Examensarbeit, 2015
100 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Die Mensch-Tier-Beziehung
2.1.1 Geschichtliche Entwicklung
2.1.2 Der Mensch sucht die Natur: Die Biophilie-Hypothese
2.1.3 Du-Evidenz: Der Hund als Dialogpartner
2.1.4 Bindungstheorie: Der Hund als Bindungspartner
2.1.5 Wirkung von Tieren auf den Menschen und die wissenschaftliche Forschung
2.1.6 Der Start in Deutschland: Hunde in der Schule
2.2 Die Wirkung von Tieren auf physiologische, psychologische und soziale Größen
2.2.1 Die physiologische Wirkung:
2.2.2 Die psychologische Wirkung
2.2.3 Die soziale Wirkung:
2.2.4 Die Wirkung des Schulhundes auf das Lernverhalten und die Motivation der Schüler
2.2.5 Der Vorteil von Hunden im Klassenzimmer im Vergleich zu anderen Tieren
3. Begriffsdefinitionen
3.1 Hundegestützte Pädagogik:
3.2 Der Hund in der Schule – ein Schulhund
3.3 Der Begriff der Leistung im Zusammenhang mit dem Schulhund
4. Fragestellungen der Arbeit
4.1 Ziel der Untersuchung
4.2 Methodische Vorüberlegungen
4.3 Untersuchungsablauf
5. Darstellung der Ergebnisse
5.1 Merkmale der Stichprobe
5.2 Zu den Lehrkräften:
5.2.1 Schularten, in denen die Teilnehmer mit Schulhund arbeiten
5.2.2 Verteilung der Umfragenteilnehmer auf die Bundesländer
5.2.3 Zur Berufserfahrung der Teilnehmer
5.2.4 Die Schulhundeerfahrung der Umfragenteilnehmer
5.3 Merkmale der Schulhunde
5.3.1 Geschlecht
5.3.2 Alter der Schulhunde
5.3.3 Das Alter des Hundes bei seinem ersten Besuch in der Schulklasse
5.3.4 Wie lange soll der Schulhund eingesetzt werden?
5.3.5 Wie hoch ist das „Deputat“ der Schulhunde?
5.3.6 Rassenzugehörigkeit der Schulhunde
5.3.7 Anschaffungsmotivation der Schulhundeführer
5.3.8 Herkunft der in der Stichprobe erfassten Schulhunde
5.3.9 Ausbildung der Schulhunde
5.3.9.1 Besuch einer speziellen Ausbildung zum Schulhund
5.3.9.2 Welche Ausbildungsangebote wurden von den Schulhundehaltern genutzt
5.3.9.3 In die Ausbildung der Schulhunde investierte Zeit
5.3.9.4 Fortbildungsbereitschaft der Teilnehmer
5.4 Der Einsatz des Schulhundes und seine Wirkung auf die Schüler
5.4.1 Der Hund im Klassenraum: Wie wird er eingesetzt, was wird mit ihm gemeinsam unternommen?
5.4.2 Von der Lehrkraft wahrgenommene durch den Schulhund verursachte Veränderungen in der Klasse
5.4.3 Der Schulhund als bewusst eingesetzte Unterrichtshilfe
5.4.4 Der größte Nutzen des Schulhundes:
5.4.4.1 Zunahme an Motivation
5.4.4.2 Verbesserung der Empathiefähigkeit der Schüler
5.4.4.3 Mehr Ruhe
5.4.4.4 Stärkung des Selbstbewusstseins der Schüler
5.4.4.5 Schülern und Kollegen Freude machen
5.4.4.6 Verbesserung des Klassenklimas
5.4.4.7 Den Schülern Zuwendung geben
5.4.4.8 Fördert das Sozialverhalten der Schüler
5.4.4.9 Fördert das Sich-Öffnen der Schüler
5.4.4.10 Schüler lernen Rücksichtnahme
5.4.4.11 Verantwortungsübernahme durch die Schüler
5.4.4.12 Verbesserung der Lernatmosphäre und der Arbeitshaltung
5.4.4.13 Mehr Ordnung im Klassenraum
5.4.4.14 Bessere Konzentration der Schüler
5.4.4.15 Das Ansehen des Lehrers und die Beziehung zu ihm als Person
5.4.4.16 Fach- bzw. themenspezifische positive Veränderungen durch den Schulhundeeinsatz
5.4.4.17 Toleranz der Schüler schulen
5.4.4.18 Steigerung der Selbstreflexivität der Schüler
5.4.4.19 Verbesserung der Beobachtungsfähigkeit
5.4.4.20 Verbesserung der Zuverlässigkeit
5.5 In welcher Relation steht der subjektiv empfundene Nutzen zum Aufwand, den der Einsatz des Schulhundes mit sich bringt?
