Examensarbeit, 2017
85 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung – smarte Smombies?
2 Potential mobiler Endgeräte im Lernprozess
2.1 Neue Lerngelegenheiten außerhalb der Schule
2.1.1 Vorteile gegenüber klassischen Lernmethoden
2.1.2 Kriterien zur Auswahl geeigneter Anwendungen
2.2 Direkte Einbindung in den Unterricht – BYOD
2.2.1 Voraussetzungen
2.2.2 Gründe für den Einsatz mobiler Endgeräte im Klassenzimmer
2.2.3 Beispiele für eine Nutzung im Unterricht
2.3 Veränderte Rolle der Lehrkraft
2.3.1 Gesellschaftliche Erwartungen
2.3.2 Notwendige Unterstützung der Lehrenden
2.3.3 Skepsis gegenüber Smartphones im Unterricht
2.3.4 Wandel der typischen Tätigkeiten
2.4 Aktuelle (Forschungs)Projekte
3 Lerntheoretische Fundierung
3.1 Grundlagen: Aufbau des Gehirns
3.2 Lernformen bei Nutzung mobiler Endgeräte
3.2.1 Lernen aus Texten
3.2.2 Lernen durch Beobachtung
3.2.3 Lernen durch Bearbeiten von Aufgaben
3.3 Relevanz ausgewählter Lerntheorien
3.3.1 Selbsttätigkeit der Schülerinnen und Schüler nach Bruner
3.3.2 Aktive Rolle der Lernenden im Konstruktivismus und Motivation durch Interaktivität
3.3.3 Konnektivismus
3.3.4 Behaviorismus und Konditionierung
3.3.5 Emotionale Prozesse und Leistungsfähigkeit
4 Gefahren und Risiken
4.1 Indirekt negative Auswirkungen
4.1.1 Cybermobbing
4.1.2 Sucht
4.1.3 Digitaler Burnout
4.1.4 Schlafstörungen
4.2 Direkte negative Auswirkungen im Lernprozess
4.2.1 Zu viel und falsche Information
4.2.2 Ablenkung und Reiz zur Prokrastination
4.2.3 Verminderung der Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeitsstörung
5 Fazit und persönliche Stellungnahme
6 Anhang
6.1 Quellen der Zitate
6.2 Fragebogen zur im Rahmen dieser Arbeit durchgeführten Umfrage
6.3 Auswertung der Umfrage
7 Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht das Potential von Smartphones für Lehr- und Lernprozesse, analysiert deren Auswirkungen auf die kognitive Leistungsfähigkeit von Schülern und beleuchtet die veränderte Rolle der Lehrkraft sowie bestehende Risiken durch die digitale Nutzung im schulischen und privaten Kontext.
2.1.1.3 Personalisierte Lernerfahrungen
Mit die wichtigsten positiven Aspekte der Smartphone-Technologie in Bezug auf das Lernen sind aber die Möglichkeit, die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden zu lassen, sowie die Option einer Abstimmung auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Lernenden.
Auf Verbreitungskanälen wie YouTube ist es ein Leichtes, selbstgedrehte Videos direkt online zu stellen. Mittlerweile finden sich auf diesen Plattformen auch viele Lernkanäle und Online-Tutorials, in denen Schüler oder Studenten ihren Mitschülern und Kommilitonen in kurzen Videoclips fachliche Inhalte vermitteln. Hat ein Schüler also beispielsweise die Vorgehensweise zur Bestimmung einer Parabelgleichung im Unterricht nicht verstanden und kommt deswegen bei den Hausaufgaben nicht weiter, genügen wenige Wischer auf dem sowieso fast immer in der Nähe liegenden Smartphone und eine erneute Erklärung kann abgespielt werden. Dies ist für viele nicht nur bequemer als sich selbst nochmal durch die Texte im Schulbuch zu arbeiten, sondern vielleicht auch gerade deswegen zielführend, weil es der jeweilige YouTuber in anderen Worten als der Lehrer erklärt und in vielen Fällen auch in Bezug auf das Alter weniger Abstand zum Schüler/ zur Schülerin hat. Für die Schülerinnen und Schüler, die selbst solche Videos produzieren und ins Netz stellen, ergibt sich durch die erneute, intensive Beschäftigung mit den Inhalten ebenfalls ein Vorteil. Lernen durch Lehren ist längst nicht mehr auf klassische Referate beschränkt. Besitzen Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, selbst Lernumgebungen zu schaffen, werden sie engagierter und neugieriger.
