Bachelorarbeit, 2017
52 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Begriffsannäherung Jugend
3. Bullying
3.1 Definition Bullying
3.2 Phasen des Bullyings
3.3 Akteure im Bullying-Prozess
3.3.1 Täter
3.3.2 Opfer
3.3.3 Täter-Opfer
3.3.4 Zuschauer
3.4 Ursachen und Risikofaktoren
4. Cyberbullying
4.1 Definition Cyberbullying
4.2 Formen des Cyberbullyings
4.3 Besondere Merkmale von Cyberbullying
4.4 Akteure von Cyberbullying
4.4.1 Täter
4.4.2 Opfer
4.4.3 Täter-Opfer
4.4.4 Zuschauer
4.5 Ursachen und Risikofaktoren
5. Folgen
5.1 Folgen für die Opfer
5.2 Folgen für die Täter
6. Handlungsmöglichkeiten
6.1 Was die Eltern tun können
6.2 Was die Schule tun kann
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Phänomene Bullying und Cyberbullying im Jugendalter, analysiert deren Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede und beleuchtet sowohl die Ursachen als auch die Folgen für die beteiligten Akteure, um daraus fundierte Handlungsmöglichkeiten für Eltern und Schule abzuleiten.
3.2 Phasen des Bullyings
In der ersten Phase, die sich ‚Phase der Anbahnung des Konflikts‘ nennt, erfolgen noch keine Bullying-Handlungen, auch lässt sich hier noch nicht erkennen, dass sich diese im weiteren Verlauf entwickeln werden. Dennoch spüren die Beteiligten, dass etwas nicht in Ordnung ist und dass sich das Klassenklima verändert hat, was sich u.a. durch ein unruhiges und angespanntes Gefühl der Betroffenen bemerkbar macht. Teuschel führt ein Beispiel eines Mädchens namens Ariadne an, die nach den Ferien in die achte Klasse gekommen ist. In ihrer Klasse sind vier neue Schüler, zwei von einer anderen Schule und zwei, die das Schuljahr wiederholen müssen. Die Stimmung wird von ihr als verändert wahrgenommen, die Klasse ist unruhiger als zuvor und ihre ehemalige Freundin sucht immer mehr Kontakt zu anderen Jugendlichen. Ariadne hat Angst ihre beste Freundin Nicole zu verlieren. Hoffnungsvoll wendet sich Ariadne an ihre Mutter, welche ihr schließlich dazu rät, den Verlauf der Situation erst mal abzuwarten. In solchen Situationen zeigt sich, dass die Betroffenen verstärkt versuchen an bisher stabil erlebten Strukturen und Beziehungen festzuhalten. Da Bullying aber vor allem in Schwellensituationen entsteht, also beispielsweise nach einem Klassen-oder Schulwechsel, kann es zu einer Verschiebung dieser Beziehungsebenen kommen. Die Jugendlichen nehmen zwar die Veränderung des Schulklimas wahr, können sie aber noch nicht richtig deuten, weshalb sie zunehmend verunsichert werden. In dieser Phase entwickeln sich daher zwei Gefühle, welche charakteristisch für Bullying sind und die Opfer über die gesamte Zeit begleiten: Hilflosigkeit und Ohnmacht (vgl. Teuschel 2013, S. 56-60).
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Verbreitung von Bullying unter Schülern, verdeutlicht die schwerwiegenden gesundheitlichen sowie psychischen Folgen und führt in die Relevanz der digitalen Medien als neuen Schauplatz für Cyberbullying ein.
2. Begriffsannäherung Jugend: Dieses Kapitel definiert die Lebensphase Jugend unter Berücksichtigung soziologischer Aspekte sowie der Entwicklungsaufgaben nach Hurrelmann.
3. Bullying: Hier werden Definitionen, Phasenmodelle, die verschiedenen Akteure des Prozesses sowie die Ursachen und Risikofaktoren des klassischen Bullyings im schulischen Kontext detailliert beschrieben.
4. Cyberbullying: Dieses Kapitel analysiert das digitale Pendant zum Bullying, definiert dessen Erscheinungsformen, untersucht die Besonderheiten im Netz und überträgt das Phänomen auf die betroffenen Akteure.
5. Folgen: Es werden die psychischen, psychosomatischen und sozialen Folgen sowohl für die Opfer, die unter den Attacken leiden, als auch für die Täter, die selbst Risiken ausgesetzt sind, zusammenfassend dargestellt.
6. Handlungsmöglichkeiten: Hier werden konkrete Präventions- und Interventionsmaßnahmen für Eltern und Schulen erläutert, um Mobbing aktiv entgegenzuwirken und die Medienkompetenz zu fördern.
7. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Bullying und Cyberbullying zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen von Eltern und Schule.
Bullying, Cyberbullying, Mobbing, Jugendalter, Schulklima, Medienkompetenz, Prävention, Intervention, soziale Kompetenzen, Opferrolle, Täterverhalten, psychische Folgen, digitale Medien, Bystander, Gruppendynamik.
Die Arbeit behandelt die Phänomene des klassischen Bullyings auf dem Schulhof und Cyberbullying im digitalen Raum, wobei der Fokus auf den Ursachen, Folgen und praktischen Handlungsmöglichkeiten für das soziale Umfeld der Jugendlichen liegt.
Die zentralen Themen sind die Definition der Lebensphase Jugend, die Analyse des Bullying-Prozesses in Schulen, die spezifischen Dynamiken des Cyberbullyings sowie die psychische und soziale Belastung aller Beteiligten.
Ziel ist es, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Bullying und Cyberbullying herauszuarbeiten und auf dieser Basis präventive Strategien zu entwickeln, die Eltern und Lehrkräfte bei der Bewältigung dieser Probleme unterstützen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender psychologischer und erziehungswissenschaftlicher Studien zu den Themen Mobbing, Gewaltprävention und Mediennutzung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Phasenmodells von Bullying, die Analyse der Akteure (Täter, Opfer, Täter-Opfer, Zuschauer), die Darstellung der Folgen und die Erarbeitung von Präventions- und Interventionskonzepten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Cyberbullying, Bullying, Medienkompetenz, soziale Schutzfaktoren, Prävention und psychosomatische Belastung charakterisiert.
Während bei physischem Mobbing die Zuschauer physisch präsent sind, ist die Rolle im Netz diffuser; oft fehlen hier die unmittelbaren sozialen Rückmeldungen, was die Hemmschwelle für Bystander senken oder erhöhen kann.
Den Eltern wird eine Vorbildfunktion zugeschrieben; durch das Stärken individueller und sozialer Schutzfaktoren sowie eine offene Kommunikation sollen sie ihre Kinder befähigen, besser mit Konflikten und Stress umzugehen.
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