5.6 Auswirkung des Schulhundes auf die Beziehung zum Kollegium und zu den Eltern der Schüler
5.6.1 Auswirkung des Schulhundes auf die Beziehung zum Kollegium
5.6.2 Auswirkung des Schulhundes auf die Beziehung zu den Eltern der Schüler
5.7 Kommentare, Eindrücke und Zusatzinformationen
5.7.1 Der Wunsch nach mehr Professionalisierung
5.7.2 Betonung der Sinnhaftigkeit des Schulhundeeinsatzes
5.7.3 Wunsch nach mehr Anerkennung
5.7.4 Probleme, die der Hundeeinsatz mit sich bringt
5.7.5 Vom persönlichen Einsatz für den Schulhund
6. Diskussion der Ergebnisse
6.1 Die Teilnehmer und ihre Schulhunde
6.2 Der Hund im Klassenzimmer – wie wird er eingesetzt, was kann er leisten?
6.3 Durch den Schulhund verursachte Veränderungen in der Klasse
6.4 Der Schulhund als Unterrichtshilfe für die Lehrkraft
6.5 Der größte Nutzen des Schulhundes
6.6 Der Aufwand, der Nutzen und der Schulhundeeinfluss auf Kollegium und Elternschaft der Klasse
6.7 Kommentare und Eindrücke der Schulhundeführer
7. Fazit: Der Hund im Klassenzimmer – was kann er leisten?
8. Ausblick und Forschungsbedarf
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Forschungsfeld des Hundeeinsatzes in der Schule systematisch zu untersuchen, da eine verlässliche Datenlage bisher kaum existiert. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, was ein Schulhund in der Praxis tatsächlich leisten kann und welche Erfahrungen Pädagogen bei seinem Einsatz sammeln, um die postulierten positiven Effekte wissenschaftlich zu prüfen und explorativ zu erweitern.
1. Einleitung
Die vorliegende Zulassungsarbeit ergab sich aus meinem Wunsch, mich aktiv an der Forschung zum Thema Wirkung von Schulhunden zu beteiligen. Ich möchte dazu beitragen, das Forschungsfeld Hundeeinsatz in der Schule genauer zu beleuchten. Die Datenlage ist bisher relativ dürftig, da Hunde erst seit einem vergleichsweise kurzen Zeitraum überhaupt in der Schule eingesetzt werden. Die Forschung konnte darauf bisher nicht umfassend reagieren, so dass eine verlässliche Datenlage noch nicht existiert.
Bisherige Forschungsergebnisse lassen jedoch vermuten, dass hinter dem Phänomen Schulhund mehr steckt als eine Modeerscheinung, deren postulierte positive Effekte einer wissenschaftlichen Prüfung nicht standhalten. Für mich ist von Interesse, was der Schulhund wirklich leisten kann und was die Lehrkräfte in der Praxis mit seinem Einsatz für Erfahrungen gemacht haben.
In den letzten Jahren hat der Einsatz von Hunden in der Schule dank engagierter Pädagogen und Pädagoginnen zugenommen. Nachdem sich Hunde für die Therapie von verhaltensauffälligen Kindern als hilfreich erwiesen, sollen sie nun auch im Klassenverband ihre positive Wirkung entfalten. Tiere im Klassenzimmer sollen sich beruhigend auswirken, motivieren, die ängstlichen Kindern dazu anregen, sich zu öffnen und den aggressiven Schülern Rücksicht beibringen.
Hunde als soziale, trainierbare Lebewesen können, anders als zum Beispiel der Klassenhamster, auch direkt am Unterrichtsgeschehen teilnehmen, indem sie sich frei im Klassenraum bewegen und mit den Kindern Kontakt aufnehmen. Außerdem sind sie in der Lage, antrainierte Verhaltensweisen auszuführen. So können sie zum Beispiel den Kindern ein Buch bringen und sie so zum Vorlesen anregen oder sich an einem Mathematikspiel beteiligen, in dem sie mit einem großen Schaumgummiwürfel würfeln.