Durch die schier unendlich große Zahl an zur Verfügung stehenden Applikationen im Bereich Lernen kann jeder Schüler seinen Interessen und Vorlieben entsprechend Anwendungen auswählen. Dies ermutigt, sich über den im Lehrplan vorgegebenen und damit fremdbestimmten Schulstoff hinaus Wissen anzueignen. Werden die Lerninhalte von den Jugendlichen selbst bestimmt, geht damit eine höhere Motivation sowie ein „strong sense of ownership“ in Bezug auf das neu erworbene Wissen Hand in Hand.
1 Einleitung – smarte Smombies?: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwart von Smartphones bei Jugendlichen und führt in die Fragestellung ein, wie sich deren Nutzung auf den Lehr-Lernprozess sowie die kognitive Leistung auswirkt.
2 Potential mobiler Endgeräte im Lernprozess: Dieses Kapitel erörtert die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Smartphones, einschließlich informellen Lernens, BYOD-Konzepten im Unterricht und der veränderten Rolle der Lehrkraft als Mentor.
3 Lerntheoretische Fundierung: Hier werden die theoretischen Grundlagen des mobilen Lernens beleuchtet, indem die Nutzung von Endgeräten mit kognitionspsychologischen Erkenntnissen sowie Lerntheorien wie Konstruktivismus und Behaviorismus verknüpft wird.
4 Gefahren und Risiken: Das Kapitel analysiert die negativen Aspekte der Smartphone-Nutzung, insbesondere Cybermobbing, Suchtgefahr, digitalen Burnout und Schlafstörungen sowie direkte negative Effekte auf die Konzentrationsfähigkeit im Unterricht.
5 Fazit und persönliche Stellungnahme: Der Autor zieht ein kritisch-abwägendes Resümee und plädiert für die Stärkung kommunikativer Kompetenzen im Realen, um Schüler vor der bloßen Vereinnahmung durch die digitale Technik zu bewahren.
6 Anhang: Der Anhang dokumentiert die im Rahmen der Arbeit durchgeführte Umfrage unter Lehramtsstudierenden sowie die verwendeten Quellennachweise.
7 Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung der für die Arbeit herangezogenen wissenschaftlichen Quellen und Literatur.
Smartphone, Mobile Learning, Unterricht, Digitalisierung, Gamification, Lernmotivation, Konzentrationsfähigkeit, Cybermobbing, Medienkompetenz, Inklusion, Konstruktivismus, Behaviorismus, BYOD, Lehrkraftrolle, Digitaler Burnout
Die Arbeit untersucht die ambivalenten Auswirkungen der Smartphone-Nutzung auf den schulischen Lernprozess, wobei sowohl die didaktischen Potenziale als auch die erheblichen gesundheitlichen und kognitiven Risiken analysiert werden.
Zentrale Themen sind die Integration mobiler Geräte in den Unterricht (BYOD), personalisiertes Lernen durch Apps, die Anwendung lerntheoretischer Konzepte wie Gamification sowie die Problematiken von Suchtverhalten und Aufmerksamkeitsdefiziten.
Ziel ist es zu klären, ob Smartphones im Unterricht eine sinnvolle Ergänzung darstellen oder durch Ablenkung und Suchtgefahr den Lernerfolg nachhaltig gefährden, und wie Lehrkräfte in dieser Situation agieren können.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse aktueller Bildungs- und Medienforschung sowie einer eigenen empirischen Umfrage unter 34 Studierenden des Lehramts an der Universität Passau.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der Potenziale für personalisiertes Lernen, eine lerntheoretische Einordnung der digitalen Technologie sowie eine ausführliche Analyse der Gefahren, wie etwa Cybermobbing oder Digitaler Burnout.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mobile Learning, Gamification, kognitive Leistungsfähigkeit, Medienkompetenz und die Rolle der Lehrkraft als Netzwerk-Mentor geprägt.
Das Dokument erläutert, dass mobile Endgeräte durch Funktionen wie Vorlese-Apps, vergrößerte Textdarstellungen und Echtzeit-Kommunikation bei körperlichen Beeinträchtigungen oder Legasthenie signifikant zur Inklusion beitragen können.
Die Umfrage zeigt eine kritische Haltung: 100 % der Befragten befürchten negative Auswirkungen auf die Lernleistung, obwohl sie gleichzeitig das Potenzial für Rechercheaufgaben anerkennen.
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