Examensarbeit, 2017
97 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Begriffsdefinitionen
2.1 Zum Begriff „Unterrichtsmedium“
2.1.1 „Personal Computer“
2.1.2 „Sprachlabor“
2.2 Zum Begriff „Innovation“
2.3 Zum Begriff „Nachhaltigkeit“
3 Die Implementierungsentwicklung technischer und digitaler Medien seit der Nachkriegszeit
4 Theorie und Empirie - Zur Implementierung innovativer Medien
4.1 Akteure und Strategien bei schulischen Veränderungen
4.1.1 Die Rolle der Medienpädagogik
4.1.2 Strategien des Wandels
4.2 Innovation als Prozess
4.2.1 Phasenmodelle zu Schulentwicklungsprozessen
4.2.2 Modelle zu Prozessen der Medienintegration
4.3 Modelle zur Schulqualität
4.4 Forschungsstand zu Bedingungsfaktoren
4.4.1 Zur nachhaltigen Implementierung innovativer Medien
4.4.2 Zur nachhaltigen Implementierung von Computermedien
4.4.3 Zur nachhaltigen Implementierung damaliger Sprachlabore
5 Veranschaulichung der Probleme bei nachhaltiger Implementierung
5.1 Der Niedergang des Sprachlabors in Deutschland und der Schweiz
5.1.1 Entwicklungen während der 1960er und 1970er Jahre
5.1.2 Analyse der Befunde
5.2 Die mäßig voranschreitende Computernutzung in deutschen Schulen
5.2.1 Ausgangslage und Entwicklungen seit 2000
5.2.2 Analyse der Befunde
5.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik einer nachhaltigen Implementierung innovativer Medien im schulischen Umfeld. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Faktoren auf verschiedenen Systemebenen der Schule den Implementierungsprozess technischer und digitaler Medien fördern oder hemmen. Dies wird exemplarisch anhand des historischen Beispiels des Sprachlabors und der aktuellen Digitalisierung durch den Personal Computer analysiert, um Zusammenhänge zwischen Schulentwicklung und Medienintegration aufzuzeigen.
4.1.2 Strategien des Wandels
Holtappels (2014) beschäftigt sich u.a. mit der Initiation schulischer Innovation (vgl. Holtappels 2014, S. 13; vgl. auch Gieske-Roland 2015, S. 292 ff.; vgl. auch Holtappels 2016, S. 141 ff.) und untersucht verschiedene theoretische und empirische Forschungsansätze zur Schulentwicklung und Schulwirksamkeit. Er stellt anhand von Fachliteratur bezüglich der Schaffung von Wandel in Bildungsinstitutionen drei Strategien fest (vgl. Holtappels 2014, S. 14), die als
1) Machtstrategien
2) rational-empirische Strategien und
3) normativ-reedukative Strategien
zu bezeichnen sind (vgl. ebd.). Machtstrategien geschehen durch Zwangsmittel nach bürokratisch-hierarchischem Verständnis, die Veränderungen in sozialen Systemen von oben nach unten (Top-Down) erzwingen sollen, wohingegen die rational-empirischen Strategien über bspw. Modellversuche mit Begleitforschungen Erkenntnisse über die Erfordernisse von Veränderungen zu Tage bringen sollen, die durch die empirischen Daten Überzeugung leisten sollen (vgl. ebd.). Hierbei kann es jedoch zu Konflikten kommen, wenn diese Strategien auf die Werte, Motive, Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten der pädagogisch Handelnden geraten, die die Innovation in der Praxis umsetzen sollen. So haben Reformversuche des letzten Jahrhunderts gezeigt, dass Top-Down-Modelle von systembezogenen Strategien bestenfalls äußere Strukturen verändern, intendierte innere Reformen der Organisation und Gestaltung in den Schulen selbst aber nicht auslösen konnten (vgl. ebd.). Neben Druck von außen (wie z.B. durch neue Richtlinien, gesetzliche Vorgaben, Forderungen der Eltern etc.) ist die Einsicht und ein Veränderungsbedürfnis der innerschulischen Akteure erforderlich, damit ein Wandel entstehen kann (vgl. ebd., S. 13-14). Da Schulen einer eigenen Entwicklungsdynamik folgen, versuchen personen- und organisationsbezogene Strategien, die in der Praxis mit der Innovation umgehenden als Subjekte innerschulischer Entwicklungsprozesse zu begreifen, da diese die Neuerung mittragen (vgl. ebd., S. 14-15).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung digitaler Medien in der aktuellen Bildungspolitik sowie das Ziel dar, Implementierungsprobleme mithilfe von Sprachlaboren und Personal Computern zu analysieren.
2 Begriffsdefinitionen: Hier werden zentrale Termini wie „Unterrichtsmedium“, „Innovation“ und „Nachhaltigkeit“ für den weiteren Kontext der Arbeit definiert.
3 Die Implementierungsentwicklung technischer und digitaler Medien seit der Nachkriegszeit: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss der Medienentwicklung in deutschen Schulen von den 1960er Jahren bis zur heutigen Digitalisierung.
4 Theorie und Empirie - Zur Implementierung innovativer Medien: Es werden theoretische Ansätze und empirische Befunde zu Schulentwicklungsprozessen, Medienintegration und Faktoren der Schulqualität dargelegt.
5 Veranschaulichung der Probleme bei nachhaltiger Implementierung: Basierend auf der Theorie erfolgt hier eine praktische Anwendung und Analyse der Faktoren anhand der Beispiele Sprachlabor und Computernutzung.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse zum Implementierungsprozess und den daraus resultierenden Erkenntnissen für die heutige Schulpraxis.
Schulentwicklung, Medienintegration, Unterrichtsmedien, Innovation, Nachhaltigkeit, Sprachlabor, Personal Computer, Schulqualität, Bedingungsfaktoren, Digitalisierung, Implementierung, Bildungsreform, Medienpädagogik, Systemebenen, Schulwirksamkeit
Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen und Problemen, die bei der dauerhaften Implementierung innovativer technischer und digitaler Medien in Schulen auftreten.
Die zentralen Themen sind Schulentwicklung, die historische sowie aktuelle Medienintegration (Sprachlabore vs. PCs), Innovationsmanagement in Bildungseinrichtungen und die Analyse von förderlichen sowie hemmenden Bedingungsfaktoren.
Das Ziel ist es, auf Basis der Schulentwicklungsforschung zu verstehen, warum bestimmte Innovationen nachhaltig in den Schulalltag integriert werden und andere scheitern, indem Faktoren auf verschiedenen Systemebenen untersucht werden.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und verknüpft diese mit empirischen Befunden aus der Schulentwicklungsforschung, um ein Modell zur Veranschaulichung der Implementierungsprobleme zu entwickeln.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Innovations- und Qualitätsmodelle sowie einen empirisch orientierten Teil, in dem die Probleme exemplarisch anhand von Sprachlaboren und modernen Computermedien analysiert werden.
Wichtige Begriffe sind Schulentwicklung, Medienintegration, Innovation, Nachhaltigkeit, Sprachlabor, Personal Computer und Schulqualität.
Das Sprachlabor dient als Paradebeispiel für eine aufwendig installierte, aber letztlich nicht nachhaltig implementierte Unterrichtstechnologie, um typische Muster des Scheiterns aufzuzeigen, die auch heute relevant sind.
Obwohl sich die Technik geändert hat, zeigen sich in der Arbeit Parallelen bei den Problemen, wie etwa der Überforderung von Lehrkräften, mangelnder technischer Unterstützung oder fehlender didaktischer Konzepte.
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