Bachelorarbeit, 2017
29 Seiten, Note: 3,3
Didaktik für das Fach Französisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einführung
1.1 Hörverstehen als Untersuchungsgegenstand
1.1.1 Hörverstehen als Zusammenspiel von bottom-up und top-down Prozesse
1.1.2 Hörverstehen als mehrschichtiges Konstrukt
1.2 Teilkompetenz im Bereich Hörverstehen
2. Hörverstehen im Französischunterricht
2.1 Merkmale der französischen Intonation und Betonung
2.1.1Nasale Phoneme und stumme Konsonanten
2.1.2 Das e caduc, muet, instable
2.1.3 Die Liaison
3. Authenzität im Französischunterricht
3.1 Vorteile der Authenzität
3.1.1 Nachteile der Authenzität
3.2 Zur Nutzung von Alltagsdialogen im Hörverstehensunterricht
4. Herausforderung des Hörverstehen im Französischunterricht für Lernende mit deutscher Sprache
4.1 Differenzierte Förderung des Hörverstehen unter Berücksichtigung der Teilkompetenz
4.1.1 Musik zur Förderung des Hörverstehen
4.1.2 Phonetische Aufgaben zur Förderung des Hörverstehen
4.1.3 Das Drei-Phasen-Modell
4.1.4 Förderung des Hörverstehens durch Dialoge
4.2 Zusammenfassung und Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit untersucht den komplexen Prozess des Hörverstehens im Französischunterricht, speziell unter Berücksichtigung der Herausforderungen für Lernende mit deutscher Muttersprache. Das zentrale Ziel ist es, die Schwierigkeiten bei der Erfassung französischer phonetischer Besonderheiten zu analysieren und methodische Lösungsansätze für eine gezielte Förderung dieser rezeptiven Kernkompetenz aufzuzeigen.
2.1.2 Das e muet, caduc, instable
„La question du (ə) muet est la plus difficile et la plus controversée de toutes celles que soulève la prononciation française“ (Klein 1982 : 90) Damit wird bereits die nächste Komplexität vorausgesagt. Das e ist nicht eben immer stumm, denn es ist von der konsonantischen Umgebung abhängig, wann dieser Laut tatsächlich stumm, schwach artikuliert oder vollkommen betont wird.
Beispielsweise ist es im Wort „la rue“ stumm, in „le premier“ schwach und sogar ganz betont. Aus diesem Grund wird dieser neutrale Vokal, der ohne einen speziellen Stimmdruck artikuliert wird, in e caduc oder e instable eingeteilt. Das e ist nach Vokal am Silbenende immer stumm: vie, joue, aiguë, bei der Elision vor vokalisch anlautendem Wort: un arbr(e) immense oder als reines Schreibzeichen: nous mangeons, la gageure, l‘eau. Für das e instable soll nach Klein das „Drei-Konsonanten-Gesetz“, verantwortlich sein: „Le (ə) caduc ne se prononce obligatoirement que lorsqu‘il est nécessaite pour éviter la rencontre de trois consonnes. Son maintenant ou sa chute dépend essentiellement de ce qui précède“ (Klein 1982 : 92).
1. Einführung: Die Einleitung verortet das Hörverstehen als zentrale fremdsprachliche Kompetenz und umreißt die theoretischen Grundlagen des kognitiven Verarbeitungsprozesses.
2. Hörverstehen im Französischunterricht: Dieses Kapitel erläutert die spezifischen phonetischen Herausforderungen des Französischen, wie die Intonation, Betonung, nasale Phoneme und das E caduc.
3. Authenzität im Französischunterricht: Hier wird der Wert von authentischem Material diskutiert sowie die Rolle von Alltagsdialogen im Fremdsprachenerwerb kritisch reflektiert.
4. Herausforderung des Hörverstehen im Französischunterricht für Lernende mit deutscher Sprache: Dieser Abschnitt analysiert die besonderen Schwierigkeiten für deutsche Muttersprachler und präsentiert methodische Förderansätze, inklusive des Drei-Phasen-Modells.
Hörverstehen, Französischunterricht, Fremdsprachendidaktik, Phonetik, Liaison, Bottom-up, Top-down, Authenzität, Kommunikative Kompetenz, Drei-Phasen-Modell, E caduc, Sprachwahrnehmung, Rezeption, Didaktik.
Die Arbeit befasst sich mit der komplexen Kompetenz des Hörverstehens im Französischunterricht und untersucht, wie Lernende mit deutscher Muttersprache diesen Prozess erfolgreich meistern können.
Die zentralen Felder sind die kognitive Psychologie des Hörverstehens, französische phonetische Besonderheiten sowie didaktische Strategien zur gezielten Förderung im schulischen Kontext.
Ziel ist es, die Herausforderungen für deutsche Lernende beim Erwerb des französischen Hörverstehens aufzuzeigen und methodische Lösungen zur Verbesserung dieser Kernkompetenz anzubieten.
Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse und fachdidaktische Theoriebildung, um den Prozess des Hörverstehens und seine methodische Förderung zu beleuchten.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse phonetischer Merkmale (Liaison, Nasale, E caduc), der Bedeutung von Authentizität bei Hörtexten sowie konkreten Unterrichtsmodellen wie dem Drei-Phasen-Modell.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Kommunikative Kompetenz, rezeptive Fertigkeiten, phonetische Diskriminierung, Sprachwahrnehmung und methodische Progression.
Das E caduc ist laut der Arbeit kontextabhängig stumm, schwach oder betont, was für Lernende aufgrund komplexer konsonantischer Regeln, wie dem Drei-Konsonanten-Gesetz, eine hohe Schwierigkeit darstellt.
Selbstevaluation ermöglicht es den Lernenden laut der Autorin, ihre individuellen Stärken und Schwächen im Französischunterricht besser einzuschätzen und den eigenen Lernfortschritt aktiv zu gestalten.
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