Bachelorarbeit, 2016
34 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
2. Der Flashmob
2.1 Geschichte des Flashmobs
2.2 Definition
2.2.1 Bisherige Definitionen in der Forschungsliteratur und den Massenmedien
2.2.2 Flashmob als Kommunikationsverfahren
2.2.3 Definition
2.3 Unterschiedliche Formen des Flashmobs
2.3.1 Smartmob
2.3.2 Bashmob
2.3.3 Carrotmob
2.4 Abschließende Eingrenzung des Themas
3. Methode und Fragestellung
3.1 Das rhetorische Potential
3.1.1 Die Rhetorik als Untersuchungsmethode strategischer und erfolgsorientierter Kommunikation
3.1.2 Der Orator
3.1.3 Telos und Zertum
3.1.4 Widerstände
3.1.5 Die Orientierungsaspekte
3.2 Fragestellung
3.3 Herausforderungen bei der Untersuchung
4. Analyse
4.1 Die Beispiele
4.1.1 Die Auswahlkriterien der Beispiele
4.1.2 Der Love-Rug-Flashmob von Bill Wasik
4.1.3 Frozen Grand Central
4.1.4 Flashmob gegen die Bahn-Privatisierung
4.2 Untersuchung der Beispiele
4.2.1 Orator/Zertum/Telos
4.2.2 Widerstände
4.2.3 Persuasion und Orientierungsaspekte
5. Zusammenfassung/Fazit
Diese Arbeit untersucht das rhetorische Potential von Flashmobs, indem sie das Phänomen unter rhetoriktheoretischen Gesichtspunkten analysiert, um zu bestimmen, ob und wie diese Aktionsform als strategische Kommunikation zur Einstellungsänderung oder Meinungsbeeinflussung bei Zuschauern eingesetzt werden kann.
3.1.4 Widerstände
Da die Rhetorik eine Wissenschaft der Persuasion ist, und Persuasion in einer Gesellschaft oder Situation, in der unbedingter Konsens herrscht, nicht vorstellbar ist, sind die jeweiligen Widerstände, die sich dem Orator in den Weg stellen, während er sein kommunikatives Ziel erreichen will, ein wichtiger Untersuchungspunkt.72
Für den Orator stellt sich „auf mindestens fünf verschiedenen Ebenen kommunikativer Widerstand“73 ein. „1. auf der kognitiven Ebene, womit das menschliche Denken und Fühlen insgesamt gemeint ist, 2. auf der Ebene der Sprache, 3. auf Textebene, 4. auf Medienebene und 5. auf situativer Ebene.“74 Für den kommunikativen Erfolg des Orators ist ausschlaggebend, wie mit diesen Widerständen umgegangen wird.
1. Einleitung: Beschreibt ein konkretes Flashmob-Ereignis, definiert das Phänomen als neuartig und formuliert das Ziel der Arbeit, die rhetorische Wirksamkeit dieser Aktionen zu untersuchen.
2. Der Flashmob: Bietet einen historischen Abriss, diskutiert verschiedene Definitionen, grenzt Unterformen wie Smartmob, Bashmob und Carrotmob ab und entwickelt eine eigene Arbeitsdefinition für die weitere Analyse.
3. Methode und Fragestellung: Legt die rhetoriktheoretischen Grundlagen dar, definiert zentrale Begriffe wie Orator, Telos, Zertum und Widerstände und formuliert die spezifischen Forschungsfragen für die Analyse.
4. Analyse: Untersucht drei ausgewählte Beispiele – Love-Rug, Frozen Grand Central und den Bahn-Protest – hinsichtlich ihrer Orator-Struktur, der Überwindung von Widerständen und der Anwendung rhetorischer Orientierungsaspekte.
5. Zusammenfassung/Fazit: Resümiert, dass Flashmobs zwar hervorragend zur Erzeugung von Aufmerksamkeit geeignet sind, jedoch aufgrund mangelnder inhaltlicher Tiefe und textueller Unterdetermination kaum Potenzial für eine langfristige Einstellungsänderung beim Publikum besitzen.
Flashmob, Rhetorik, Kommunikation, Persuasion, Orator, Telos, Zertum, Widerstände, Situativik, Aufmerksamkeit, Strategische Kommunikation, Protest, Frozen Grand Central, Orientierungsaspekte, Öffentlicher Raum
Die Arbeit untersucht das rhetorische Potential von Flashmobs aus der Perspektive der allgemeinen Rhetorik.
Die Analyse fokussiert sich auf die rhetorische Struktur von Flashmobs, die Rolle der Teilnehmer als Oratoren und die Fähigkeit der Aktionen, Aufmerksamkeit zu erzeugen und Widerstände zu überwinden.
Die Arbeit fragt, ob und in welcher Stärke Flashmobs rhetorisch wirken können und ob sie sich zur Verankerung einer Botschaft bei Zuschauern eignen.
Es wird eine rhetoriktheoretische Untersuchungsmethode angewandt, die auf Modellen der strategischen Kommunikation, der Orator-Struktur und rhetorischen Orientierungsaspekten basiert.
Der Hauptteil analysiert drei konkrete Fallbeispiele (Love-Rug, Frozen Grand Central, Anti-Bahn-Privatisierung) anhand rhetorischer Kategorien wie Orator-Rollen, Kommunikationswiderständen und Persuasionsstrategien.
Zentrale Begriffe sind neben Flashmob vor allem rhetorische Fachtermini wie Orator, Telos, Zertum, Persuasion, Orientierungsaspekte und situativer Widerstand.
Smartmobs zeichnen sich primär durch eine spezifische, oft politisch oder gesellschaftlich motivierte Zielsetzung aus, während der allgemeine Flashmob stärker durch die Spontaneität und Inszenierung definiert wird.
Das Potenzial wird niedrig bewertet, da Flashmobs zwar sehr effektiv Aufmerksamkeit erregen, aufgrund ihrer inhaltlichen Unbestimmtheit jedoch keine eindeutigen Argumente vermitteln können, die einen mentalen Einstellungswechsel beim Rezipienten bewirken würden.
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