Examensarbeit, 2004
120 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
A Theoretischer Teil
1 Gesundheitserziehung
1.1 Der Begriff Gesundheitserziehung als Aspekt der Gesundheitsförderung
1.2 Zentrale Aspekte der Gesundheitserziehung in der Grundschule
1.3 Die Notwendigkeit der Gesundheitserziehung in der Grundschule
1.4 Aufgaben, Ziele und Grenzen einer schulischen Gesundheitserziehung
2 Gesundheit
2.1 Erklärungen zum Begriff Gesundheit
2.2 Die gesundheitliche Lage deutscher Kinder
2.3 Gesundheitsriskante Verhaltensweisen
2.3.1 Falsches Ernährungsverhalten
2.3.2 Bewegungsmangel
2.3.3 Legaler Drogenkonsum
3 Sucht
3.1 Begriffserklärung: Sucht
3.2 Suchtentstehung und ihre Ursachen
3.3 Die Suchtmittel
3.3.1 Nikotin
3.3.2 Alkohol
3.4 Die gesellschaftliche Bewertung von Suchtmitteln
4 Sucht im Kindesalter
4.1 Suchtrisiken bei Kindern
4.2 Der Einfluss der Familie
5 Suchtprävention in der Grundschule
5.1 Erklärungen zum Begriff und zur Arbeit der Suchtprävention
5.2 Suchtprävention als Teil der grundschulischen Gesundheitserziehung
5.3 Richtlinien und Lehrpläne
5.4 Die Notwendigkeit der Suchtprävention in der Grundschule
5.5 Aufgaben und Ziele der schulischen Suchtprävention
5.6 Grenzen der suchtpräventiven Arbeit
6 Unterrichtsplanerische Überlegungen zur grundschulischen Suchtprävention
6.1 Ansätze und Wege des suchtpräventiven Unterrichts
6.2 Bedingungen für „erfolgreiche“ Suchtprävention
6.2.1 Die Rolle der Lehrperson
6.2.2 Elternarbeit
6.2.3 Die Motivation der Schüler
6.3 Didaktische Planung der grundschulischen Suchtvorbeugung
6.4 Offene und geschlossene Unterrichtsformen in der grundschulischen Suchtprävention
6.5 Medieneinsatz im suchtpräventiven Unterricht
B Praktischer Teil
1 Das Programm Klasse2000
1.1 Das Konzept
1.2 Die Klasse2000-Gesundheitsförderer
1.3 Die Ziele
1.4 Erfolg des Programms Klasse2000
2 Der Klasse2000-Unterricht
2.1 Didaktische Prinzipien
2.2 Thematische Schwerpunkte der einzelnen Jahrgangsstufen
3 Informationen zur Droste-Hülshoff-Schule
3.1 Beschreibung der Droste-Hülshoff-Schule
3.2 Das Schulprogramm
4 Die Klasse 4a
4.1 Die Schülerinnen und Schüler
4.2 Die Klassenlehrerin und ihr Unterrichtsstil
5 Die praktische Umsetzung des Programms Klasse2000 an der Droste-Hülshoff-Schule
5.1 Die Gesundheitsförderin und ihre Einschätzungen zum Programm
5.2 Das Programm Klasse2000 an der Droste-Hülshoff-Schule
5.3 Das Programm Klasse2000 in der Klasse 4a
6 Voraussetzungen für die Klasse2000-Stunde „Glück und Werbung“
6.1 Die Absprache zwischen Gesundheitsförderin und der Klassenlehrerin
6.2 Die Vorbereitungen der Gesundheitsförderin
6.3 Soziale und thematische Lernvoraussetzungen der Kinder in der Klasse 4a in Bezug auf den Klasse2000-Unterricht
7 Die Planung der Klasse2000-Stunde „Glück und Werbung“
7.1 Ablauf des Unterrichts in der Theorie
7.2 Die Zielsetzung der Stunde
7.3 Didaktik des Unterrichts
8 Die Durchführung der Klasse2000-Stunde „Glück und Werbung“ in der Klasse 4a
8.1 Einführung in die Stunde „Glück und Werbung“
8.2 Kritische Auseinandersetzung mit Werbebotschaften
8.3 Gesundheitsschädliche Folgen des Rauchens
8.4 Abschluss: Ich bin glücklich, wenn...
8.5 Ergänzungen der Klassenlehrerin
9 Reflexion
9.1 Reflexion zum Unterrichtsverlauf
9.2 Fazit zur Zielerfüllung der Gesundheitsfördererstunde und des Programms Klasse2000
Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Suchtprävention als integralen Bestandteil der grundschulischen Gesundheitserziehung. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Grundschüler durch frühzeitige Kompetenzförderung gestärkt werden können, um ein gesundheitsbewusstes Verhalten zu entwickeln und suchtspezifische Risiken im Kindesalter zu minimieren, wobei das Programm Klasse2000 als konkretes Praxisbeispiel dient.
