Examensarbeit, 2002
117 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Nähere Bestimmung des Begriffs „Behinderung“
1.1. Verschiedene wissenschaftliche Sichtweisen zum Begriff „Behinderung“
1.2. Zur Relativität von Behinderung
1.3. Das Menschenbild nach Feuser
1.4 Zur gesellschaftlichen Situation von Menschen mit Behinderungen
2. Integrative Pädagogik
2.1. Der Begriff „Integration“
2.2. Verständnis der Pädagogik
2.3. Charakteristische Merkmale integrativen Unterrichtes
2.4. Die Konzeption einer allgemeinen (integrativen) Pädagogik
2.5. Modelle integrativen Unterrichts nach Feuser
3. Geschichte und derzeitiger Stand der Integrationspädagogik
3.1. Die Idee der Integration von Kindern mit Schwerhörigkeit an allgemeinbildenden Schulen
3.2. Die Empfehlungen des Deutschen Bildungsrates von 1973 und die Entwicklung in Deutschland
3.3. Entwicklung in NRW
3.4. Stand der Integration von Kindern mit Schwerhörigkeit in NRW
4. Funktionen des menschlichen Ohres, Ursachen und mögliche Auswirkungen von Schwerhörigkeit
4.1. Zur Anatomie des Ohres
4.1.1. Das Außenohr
4.1.2. Das Mittelohr
4.1.3. Das Innenohr
4.2. Definition des Begriffs Schwerhörigkeit
4.3. Formen von Hörschäden
4.3.1. Schallleitungsschwerhörigkeit
4.3.2. Schallempfindungsschwerhörigkeit
4.3.3.Kombinierte Schallleitungs- Schallempfindungsschwerhörigkeit
4.3.4. Abgrenzung zur Gehörlosigkeit
4.4. Ursachen und Häufigkeit von Hörschädigungen in Deutschland
4.5. Mögliche Auswirkungen von Schwerhörigkeit
4.6. Apparative Hörversorgung
5. Zum Wirklichkeitsaspekt der Integration von Kindern mit Schwerhörigkeit an einer allgemeinbildenden Schule am Beispiel Simons in einer Schule in S. - B.
5. 1. Die Gemeinschaftsgrundschule in S. - B.
5.2. Unterrichts- und Klassensituation
5.3. Zur Lehrerrolle im integrativen Unterricht
5.3.1. Das Ambulanzlehrersystem
5.3.2. Das Zwei – Lehrer – Modell
5.3.4. Konsequenzen für die Lehrerbildung
5.3.3. Die veränderte Lehrerrolle im integrativen Unterricht
5.4. Innere Differenzierung als unbedingtes Muss integrativen Unterrichts
5.5. Leistungsbeurteilung im integrativen Unterricht
5.6. Eltern im integrativen Unterricht
5.7. Die Identitätsentwicklung von Kindern mit Schwerhörigkeit
6. Simon – ein Junge mit Schwerhörigkeit im Unterricht einer allgemeinbildenden Grundschule mit ambulanter, sonderpädagogischer Förderung
6.1. Die Lebensgeschichte Simons
6.2. Simons Hörschädigung
6.3. Arbeits- und Sozialverhalten
6.4. Lern- und Entwicklungsstand
6.5. Simons Identitätsentwicklung – Sein Leben mit einer Hörbeeinträchtigung
6.6. Mögliche Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für die Integration von Kindern mit Schwerhörigkeit
6.7. Zusätzliche Grundbedürfnisse für Kinder mit Schwerhörigkeit im integrativen Unterricht
6.7.1.Hörakustische Voraussetzungen
6.7.2. Die Sonderpädagogin
6.7.3. Besonderes Verhalten des Lehrers unter Berücksichtigung eines Kindes mit Schwerhörigkeit im Unterricht
6.8. Beobachtungen zu ausgewählten Fächern
6.8.1. Sport
6.8.2. Musik
7. Abschließende Bemerkungen – Sind der Integration Grenzen gesetzt?
Die Arbeit untersucht die Integration eines schwerhörigen Kindes in einer allgemeinbildenden Grundschule, um den Anspruch der Integrationspädagogik mit der schulischen Wirklichkeit zu vergleichen und Herausforderungen in der Umsetzung aufzuzeigen.
4.1.3. Das Innenohr
Getrennt durch die Membran des ovalen Fensters ist das Innenohr, auch als Labyrinth bezeichnet. Es wird anatomisch in drei Abschnitte untergliedert: den Vorhof (Vestibulum) in der Mitte, die drei Bogengänge (Canaliculi semicirculares) hinten und die Schnecke (Cochlea). Die knöchernen Gänge im Felsenbein werden von ihrer membranösen Auskleidung („häutiges und knöchernes Labyrinth“) unterschieden. Das häutige Labyrinth ist mit einer Flüssigkeit, der Endolymphe, gefüllt, zwischen ihm und der knöchernen Wandung liegt der Perilymphraum. Das Gleichgewichtsorgan sowie die Schnecke reagieren beide auf sehr feine Druckänderungen.
