Bachelorarbeit, 2015
109 Seiten, Note: 1
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIELSETZUNG
1.3 FORSCHUNGSMETHODE
1.4 AUFBAU DER ARBEIT
1.5 RESÜMEE
2 Das Tier und der Mensch
2.1 DER HUND
2.1.1 ABSTAMMUNG
2.1.2 ENTWICKLUNG MENSCH-HUND-BEZIEHUNG
2.1.3 FUNKTIONEN DES HUNDES
2.1.4 HUNDESPRACHE
2.1.5 GEBISS UND SINNESWELT DES HUNDES
2.2 DIE KIND-HUND-BEZIEHUNG
2.3 RESÜMEE
3 Hundegestützte Pädagogik
3.1 BEGRIFFSKLÄRUNGEN
3.1.1 AAA – TIERGESTÜTZTE AKTIVITÄTEN
3.1.2 AAT – TIERGESTÜTZTE THERAPIE
3.1.3 AAP/AAE – TIERGESTÜTZTE PÄDAGOGIK/ERZIEHUNG
3.2 ZEITLICHE ENTWICKLUNG
3.3 EINSATZMODELLE
3.3.1 (SCHUL-)BESUCHSHUND
3.3.2 PRÄSENZ-/KLASSENHUND (‚SCHULHUND’)
3.4 VORAUSSETZUNGEN FÜR DEN EINSATZ VON HUNDEN IN KLASSEN
3.4.1 RECHTLICHE GRUNDLAGEN
3.4.2 VORAUSSETZUNGEN SEITENS DER SCHULE
3.4.3 VORAUSSETZUNGEN SEITENS DES LEHRKRAFT-HUND-TEAMS
3.4.4 VORAUSSETZUNGEN IM KLASSENVERBAND
3.5 GRENZEN DES EINSATZES VON HUNDEN IN KLASSEN
3.5.1 ZEITLICHER RAHMEN
3.5.2 STRESS BEIM HUND
3.5.3 ALLERGIEN
3.5.4 ÄNGSTE UND RELIGIÖSE VORBEHALTE
3.5.5 KRITISCHE VORFÄLLE
3.6 RESÜMEE
4 Effekte eines Schulhundes
4.1 BEGRIFFSKLÄRUNGEN ZU DEN KOMPETENZEN
4.2 WISSENSCHAFTLICHE FORSCHUNGSARBEITEN
4.2.1 GUTTMANN ET. AL (1983)
4.2.2 KOTRSCHAL ET AL. (2001)
4.3 POSITIVE AUSWIRKUNGEN EINES SCHULHUNDES
4.3.1 ERHÖHTE SCHULZUFRIEDENHEIT UND MOTIVATION
4.3.2 VERBESSERUNG DES KLASSENKLIMAS
4.3.3 FÖRDERUNG DER KOMMUNIKATION (VERBAL/NONVERBAL)
4.3.4 FÖRDERUNG DES SELBSTWERTS
4.3.5 FÖRDERUNG DES SOZIALVERHALTENS UND DER INTEGRATION SOWIE DER FÄHIGKEIT ZUR EMPATHIE UND EMOTIONSREGULATION (U.A. REDUKTION DES AGGRESSIONSPOTENTIALS)
4.3.6 FÖRDERUNG DER WAHRNEHMUNGEN UND MOTORIK
4.3.7 SICHERER UMGANG MIT HUNDEN
4.3.8 STRESSREDUKTION
4.3.9 VERBESSERUNG IM ARBEITSVERHALTEN
4.3.10 AUSWIRKUNGEN DER LEHRER/IN-HUND-INTERAKTION
4.4 RESÜMEE
5 Praktische Anwendung im Unterricht
5.1 ALLGEMEINE PRINZIPIEN
5.2 DER ERSTE KONTAKT
5.3 ARBEIT MIT EINZELNEN SCHÜLERN/SCHÜLERINNEN
5.3.1 SCHÜLER/INNEN MIT INTROVERTIERT-ÄNGSTLICHEM VERHALTEN
5.3.2 SCHÜLER/INNEN MIT AGGRESSIV-AUSAGIERENDEM VERHALTEN BZW. MIT AUFMERKSAMKEITSDEFIZIT-HYPERAKTIVITÄTSSTÖRUNG (ADHS)
5.3.3 SCHÜLER/INNEN MIT WAHRNEHMUNGS- BZW. SINNESBEEINTRÄCHTIGUNGEN
5.3.4 SCHÜLER/INNEN MIT LERNBEEINTRÄCHTIGUNGEN
5.4 ARBEIT MIT DER GESAMTEN KLASSE
5.4.1 SOZIALES LERNEN
5.4.2 DEUTSCH
5.4.3 MATHEMATIK
5.4.4 SACHUNTERRICHT
5.4.5 BEWEGUNG UND SPORT
5.4.6 BILDNERISCHE ERZIEHUNG
5.4.7 MUSIKERZIEHUNG
5.5 RESÜMEE
6 Zusammenfassende Stellungnahme
Diese Bachelorarbeit untersucht die Voraussetzungen und Methoden zur Implementierung von Schulhunden als Co-Pädagogen in Grundschulklassen, um gezielt sozial-emotionale Kompetenzen der Lernenden zu fördern und das Schulklima positiv zu beeinflussen.
