse von Lottmanns Texten. Es werden wichtige Konzepte der Rhetorik, wie Kode, Zeichen, Text und Medium, erläutert. Außerdem wird die Rolle des Autors und der Autorschaft in der Kommunikation beleuchtet.
Kapitel 3 untersucht die Selbstpoetik von Joachim Lottmann. Es werden die Konzepte der Autofiktion, der Repragmatisierungsdruck, der Inszenierung sowie Agon und Ethos diskutiert. Der Fokus liegt auf der strategischen Selbstinszenierung des Autors und der Verwischung der Grenzen zwischen Roman und Reportage.
Kapitel 4 analysiert die Romane von Joachim Lottmann. Die Kapitelübersichten fokussieren auf die zentralen Themen und Argumente der Romane, ohne jedoch zu spoilern.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen Themen der Autorschaft, der Autofiktion, dem New Journalism, der Inszenierung, der Grenzverwischung zwischen Fiktion und Faktualität, der rhetorischen Strategie, der kommunikativen Spielregel, sowie der Kritik am Literaturbetrieb.
Lottmann ist ein deutscher Autor, dessen Werk zwischen Popliteratur und investigativem bzw. inszeniertem Journalismus angesiedelt ist.
Es beschreibt einen Stil, der sich nicht strikt an Fakten hält, sondern die Grenzen zwischen Reportage und Fiktion bewusst verwischt.
Lottmann zielt auf eine Unentscheidbarkeit zwischen seiner realen Person und den Protagonisten seiner Texte ab (Autofiktion).
Seine Texte rufen oft heftige Reaktionen, Zweifel an der journalistischen Kompetenz und Kritik an seinem frauenverachtenden Schreibstil hervor.
Lottmann nutzt Techniken des New Journalism, um subjektive Erfahrungen und literarische Formen in den Journalismus zu integrieren.
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