Das Hörorgan, die Schnecke, ist ca. 30 – 35 mm lang und hat ca. 2 ½ Windungen. In der Schnecke liegt eine Membran, die Basilarmembran, auf der Tausende kleiner Haarzellen liegen, die mittels Zilien mit einer darüber liegenden Deckmembran verbunden sind. Die auf der Basilarmembran liegenden Haarzellen bilden das Cortische Organ. Durch die wellenartigen Schwingungen, die vom Innenohr von der Gehörknöchelchenkette über das ovale Fenster auf die Lymphflüssigkeit im Innenohr übertragen werden, werden die Haarzellen in der Schnecke bewegt. Durch diese Reizung senden die Haarzellen dann elektrische Impulse über den Hörnerv weiter an das Gehirn, wo die ankommenden Impulse weiterverarbeitet werden. Im Cortischen Organ, das wie die Schnecke selbst ca. 30 – 35 mm lang ist, hat jede einzelne Frequenz eine bestimmte Stelle, wo die Schallwellen branden und den größten Ausschlag und Reiz ergeben. Das heißt, jede einzelne Schwingungszahl wird an einer bestimmten Stelle des Cortischen Organs in Nervenerregung transformiert.
Einleitung: Die Einleitung erörtert die historische und politische Bedeutung der Integration von Kindern mit Behinderungen in Deutschland seit den 1970er Jahren.
1. Nähere Bestimmung des Begriffs „Behinderung“: Dieses Kapitel definiert Behinderung nicht nur als medizinisches Defizit, sondern betont die soziale Relativität und die Bedeutung des Menschenbildes.
2. Integrative Pädagogik: Es werden der Begriff der Integration, das Verständnis einer Schule für alle sowie verschiedene Modelle und Merkmale integrativen Unterrichts erläutert.
3. Geschichte und derzeitiger Stand der Integrationspädagogik: Dieses Kapitel beschreibt die Entwicklung der Integration in Deutschland und speziell in Nordrhein-Westfalen (NRW) von 1973 bis heute.
4. Funktionen des menschlichen Ohres, Ursachen und mögliche Auswirkungen von Schwerhörigkeit: Die anatomischen Grundlagen des Hörens sowie die verschiedenen Formen der Hörschädigung und deren Auswirkungen auf die Kommunikation werden behandelt.
5. Zum Wirklichkeitsaspekt der Integration von Kindern mit Schwerhörigkeit an einer allgemeinbildenden Schule am Beispiel Simons in einer Schule in S. - B.: Praxisnahe Analyse der Umsetzung von Integration, einschließlich der Lehrerrolle, Leistungsbeurteilung und Zusammenarbeit mit Eltern.
6. Simon – ein Junge mit Schwerhörigkeit im Unterricht einer allgemeinbildenden Grundschule mit ambulanter, sonderpädagogischer Förderung: Eine Fallstudie über die Lebensgeschichte, Identitätsentwicklung und spezifische Förderbedingungen eines schwerhörigen Schülers im integrativen Unterricht.
7. Abschließende Bemerkungen – Sind der Integration Grenzen gesetzt?: Eine kritische Reflexion darüber, ob und wo Grenzen der Integration bestehen und wie diese durch gesellschaftliche und schulische Veränderungen überwunden werden können.
Integration, Schwerhörigkeit, Integrationspädagogik, Gemeinsamer Unterricht, Hörschädigung, Hörgerät, FM-Anlage, Lehrerrolle, Identitätsentwicklung, Innere Differenzierung, Sonderpädagogik, Förderbedarf, Inklusion, Schulalltag, Grundschule
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration eines schwerhörigen Kindes in den Alltag einer allgemeinbildenden Grundschule und prüft den "Anspruch" der integrativen Pädagogik gegen die "Wirklichkeit" der Umsetzung vor Ort.
Die Arbeit umfasst theoretische Aspekte (Behinderungsbegriff, Integrationspädagogik, Anatomie des Ohres) und einen praktischen Teil, der die Schulsituation, Lehrerrolle und spezifische Förderbedingungen eines Schülers analysiert.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie theoretische Konzepte der Integration in der Praxis einer Grundschule realisiert werden können und welche Faktoren dabei den Erfolg der Integration maßgeblich beeinflussen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer eigenen Hospitation an einer Grundschule, bei der Beobachtungen zur Unterrichtspraxis und Interaktion gewonnen wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Geschichte der Integrationspädagogik, eine medizinisch-audiologische Einführung sowie eine detaillierte Fallstudie über einen schwerhörigen Schüler.
Integration, Schwerhörigkeit, Integrationspädagogik, Gemeinsamer Unterricht, Lehrerrolle, Identitätsentwicklung, Innere Differenzierung und Förderbedarf.
Da die Beeinträchtigung die Kommunikation erschwert, ist die Entwicklung einer stabilen Identität, bei der das Kind seine Behinderung annimmt und aktiv lernt, damit umzugehen, entscheidend für sein Selbstbewusstsein und seinen schulischen Erfolg.
Die FM-Anlage dient als technisches Hilfsmittel, um dem schwerhörigen Kind die Stimme des Lehrers direkt zu übertragen und störende Nebengeräusche auszublenden, was für die Aufnahme der Lerninhalte unerlässlich ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

