Bachelorarbeit, 2014
103 Seiten
1 PROBLEMAUFRISS UND ZIELSTELLUNGEN
2 DYSKALKULIE
2.1 Einleitung
2.2 Begriffsklärung
2.3 Ursachen für Rechenschwäche
2.3.1 Biologische Faktoren
2.3.2 Psychische Faktoren
2.3.3 Soziale Faktoren
2.4 Resümee
3 DIAGNOSE VON DYSKALKULIE IN DER SCHULE
3.1 Einleitung
3.2 Lehrstoff der Grundstufe I. in Verbindung mit den Bildungsstandards für Mathematik in der 4. Schulstufe
3.3 Symptomatik von Rechenschwäche
3.4 Diagnostik
3.5 Standardisiertes Rechenverfahren: ERT 1+ (Eggenberger Rechentest)
3.5.1 Kognitive mathematische Grundfähigkeiten
3.5.2 Mathematische Ordnungsstrukturen
3.5.3 Algebraische Strukturen
3.5.4 Angewandte Mathematik
3.5.5 Anleitung und Durchführung des ERT 1+
3.6 Resümee
4 FÖRDERMÖGLICHKEITEN
4.1 Einleitung
4.2 Grundsätze der Förderung
4.3 Geeignete Fördermaterialien
4.4 Vorteilhafte Methoden
4.5 Erstellung eines Förderkonzeptes
4.6 Resümee
5 EIGENE UNTERSUCHUNGEN
5.1 Einleitung
5.2 Forschungsmethode: Die Fallstudie
5.3 Beobachtung
5.4 Ausgangslage des Kindes
5.5 Auswertung der ersten Testung und Interpretation der Testergebnisse
5.6 Formulieren von Förderschwerpunkten und Zielsetzungen
5.7 Fakten und Ablauf der Fördersituation
5.8 Erneute Testung des Kindes und Vergleich
5.9 Bezug zu mathematischen Kompetenzen der Bildungsstandards
5.10 Resümee
6 ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Phänomen Dyskalkulie bei einem Grundschulkind und evaluiert, inwiefern sich durch gezielte, individuell maßgeschneiderte Fördermaßnahmen positive Veränderungen in den mathematischen Kompetenzen erzielen lassen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Wirksamkeit von Förderplänen in einem exemplarischen Fallbeispiel.
3.3 Symptomatik von Rechenschwäche
Dyskalkulie äußert sich bei jedem Kind individuell und anders, deshalb ist es schwer zu definieren, welches Verhalten bzw. welche Fehler auf Rechenschwäche hinweisen. Laut LANDERL und KAUFMANN sind bereits in den Entwicklungsphasen vor der Schule Auffälligkeiten im mathematischen Verständnis zu erkennen. Besonders in den ersten beiden Schuljahren ist es nicht einfach, Rechenschwäche zu diagnostizieren, da es Kinder wegen der Fülle von anderen Aktivitäten oft schaffen die Rechenschwäche zu verbergen. So muss ein Kind in den ersten beiden Schuljahren gar nicht als solches auffallen. Spätestens in der Sekundarstufe jedoch scheitert dieses Kind an seinem mathematischen Grundverständnis, welches nun benötigt wird, um spezielle Sach- und Rechenaufgaben lösen zu können. Dennoch ist eine frühzeitige Erkennung nicht unmöglich. GAIDOSCHIK gibt dazu einen klaren Hinweis:
„Die Früherkennung von Rechenschwäche erfordert […] in vielen Fällen, dass nicht die Resultate des kindlichen Rechnens berücksichtigt werden. Sondern es muss überprüft werden, auf welche Weise diese Resultate zustande kommen.“
Jede Art von Dyskalkulie ist individuell und deshalb hat auch jedes Kind seine ganz persönliche Rechenschwäche. Die Aufgabe der Lehrkraft ist es, diese individuelle Rechenschwäche festzustellen. Wenn ein Kind aufgrund von Fehlern auffällt, kann nicht automatisch eine Rechenschwäche abgeleitet werden. Dennoch gibt es einige Merkmale, die bei vielen rechenschwachen Kindern vorkommen. Diese werden in Bereiche gegliedert. Einige dieser Bereiche, die bei dyskalkulen Kindern festgestellt werden konnten, sind:
- Klassifikation: Das Kind hat Probleme beim Ordnen verschiedener Gegenstände nach ihrer Form, Größe oder Farbe.
