Masterarbeit, 2014
94 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Definition von Angst
2.2 Definition von Schulangst
2.2.1 Prüfungsangst
2.2.2 Soziale Angst
2.3 Schulangstforschung und Stand der wissenschaftlichen Diskussion nach der Variablen Geschlecht
2.4 Forschungsfrage und Hypothesen
3 Methode
3.1 Stichprobe
3.2 Durchführung und Reflexion des Pretests
3.3 Instrumente
4 Ergebnisse
5 Diskussion
6 Literaturverzeichnis
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Ausprägung von schulbezogenen Ängsten bei Grundschulkindern der dritten und vierten Jahrgangsstufe, wobei insbesondere der Zusammenhang zwischen dem Geschlecht der Schüler und den verschiedenen Angstformen im Hinblick auf den Übergang zur weiterführenden Schule im Zentrum der Forschungsfrage steht.
2.1 Definition von Angst
Der Begriff Angst findet im lateinischen Sprachgebrauch seinen Ursprung. Er leitet sich ab aus dem Wort „anxius“ und beschreibt nach Beck und Emery (1985) einen Zustand von Erregung und Belastung. Lewis bemerkte 1971, dass die Bedeutung des Wortes „anxius“ auf ein Beengungsgefühl zurückzuführen ist, das Menschen häufig erleben (vgl. Essau, 2003, S. 17).
Angst kann jedoch auch eine zukunftsorientierte Emotion sein. Diese ist durch Befürchtungen und dem Gefühl, in Zukunft möglicherweise bedrohliche Situationen nicht kontrollieren zu können, gekennzeichnet. Als Krankheitssyndrom wird die Angst nicht in erster Linie genannt. Sie ist ein Alarmzeichen für den Organismus. Dieser wird in die Lage versetzt, einer tatsächlichen oder vermuteten Bedrohung gegenüberzutreten und diese zu bewältigen oder zu beseitigen (vgl. Essau, 2003, S. 17).
Angst ist ein diffuseres Gefühl, das von einer geringen Spezifität gekennzeichnet ist, im Vergleich zur Furcht oder der Phobie. Die Furcht ist eine unmittelbare Alarmreaktion, die auf eine gegenwärtige Gefahr oder eine lebensbedrohliche Situation zurückzuführen ist. Es handelt sich um eine gegenwartsbezogene emotionale Reaktion. Furcht zieht meist keine intensive oder anhaltende Reaktion nach sich und ist daher von kurzzeitiger Dauer. Bei der Phobie liegt der Wunsch nahe, eine gefürchtete Situation zu vermeiden. In der Konfrontation mit dieser wird eine große Angst hervorgerufen. Übersetzt bedeutet der Begriff Phobie demnach Furcht oder Schrecken (vgl. Essau, 2003, S. 17).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Thematik der Schulangst ein und erläutert die Zielsetzung der Untersuchung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Angstbegriffe, grenzt diese fachwissenschaftlich voneinander ab und beleuchtet den Stand der Forschung hinsichtlich geschlechtsspezifischer Unterschiede.
3 Methode: Hier werden das Forschungsdesign, die Zusammensetzung der Stichprobe, die Entwicklung und Erprobung der Messinstrumente sowie das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung detailliert beschrieben.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse der empirischen Erhebung werden präsentiert, wobei der Fokus auf den geschlechtsspezifischen Unterschieden in den Bereichen Prüfungsangst und soziale Angst liegt.
5 Diskussion: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse vor dem Hintergrund der Forschungsfragen kritisch interpretiert, Hypothesen überprüft und die Qualität der verwendeten Messinstrumente evaluiert.
6 Literaturverzeichnis: Das Verzeichnis listet sämtliche in der Arbeit verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Referenzen auf.
Schulangst, Grundschule, Geschlechterunterschiede, Prüfungsangst, soziale Angst, empirische Forschung, Fragebogen, Leistungsdruck, Bildungsübergang, Stress, Angstforschung, Selbstbeurteilung, Schulalltag, Übergang, Messinstrumente.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Ausprägung von schulbezogenen Ängsten bei Kindern in der dritten und vierten Klasse der Grundschule.
Die Arbeit behandelt die theoretische Einordnung von Angst und Schulangst, die Differenzierung zwischen Prüfungs- und sozialer Angst sowie deren geschlechtsspezifische Verteilung.
Das primäre Ziel ist es, den Einfluss des Geschlechts auf die Schulangst zu analysieren und zu klären, ob Mädchen im Vergleich zu Jungen stärkere Ängste vor dem Übergang zur weiterführenden Schule erleben.
Es wurde ein quantitatives Forschungsdesign mit einer schriftlichen Fragebogenerhebung (Selbstbeurteilung) gewählt, dessen Daten statistisch mit dem Programm SPSS ausgewertet wurden.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen das methodische Vorgehen, die durchgeführte Erhebung sowie die detaillierte Ergebnispräsentation und Diskussion der Daten dargelegt.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Schulangst, Prüfungsangst, soziale Angst, geschlechtsspezifische Unterschiede und den Übergang zur weiterführenden Schule geprägt.
Der Pretest diente dazu, die Verständlichkeit und Brauchbarkeit des konzipierten Fragebogens zu prüfen und notwendige Korrekturen an den Antwortkategorien oder Formulierungen vor der Hauptbefragung vorzunehmen.
Durch die Verwendung spezifischer Items (Fragen 6–14 für Prüfungsangst, Fragen 15–22 für soziale Angst), die auf etablierten Diagnoseinstrumenten basieren, konnten die Konstrukte getrennt erfasst und analysiert werden.
Die Ergebnisse zeigen, dass Geschlechtsunterschiede in Bezug auf Prüfungsängste zwar statistisch nachweisbar sind, jedoch bei der sozialen Angst keine signifikanten Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen gefunden wurden.
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