3.1 Begriffserklärung: Sucht
Schon die Ableitung aus dem Germanischen gibt Aufschluss darüber, dass die Sucht als Krankheit zu verstehen ist. Der Wortursprung liegt im germanischen Wort „siech“, das auf Siechtum und damit auf den Begriff Krankheit verweist. Erst im 19. Jahrhundert hat der Suchtbegriff auch einen moralischen Aspekt erhalten.
„Unter Sucht versteht man ein unabweisbares, starkes Verlangen nach einem Erlebniszustand“ (Schulz 2000, S. 581). Man wird nicht konkret nach einer Droge süchtig, sondern eher nach dem Erlebniszustand, der wiederum durch die Droge hervorgerufen wird (vgl. Gross 1995, S. 13). Ein Betroffener zeigt süchtiges Verhalten, wenn er den Konsum nicht mehr willentlich kontrollieren kann. Sein Verlangen muss immer wieder neu befriedigt werden. Es bestehen ein Zwang zum Konsum der Droge und eine körperliche und/oder psychische Abhängigkeit.
Zudem kommt es häufig zu einer Steigerung der Dosis. Auch psychische oder sogar körperliche Entzugserscheinungen bei Reduktion oder Absetzen der Droge und der weitere Drogenkonsum trotz belegter schädlicher Wirkung sind Kriterien auf Grund dessen ein süchtiges Verhalten festgestellt werden kann (vgl. Die Drogen- und Suchtkommission 2002, S. 6). Die Folgen süchtigen Verhaltens zeigen sich oft in Beeinträchtigungen der Gesundheit auf psychischer, körperlicher und sozialer Ebene.
1 Gesundheitserziehung: Erläutert den Wandel von einer rein krankheitsvermeidenden Pädagogik hin zu einem ganzheitlichen Konzept der Gesundheitsförderung in der Grundschule.
2 Gesundheit: Definiert den Gesundheitsbegriff als aktiven Prozess und beleuchtet die gesundheitliche Lage heutiger Kinder sowie gesundheitsriskante Verhaltensweisen wie falsche Ernährung, Bewegungsmangel und Drogenkonsum.
3 Sucht: Klärt den Suchtbegriff wissenschaftlich, beschreibt die Suchtentstehung und analysiert verschiedene Suchtmittel sowie deren gesellschaftliche Bewertung.
4 Sucht im Kindesalter: Untersucht spezifische Suchtrisiken für Heranwachsende und betont den entscheidenden Einfluss des familiären Umfelds auf die kindliche Entwicklung.
5 Suchtprävention in der Grundschule: Begründet die Notwendigkeit suchtpräventiver Maßnahmen als Teil der schulischen Gesundheitserziehung und diskutiert Ziele sowie Grenzen dieser Arbeit.
6 Unterrichtsplanerische Überlegungen zur grundschulischen Suchtprävention: Bietet praxisorientierte Ansätze für die Planung von Suchtprävention, einschließlich der Rolle der Lehrkraft, der Elternarbeit und des Medieneinsatzes.
Suchtprävention, Gesundheitserziehung, Grundschule, Klasse2000, Gesundheitsförderung, Suchtentstehung, Suchtmittel, Tabakkonsum, Alkoholkonsum, Lebenskompetenz, Kindesentwicklung, Elternarbeit, Suchtvorbeugung, Gesundheitsrisiken, Sozialisation.
Die Arbeit untersucht die Integration von Suchtprävention in die grundschulische Gesundheitserziehung und wie Schulen Kinder dabei unterstützen können, gesundheitsbewusste Lebensstile zu entwickeln.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Sucht, den Ursachen süchtigen Verhaltens, der Bedeutung von Gesundheitsförderung in der Grundschule sowie der praktischen Umsetzung durch das Programm Klasse2000.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie Kinder durch Kompetenzförderung gestärkt werden können, um sich vor Suchtgefahren zu schützen und ein gesundes Selbstverständnis aufzubauen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachwissenschaftlicher Literatur und wird durch eine praxisnahe Unterrichtsbeobachtung und Experteninterviews (Gesundheitsförderin, Lehrkraft) ergänzt.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block zu Grundlagen der Gesundheit und Sucht sowie einen praktischen Block, in dem die Implementierung des Programms Klasse2000 an einer Schule analysiert wird.
Zu den zentralen Begriffen gehören Suchtprävention, Gesundheitsförderung, Lebenskompetenz, Klasse2000, Suchtentstehung und der Einfluss familiärer Strukturen auf das Kindesalter.
Das Programm wird als eine sehr gelungene und motivierende Ergänzung zum regulären Unterricht betrachtet, die Kindern hilft, den eigenen Körper und gesunde Lebensweisen besser zu verstehen.
Es wird verdeutlicht, dass die Schule Suchtprobleme nicht alleine lösen kann, da gesellschaftliche Faktoren und das Elternhaus einen massiven Einfluss ausüben, der außerhalb der direkten schulischen Kontrolle liegt.
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