1 PROBLEMAUFRISS UND ZIELSTELLUNGEN: Einführung in die Relevanz der Dyskalkulie-Diagnose und -Förderung auf der Grundstufe I sowie Formulierung der zentralen Forschungsfrage.
2 DYSKALKULIE: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Dyskalkulie-Begriff sowie Analyse der biologischen, psychischen und sozialen Ursachen von Rechenschwäche.
3 DIAGNOSE VON DYSKALKULIE IN DER SCHULE: Darstellung diagnostischer Ansätze mit Fokus auf den Eggenberger Rechentest zur systematischen Erhebung mathematischer Kompetenzen.
4 FÖRDERMÖGLICHKEITEN: Erläuterung grundlegender Förderprinzipien, geeigneter Materialien und methodischer Vorgehensweisen in der Einzelfallförderung.
5 EIGENE UNTERSUCHUNGEN: Dokumentation und Auswertung der qualitativen Fallstudie, inklusive der Entwicklung eines Förderplans und des Vergleichs der Testergebnisse.
6 ZUSAMMENFASSUNG: Synthese der theoretischen Erkenntnisse und der praktischen Ergebnisse der durchgeführten Einzelfallstudie.
Dyskalkulie, Rechenschwäche, Diagnose, Förderung, Grundstufe I, Mathematikdidaktik, Eggenberger Rechentest, Einzelfallstudie, Mengenoperation, mathematische Kompetenzen, Förderkonzept, Bildungsstandards, Lernstandserhebung, Zählstrategie, Arithmetik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Identifikation und Förderung eines rechenschwachen Kindes auf der Grundstufe I unter Nutzung eines standardisierten Testverfahrens.
Neben den theoretischen Grundlagen der Dyskalkulie (Ursachen und Symptomatik) stehen diagnostische Instrumente und spezifische Förderkonzepte im Mittelpunkt.
Das Ziel ist es, durch eine Einzelfallstudie aufzuzeigen, wie sich mathematische Kompetenzen eines rechenschwachen Kindes nach gezielten Förderinterventionen verändern.
Die Autorin verwendet eine qualitative Einzelfallstudie mit teilnehmender Beobachtung und standardisierten Testverfahren vor und nach der Förderphase.
Dort werden der Lehrplan der Grundstufe I, die Bildungsstandards Mathematik sowie die verschiedenen Skalen des Eggenberger Rechentests detailliert erläutert.
Besonders relevant sind die Begriffe Rechenschwäche, mathematische Grundfähigkeiten, algebraische Strukturen, Mengenoperationen und diagnostische Normierung.
Das Kind zeigt eine Abhängigkeit vom zählenden Rechnen. Das Ziel der Förderung ist der Übergang zu automatisierten Rechenstrategien und inneren Vorstellungsbildern.
Die Arbeit betont, dass neben kognitiven Defiziten auch die Lernumwelt, der Erziehungsstil und die Erwartungshaltungen der Eltern signifikante Risikofaktoren darstellen können.
Der Test deckt eine Vielzahl von Kompetenzbereichen ab und ermöglicht eine strukturierte Diagnose, die als valide Grundlage für einen individuellen Förderplan dient.
Ein positives Lernklima und der Abbau von Leistungsdruck sind essenziell, da das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit eine Wechselwirkung mit der kognitiven Rechenleistung aufweist.
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