1.1 Problemstellung
Das Modell des Schulhundes wird bereits in vielen Klassen angewendet. Dennoch wird diese Form der Unterrichtsgestaltung manchmal entweder von Seiten der Eltern oder der Kollegen/Kolleginnen bzw. der Schulleitung mit Skepsis betrachtet. Obwohl der Einsatz eines Hundes in einer Schulklasse nicht nur eine adäquate Ausbildung der Lehrperson sowie die Eignung des Tieres erfordert, sondern auch die Einhaltung etlicher weiterer Empfehlungen voraussetzt, können subjektive Einwände bestehen. Deshalb ist von der pädagogischen Fachkraft Informations- bzw. Überzeugungsarbeit zu leisten.
Losgelöst von Vorbehalten führt der Klassenverbund Hund-Kind durchwegs zu positiven Effekten bei den Schülern/Schülerinnen: Die Anwesenheit eines Schulhundes fördert nicht nur ein positives Klassenklima, die Sozialintegration und Kontaktbereitschaft, die Kommunikationsfähigkeit sowie Empathie, sondern reduziert auch Stress und Aggressionsverhalten. Leider gibt es auf diesem Gebiet noch wenig wissenschaftliche Forschungsarbeit. (Vgl. Beetz 2012, S. 52-59; Vanek-Gullner 2012a, S. 7-11)
Es wurde jedoch umfassendes Untersuchungsmaterial mit Erwachsenen im außerschulischen Bereich erhoben. Eine Übertragbarkeit dieser Daten auf die pädagogische Praxis wird – unter Vorherrschen optimaler Bedingungen – angenommen (vgl. Beetz 2012, S. 71 u. S. 103).
Der Lehrer Bernd Retzlaff stellte bereits um das Jahr 2000 während des Klassenunterrichts mit seiner Hündin Jule fest, dass hundegestützte Pädagogik nicht nur zwischen den Kindern bzw. direkt am Kind Wirkung zeigt, sondern dass dadurch auch die Rolle der Lehrperson anders wahrgenommen wird, da die Interaktion des Lehrers/der Lehrerin mit dem Tier bereits Wertevorstellungen und soziale Kompetenzen vermittelt (vgl. Retzlaff 2002, o.S., zit. n. Beetz 2012, S. 52; BMBF 2014, S. 8).
1 EINLEITUNG: Einführung in die historische Entwicklung der Mensch-Hund-Beziehung und Zielsetzung der Arbeit bezüglich des Einsatzes von Schulhunden.
2 Das Tier und der Mensch: Erläuterung der biologischen Grundlagen des Hundes, seiner Rolle als Sozialpartner und der Kind-Hund-Beziehung.
3 Hundegestützte Pädagogik: Definition der Fachbegriffe, Einsatzmodelle, rechtliche Rahmenbedingungen und notwendige Voraussetzungen für den schulischen Einsatz.
4 Effekte eines Schulhundes: Analyse wissenschaftlicher Studien und Darstellung positiver Auswirkungen wie Motivationssteigerung, Stressreduktion und Förderung sozialer Kompetenzen.
5 Praktische Anwendung im Unterricht: Vorstellung konkreter, schulpraxisnaher Übungen und Konzepte für verschiedene Unterrichtsfächer und Zielgruppen.
6 Zusammenfassende Stellungnahme: Fazit über das Potential des Schulhundmodells bei Einhaltung aller professionellen Rahmenbedingungen.
Hundegestützte Pädagogik, Schulhund, Grundschule, Mensch-Hund-Beziehung, Soziale Kompetenz, Emotionale Intelligenz, Stressreduktion, Unterrichtsgestaltung, Inklusion, Klassenklima, Motivationsförderung, Lehrkraft-Hund-Team, Tiergestützte Interventionen.
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Hunden in Grundschulen als pädagogische Begleiter und deren Einfluss auf die sozial-emotionalen Kompetenzen der Schüler.
Es werden die theoretischen Grundlagen der Hund-Mensch-Beziehung, die rechtlichen Rahmenbedingungen für Schulhunde sowie praktische Konzepte für den Unterricht behandelt.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, unter welchen professionellen Voraussetzungen Hunde erfolgreich als Co-Pädagogen fungieren und welche positiven Effekte dabei erzielt werden können.
Die Autorin stützt sich primär auf eine umfassende Literaturrecherche und die Auswertung relevanter wissenschaftlicher Studien im hermeneutischen Verfahren.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte zum Hund, die Definition der tiergestützten Pädagogik, die Darstellung wissenschaftlicher Belege für positive Effekte sowie eine Sammlung praktischer Unterrichtsanwendungen.
Wesentliche Begriffe sind hundegestützte Pädagogik, Schulhund, Sozialverhalten, Empathie, Kompetenzentwicklung und Schulklima.
Ja, es gibt Richtlinien des BMBF sowie zusätzliche landesspezifische Verordnungen, die verpflichtende Ausbildungen und Sicherheitsüberprüfungen vorschreiben.
Die Lehrkraft trägt die alleinige Verantwortung, muss eine spezielle Ausbildung nachweisen und benötigt die Zustimmung der Schulleitung, des Kollegiums und der Eltern.
Ja, die Arbeit thematisiert explizit Risiken wie Stress beim Tier, Allergien, Ängste bei Kindern und die Notwendigkeit, das Tier artgerecht und sicher einzusetzen.
Durch eine theoretische Einführung in die Körpersprache des Hundes und das gemeinsame Erarbeiten von verbindlichen Klassenregeln wird der Grundstein für einen respektvollen Umgang gelegt.
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