Masterarbeit, 2014
86 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Abgrenzung unterschiedlicher Gewaltbegriffe
1.1 Gewalt
1.2 Aggression
1.3 Mobbing
2. Wie äußert sich Mobbing?
2.1 Welche Mobbingformen werden unterschieden?
2.1.1 direktes Mobbing
2.1.2 indirektes Mobbing
2.2 Der Verlauf eines Mobbingprozesses
2.3 Mobbingrollen
3. Mobbing an deutschen Schulen
3.1 Kennzeichen von Mobbing
3.2 Die Rollen beim Mobbing in der Klasse
3.2.1 Beteiligte Personen auf der Mikroebene
3.2.1.1 Die Täter
3.2.1.2 Die Opfer
3.2.1.2.1 Passive Opfer
3.2.1.2.2 Provozierende Opfer
3.2.2 Beteiligte Personen auf der Mesoebene
3.2.2.1 Die Mitschüler und Mitschülerinnen
3.2.3 Die Beziehung zwischen den Tätern und dem Opfer
3.2.4 Beteiligte Personen auf der Makroebene
3.2.4.1 Die Rolle der Lehrkräfte
3.2.4.2 Die Rolle der Eltern
4. Theoretische Erklärungsansätze und Stand der empirischen Forschung
4.1 Wie wird Mobbing gemessen? Forschungsmethodik
4.2 Ursachen des Mobbings
4.2.1 Risikoerhöhende Bedingungen
4.2.1.1 Einfluss der Erziehung und der Familie
4.2.1.2 Einfluss der Schule
4.2.1.3 Einfluss der Peer-Group
4.2.1.4 Gesellschaftliche Bedingungen
4.2.2 Risikomindernde Bedingungen
4.2.2.1 Einfluss der Erziehung und der Familie
4.2.2.2 Einfluss der Schule
4.2.2.3 Einfluss der Peer-Group
4.2.3 Welche Faktoren haben keinen Einfluss auf Mobbing?
4.2.3.1 Schul- und Klassengröße
4.2.3.2 Der Schulstandort
5. Mobbing und die Folgen für die betroffenen Schüler
5.1. Folgen für die Opfer
5.1.1 Die körperlichen Auswirkungen
5.1.2. Die seelischen Auswirkungen
5.2 Folgen für die Täter
5.3. Auswirkungen auf die Klassenatmosphäre
6. Maßnahmen gegen Mobbing
6.1 Rechtliche Aspekte schulischer Gewalt
6.2 Maßnahmen auf der Schulebene
6.3 Maßnahmen auf der Klassenebene
6.4 Maßnahmen auf der persönlichen Ebene
7. Programme und Konzepte gegen Mobbing
7.1 Das Anti-Bullying-Konzept nach Olweus
7.2 Der „No Blame Approach“
7.3 Die „Farsta-Methode“
7.4 Das „Fairplayer-Programm“
7.5 Das Streitschlichterprogramm
8. Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Ursachen, Folgen und Präventionsmaßnahmen von Mobbing unter Schülern, um Lehrkräften fundierte Handlungsmöglichkeiten an die Hand zu geben, mit denen sie betroffene Opfer unterstützen und Mobbingprozesse effektiv stoppen können.
1.2 Aggression
In wissenschaftlichen Analysen wird ,,Aggression als eine Handlung definiert, die mit der Intention ausgeführt wird, eine Schädigung oder Verletzung eines anderen zu bewirken“ (Bierhoff 2006, S. 169). Die Definition besagt, dass die ausgeführte Aggression freiwillig und mit Absicht erfolgt. Wie die Aggression zustande kommt und ob diese gerechtfertigt werden kann, sagt die Definition nicht aus.
Aggressionen können in vier verschiedenen Formen vorkommen:
◦ offen (verbal; körperlich)
◦ verdeckt (nonverbal)
◦ positiv (alle Aggressionen, die als legitim angesehen werden, wie z.B. beim Boxen oder beim Fußball)
◦ negativ (nicht legitime Aggressionen)
Als weniger aggressiv werden Handlungen angesehen, die dem eigenen Schutz dienen oder jene, die unter Zwang und Legitimität ausgeführt werden.