1. Einleitung: Die Arbeit begründet das Forschungsinteresse am Einsatz von Schulhunden und die explorative Zielsetzung der Untersuchung, um belastbare Erfahrungen aus der Praxis zu sammeln.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Mensch-Tier-Beziehung, bindungstheoretische Ansätze und die wissenschaftliche Forschung zu den Wirkungen von Tieren auf den Menschen.
3. Begriffsdefinitionen: Hier werden die zentralen Begriffe "hundegestützte Pädagogik", "Schulhund" und "Leistung" im Kontext der Arbeit definiert und kritisch hinterfragt.
4. Fragestellungen der Arbeit: Das Kapitel legt die Ziele der Untersuchung fest, reflektiert die methodische Herangehensweise über Onlinefragebögen und beschreibt den Ablauf der Datenerhebung.
5. Darstellung der Ergebnisse: Hier werden die soziodemographischen Daten, Merkmale der Schulhunde und die Ergebnisse zum Einsatz sowie dessen wahrgenommene Wirkung auf Schüler und Umfeld detailliert präsentiert.
6. Diskussion der Ergebnisse: Die erhobenen Daten werden kritisch im Hinblick auf die Literatur diskutiert, wobei insbesondere der tatsächliche Nutzen und der Aufwand für die Lehrkräfte reflektiert werden.
7. Fazit: Der Hund im Klassenzimmer – was kann er leisten?: Das Fazit fasst die bestätigten positiven Auswirkungen zusammen und würdigt den Schulhund als wertvolles Instrument der Persönlichkeitsentwicklung.
8. Ausblick und Forschungsbedarf: Abschließend werden zukünftige Forschungsfelder aufgezeigt und Forderungen nach einer professionalisierten, fachlich begleiteten Ausbildung für Schulhundeteams formuliert.
Schulhund, hundegestützte Pädagogik, Mensch-Tier-Beziehung, Bindungstheorie, explorative Studie, Online-Fragebogen, soziales Lernen, Motivation, Unterrichtshilfe, Professionalisierung, Tierwohl, Empathiefähigkeit, Klassenklima, Leistung, Schulalltag
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Hunden in deutschen Schulen und analysiert, welche Leistungen und Wirkungen diese Tiere im schulischen Kontext bei Schülern und Lehrkräften erzielen können.
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen der Mensch-Tier-Interaktion, die praktische Ausgestaltung des Hundeeinsatzes im Unterricht sowie die empirische Evaluation der Wirkungen auf Schüler- und Klassenebene.
Das primäre Ziel ist es, die bisher in der Literatur postulierten positiven Effekte von Schulhunden durch eine explorative Befragung von aktiven Lehrkräften in Deutschland zu überprüfen und um praktische Erfahrungen zu erweitern.
Die Arbeit nutzt einen quantitativen und qualitativen Ansatz in Form eines halbstrukturierten Online-Fragebogens, der an Pädagogen mit Schulhunden gerichtet wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theoriebildung, die Definition relevanter Fachbegriffe sowie die detaillierte Darstellung und anschließende Diskussion der empirisch gewonnenen Studienergebnisse.
Zu den Kernbegriffen zählen "Schulhund", "hundegestützte Pädagogik", "Professionalisierung", "Lernatmosphäre", "Motivation" sowie "soziale Kompetenz".
Die Lehrkräfte berichten von einer deutlichen Verbesserung des Klassenklimas, da der Hund beruhigend wirkt, Ängste abbaut, die Motivation steigert und als "sozialer Katalysator" zwischen Schülern und Lehrpersonen fungiert.
Die Studie betont die Notwendigkeit einer fundierten, professionellen Ausbildung für Mensch-Hund-Teams, um sowohl das Tierwohl zu garantieren als auch eine pädagogisch wertvolle Arbeit zu gewährleisten.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der Schulhund zwar keine einfache Ursache-Wirkungs-Beziehung zu schulischen Noten herstellen kann, aber das "Fundament" für Lernen und Persönlichkeitsentwicklung bildet, indem er emotionale Sicherheit bietet.
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