Bachelorarbeit, 2013
28 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Was ist eine Erzählung / narratio?
2.1. Vorkommen
2.2. Eigenschaften
2.3. Homo narrans/ Homo ludens
2.4. Narration – Bezug zur Rhetorik
2.5. Übergreifende Modelle des Erzähltextes: Kommunikationsmodell & Zwei-Ebenen-Modell nach Jahn und Nünning
3. Narratives Paradigma – Theorie von Walther Fisher: The rational world paradigm vs the narrative paradigm – Kritische Betrachtung
4. Medien: Ronald Reagan
4.1. Ronald Reagans Medienstrategie
4.2. Das persönliche Verhältnis Ronald Reagans mit den nationalen Medien
4.3. War Ronald Reagan ein Narrator?
4.4. Die Rhetorik des Ronald Reagan
4.4.1. Reagans Glaubensbezüge
4.4.2 Stilmerkmale
5. Schluss
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die rhetorische Wirksamkeit von Ronald Reagan, insbesondere unter dem Aspekt der Narration. Es wird analysiert, inwieweit Reagan als "Narrator" agierte, wie er sein Verhältnis zur Medienlandschaft strategisch gestaltete und welche Rolle religiöse sowie bürgernahe Narrative dabei spielten, um eine hohe Popularität und politische Überzeugungskraft zu erreichen.
4.1. Ronald Reagans Medienstrategie
Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hat mehrere Ämter inne, so ist er beispielsweise Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Leiter der Exekutive und Chefdiplomat seines Landes. Im Gegensatz zu Deutschland kann sich der Präsident der USA der sicheren Unterstützung eigener Parteikollegen im Kongress nicht sicher sein. Um jedoch diese, aber auch Behörden, Lobbyisten und auch die öffentliche Meinung von seinen politischen Planungen und Zielen zu überzeugen, bedarf es direkter moderner Kommunikation mit der Bevölkerung, sei es via Fernsehen, dem Internet oder den Printmedien. Diese Informationsvermittlung ist deswegen so enorm wichtig, da der Präsident kontinuierlich öffentliche Unterstützung sowohl für sich als auch für seine Politik mobilisieren muss. Des Weiteren ist er darauf bedacht, mit den Wählern in Kontakt zu bleiben hinsichtlich seiner Wiederwahl. Als dritten und letzten Punkt zielt jeder Präsident darauf ab, das Prestige und den Einfluss seines Amtes zu erhöhen. Der Präsident nutzt das breitgefächerte Medienangebot sowohl als Sender als auch als Rezipient. So gelten die Medien für ihn als Informationsgrundlage über gegenwärtige Begebenheiten, sowie als eine Art Feedback über Themen, welche die Bevölkerung bewegt und er Stellung dazu nehmen sollte. Zudem vermitteln sie dem Präsidenten ein realitätsnäheres und neutraleres Bild als die regierungseigenen Kommunikationskanäle.
Das Verhältnis zwischen dem Staatsoberhaupt der USA und der Medienlandschaft generell lässt sich am besten einerseits mit einer gegenseitigen Wechselbeziehung und andererseits mit tiefgründigen Gegensätzen charakterisieren. So benötigt der Präsident die Medien als eine Art Lautsprecher seinerseits und die Medien – eine autonome Kontrollinstanz politischer Macht (Vierte Gewalt) – den Präsidenten als eine nationale Führungspersönlichkeit mit beständigem und hohem Nachrichtenwert. Unter tiefgründigen Gegensätzen sind meistens subjektive Ansichten wie beispielsweise ungerechte Behandlung aus Sicht des Politikers zu verstehen. Fakt jedoch ist, dass es bei Meinungsverschiedenheiten stets ein Bemühen auf Kooperation gibt und in Zeiten guter und kooperativer Zusammenarbeit stets eine gewisse Spannung bzw. Konfrontation vorliegt. Trotzdem kann man hier von einer Symbiose sprechen, da letzten Endes beide voneinander profitieren.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der rhetorischen Fähigkeiten Ronald Reagans ein und stellt die Forschungsfrage nach seiner Wirkung als Narrator und seinem Verhältnis zu den Medien.
2. Was ist eine Erzählung / narratio?: Dieses Kapitel definiert theoretische Grundlagen der Narration, beleuchtet ihre Eigenschaften und ordnet sie in den rhetorischen Kontext sowie in kommunikationswissenschaftliche Modelle ein.
3. Narratives Paradigma – Theorie von Walther Fisher: The rational world paradigm vs the narrative paradigm – Kritische Betrachtung: Hier wird Walter Fishers Theorie diskutiert, die menschliche Kommunikation als Erzählprozess versteht und dem rationalen Paradigma gegenüberstellt.
4. Medien: Ronald Reagan: In diesem zentralen Kapitel wird die Medienstrategie, das Verhältnis zu Journalisten und die rhetorische Praxis des Präsidenten analysiert, wobei besonders die religiösen Bezüge und spezifische Stilmerkmale untersucht werden.
5. Schluss: Das Fazit bestätigt die These, dass Reagan durch seine gezielte narrative Strategie und Rhetorik erfolgreich als "Narrator" agierte und damit seine politische Reputation maßgeblich prägte.
Ronald Reagan, Rhetorik, Narration, Narrator, Medienstrategie, Narrative Paradigm, Homo narrans, Politische Kommunikation, USA, Glaubensbezüge, Rhetorische Stilmittel, Kommunikation, Überzeugung, Öffentliche Wahrnehmung, Präsidentschaft.
Die Arbeit analysiert Ronald Reagan unter rhetorischen Gesichtspunkten und untersucht, wie er als "Erzähler" (Narrator) fungierte, um seine politische Agenda erfolgreich in der US-amerikanischen Bevölkerung zu platzieren.
Die zentralen Themenfelder sind die Theorie der Narration, das Verhältnis zwischen politischen Akteuren und den Medien sowie die rhetorische Gestaltung der Präsidentschaft Reagans.
Die Arbeit geht der Frage nach, inwiefern Ronald Reagan durch gezielte narrative Rhetorik und ein bewusstes Medienmanagement seine politische Wirksamkeit und Popularität steuern konnte.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische fundierte Analyse rhetorischer Ansätze, insbesondere unter Einbeziehung des "Narrative Paradigm" von Walter Fisher und soziologischer Modelle zur Kommunikation.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit Reagans Medienstrategie, seinem ambivalenten Verhältnis zu Journalisten und einer Stilanalyse seiner Reden, inklusive seiner religiösen Rhetorik.
Wesentliche Begriffe sind Narration, Rhetorik, "Narrator", Medienstrategie, "Narrative Paradigm" sowie politische Glaubwürdigkeit.
Reagan wird als solcher bezeichnet, weil er komplexe politische Themen regelmäßig in narrative Geschichten verpackte, um die Gefühlsebene der US-Bürger anzusprechen und Mythen über die Einmaligkeit der USA zu kreieren.
Die Religion diente Reagan dazu, sich als moralische Instanz und "Priester"-Figur zu inszenieren, die Zuversicht vermittelte und politische Entscheidungen durch einen religiös konnotierten Rahmen legitimierte.
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