1. Abgrenzung unterschiedlicher Gewaltbegriffe: Dieses Kapitel definiert und differenziert die Begriffe Gewalt, Aggression und Mobbing als Grundlage für die Untersuchung.
2. Wie äußert sich Mobbing?: Es werden verschiedene Mobbingformen (direkt/indirekt, verbal/physisch/relational), der Prozessverlauf sowie die spezifischen Rollen innerhalb des Mobbings erläutert.
3. Mobbing an deutschen Schulen: Hier liegt der Fokus auf der Identifikation von Mobbing, der Rollenverteilung in Schulklassen und der Verantwortung der beteiligten Akteure (Mikro-, Meso- und Makroebene).
4. Theoretische Erklärungsansätze und Stand der empirischen Forschung: Dieses Kapitel widmet sich der Messmethodik sowie der wissenschaftlichen Analyse der Ursachen, wobei risikoerhöhende und risikomindernde Bedingungen untersucht werden.
5. Mobbing und die Folgen für die betroffenen Schüler: Hier werden die körperlichen und seelischen Auswirkungen auf Opfer und Täter sowie die negativen Konsequenzen für das Klassenklima dargelegt.
6. Maßnahmen gegen Mobbing: Das Kapitel bietet einen Überblick über rechtliche Aspekte sowie praktische Interventionsmöglichkeiten auf Schul-, Klassen- und persönlicher Ebene.
7. Programme und Konzepte gegen Mobbing: Es werden spezifische Präventions- und Interventionskonzepte wie das Anti-Bullying-Konzept nach Olweus oder der No Blame Approach detailliert vorgestellt und bewertet.
8. Fazit: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Mobbing als gesamtgesellschaftliche Aufgabe innerhalb der Schule anzugehen.
Mobbing, Bullying, Schulgewalt, Prävention, Intervention, Opfer, Täter, Bystander, soziale Kompetenz, Klassenklima, Erziehungsstil, Peer-Group, Lehrerrolle, Konfliktregelung, Aggression
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen Mobbing an deutschen Schulen, analysiert dessen Ursachen und Folgen und stellt wirksame Maßnahmen zur Unterbindung vor.
Zentrale Felder sind die Definition von Mobbing, die Analyse der beteiligten Rollen (Täter/Opfer/Zuschauer), die Bedingungen in der Familie und Schule sowie die Evaluation von Anti-Mobbing-Programmen.
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Lehrkräfte Mobbing erkennen, präventiv vermeiden und aktiv durch geeignete Interventionsmaßnahmen beenden können.
Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse und wertet aktuelle Studien sowie Kriminalstatistiken zur Gewaltentwicklung an Schulen aus.
Der Hauptteil gliedert sich in die Abgrenzung von Gewaltbegriffen, die detaillierte Analyse von Mobbingformen und -rollen sowie die Darstellung zahlreicher Präventions- und Interventionskonzepte.
Zu den Schlüsselbegriffen gehören Mobbing, Bullying, Schulgewalt, Prävention, Intervention sowie die verschiedenen beteiligten sozialen Rollen innerhalb der Klasse.
Diese Unterscheidung ist essenziell, da indirektes Mobbing, wie etwa Ausgrenzung oder Gerüchte, für Lehrkräfte oft schwerer wahrnehmbar ist, aber dennoch gravierende psychische Folgen haben kann.
Lehrkräfte tragen eine zentrale Verantwortung. Sie müssen Anzeichen frühzeitig erkennen, durch klare Regeln ein sicheres Umfeld schaffen und bei Mobbingfällen aktiv intervenieren, anstatt die Situation zu ignorieren.
Während der Ansatz von Olweus stark strukturiert und sanktionierend arbeitet, verzichtet der "No Blame Approach" bewusst auf Schuldzuweisungen und Bestrafungen, um das Problem durch gemeinsames Finden von Lösungen zu lösen.
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