Masterarbeit, 2018
71 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Du-Evidenz
2.2 Biophilie-Hypothese
2.3 Bindungstheorie
2.3.1 Der Hund als Bindungspartner
2.3.2 Oxytocin-System-Theorie
2.3.3 Exekutive Funktionen
2.3.4 Spiegelneurone
3 Der Hund als Verbindung zwischen Natur und Gesellschaft
4 Kinder-Tier-Beziehung
5 Nachgewiesene Wirkung von Tieren
6 Begriffsdefinitionen
6.1 Tiergestützte Intervention
6.2 Tiergestützte Aktivitäten
6.3 Tier-/ Hundegestützte Therapie
6.4 Tier-/ Hundegestützte Pädagogik
7 Der Schulhund
7.1 Der Schulhund als Co-Pädagoge
7.2 Der Lehrer als Lernpartner/ Lernbegleiter
7.3 Der Hund als Lernpartner/ Lernbegleiter
7.4 Der Einsatzbereich des Schulhundes – Schulformen und Klassenstufen
7.5 Mögliche Schwierigkeiten des Hundeeinsatzes
8 Die Qualität von Unterricht
8.1 Qualitätsdefinition im Schulbereich und der Tiergestützten Intervention
8.2 Wirkeffekte von Hunden im Rahmen Hundegestützter Pädagogik im Unterricht
8.3 Forschungsstand und Auswirkungen des Schulhundeeinsatzes
8.3.1 Forschungsstand/ Auswirkungen auf die Motivation
8.3.2 Forschungsstand/ Auswirkungen auf das Sozialverhalten
8.3.3 Forschungsstand/ Auswirkungen auf die Empathiefähigkeit
8.3.4 Forschungsstand/ Auswirkungen auf den Lärmpegel in der Klasse
8.3.5 Weiterer Forschungsstand/ Auswirkungen durch den Schulhund
9 Zusammenfassung und Beantwortung der Forschungsfrage
Die Arbeit untersucht, ob und inwiefern der Einsatz eines Schulhundes als Lernbegleiter oder Lernpartner zu einer Qualitätssteigerung des Unterrichts beitragen kann, indem sie theoretische Grundlagen sowie aktuelle Forschungsergebnisse zur Mensch-Tier-Beziehung und deren Wirkung im schulischen Kontext analysiert.
2.3.2 Oxytocin-System-Theorie
Das Hormon Oxytocin wird auch als Bindungs-Hormon oder Kuschel-Hormon bezeichnet. Die Oxytocin-System-Theorie erklärt den positiven Effekt von Hunden auf den Menschen durch die Ausschüttung des Hormons Oxytocin bei Wärme und positiver Berührung. Die Effekte des Oxytocins sind vielfältig und es ist wichtig, zu verstehen, wieso dieses Hormon erheblich zur Erklärung positiver Wirkungen von Hunden auf den Menschen beiträgt und welche Implikationen das darauf für die hundegestützte Pädagogik ergeben.
Die Produktion des Hormons findet im Hypothalamus, also im basalen Zwischenhirn, statt. Sobald Nerven, die das Hormon Oxytocin erhalten, z.B. durch Berührung stimuliert werden, gelangt das Hormon in den Blutkreislauf und das Gehirn. Das Hormon wird besonders beim Stillen von Babys, bei Wärme und beim Streicheln ausgeschüttet. Die Verhaltensforscher Odendaal und Meintjes fanden 2003 heraus, dass sich der Oxytocinspiegel im Blut auch durch das Streicheln eines Hundes erhöht und das für die Dauer von etwa einer Stunde. Die Forscher nehmen an, dass dies damit zusammenhängt, dass sich Menschen von trainierten und gut geführten Tieren uneingeschränkt akzeptiert fühlen. Das Hormon Oxytocin hat folgende physiologische Effekte: Es verringert die Spiegel von Stresshormonen wie Kortisol bei Mensch und Tier, vor allem in Reaktion auf einen sozialen Stressor; vermindert Blutdruck und Herzfrequenz für mehrere Stunden und erhöht die periphere Hautdurchblutung; hat eine entzündungshemmende Wirkung, setzt die Schmerzgrenze herauf und erhöht die Funktion des parasympathischen Nervensystems und des endokrinen Systems, die mit Verdauung, Wachstum, Heilung und Erholung im Zusammenhang stehen; es wirkt also gesundheitsfördernd.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel und die damit verbundenen veränderten Anforderungen an die Schule, was den Einsatz von Schulhunden als neue Lernform begründet.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert wissenschaftliche Erklärungsmodelle für die Mensch-Tier-Beziehung, wie die Du-Evidenz, die Biophilie-Hypothese und die Bindungstheorie.
3 Der Hund als Verbindung zwischen Natur und Gesellschaft: Es wird die Entfremdung von der Natur in der heutigen Gesellschaft thematisiert und aufgezeigt, wie Tiere als Brückenbauer fungieren können.
4 Kinder-Tier-Beziehung: Dieser Teil untersucht, warum Kinder eine besondere affektive Nähe zu Tieren aufbauen und welche Bedeutung dies für ihre Entwicklung hat.
5 Nachgewiesene Wirkung von Tieren: Hier werden psychologische und physiologische Effekte der Interaktion mit Tieren, insbesondere Hunden, auf Menschen zusammengefasst.
6 Begriffsdefinitionen: Das Kapitel differenziert zwischen den verschiedenen Formen tiergestützter Ansätze, wie Intervention, Therapie und Pädagogik.
7 Der Schulhund: Hier werden Einsatzmöglichkeiten, Rollenbilder und potenzielle Herausforderungen bei der Integration von Hunden in den Schulalltag diskutiert.
8 Die Qualität von Unterricht: Dieser Abschnitt verknüpft Qualitätsmanagement in Schulen mit den spezifischen Wirkungen hundegestützter Pädagogik und analysiert den aktuellen Forschungsstand.
9 Zusammenfassung und Beantwortung der Forschungsfrage: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der positiven Wirkungen und einem Ausblick auf die zukünftige Bedeutung von Schulhunden für das Bildungssystem.
Schulhund, Tiergestützte Pädagogik, Mensch-Tier-Beziehung, Lernbegleiter, Qualität von Unterricht, Bindungstheorie, Oxytocin, Sozialverhalten, Empathie, Motivation, Stressreduktion, Lernatmosphäre, Co-Pädagoge, Schulalltag, Individuelle Förderung.
Die Arbeit analysiert den Einsatz von Schulhunden als pädagogische Unterstützer und deren Einfluss auf die Qualität von Unterricht sowie die ganzheitliche Entwicklung von Schülern.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung der Mensch-Tier-Beziehung, die Differenzierung pädagogischer Interventionsformen und der aktuelle Forschungsstand zu Wirkungen im schulischen Umfeld.
Das primäre Ziel ist es, wissenschaftlich zu begründen, ob und wie ein Schulhund als Lernbegleiter aktiv zur Qualitätssteigerung des Unterrichts beitragen kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender theoretischer Konstrukte, Studien und Erkenntnisse aus der tiergestützten Pädagogik.
Der Hauptteil befasst sich mit Bindungs- und Entwicklungstheorien, Begriffsdefinitionen, den konkreten Einsatzbereichen von Schulhunden sowie der empirischen Auswertung der Auswirkungen auf Schüler.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie hundegestützte Pädagogik, Lernatmosphäre, Stressreduktion, Bindungstheorie und Schulentwicklung geprägt.
Oxytocin fungiert als "Bindungshormon", das durch positive Interaktion mit Hunden ausgeschüttet wird, wodurch Stress reduziert und soziale Kompetenzen sowie die Lernbereitschaft gefördert werden.
Während die Therapie zielgerichtet therapeutische Prozesse durch Fachpersonal unterstützt, ist der Schulhund primär im pädagogischen Setting verankert, um Lernprozesse und das soziale Miteinander zu fördern.
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