Fachbuch, 2018
100 Seiten
1 Schulpädagogische und bildungspolitische Aktualität
1.1 Thesenformulierung und Vorgehensweise
2 Zentrale Aspekte der Resilienzforschung
2.1 Theoretische Einbettung des Resilienzkonzepts
2.2 Die Entstehung der Resilienzforschung
2.3 Risikoerhöhende und –mildernde Faktoren in der Entwicklung Heranwachsender
2.4 Das Resilienzfaktorenkonzept
3 Exemplarische Aufarbeitung des Resilienzfaktors Selbstwirksamkeit
3.1 Die Selbstwirksamkeitstheorie nach Bandura
3.2 Entwicklungskontexte der Selbstwirksamkeit
3.3 Quellen der Selbstwirksamkeit
4 Empirische Aufarbeitung des Forschungsstandes
4.1 Ausgewählte Forschungsergebnisse mit resilienzorientierter Ausrichtung
4.2 Ausgewählte Forschungsergebnisse mit selbstwirksamkeitsorientiert Ausrichtung
5 Selbstwirksamkeit von Schülerinnen und Schülern der Klasse 10 verschiedener Schulformen
5.1 Fragestellung und Forschungshypothese
5.2 Rahmenbedingungen
5.3 Methode
5.4 Evaluation der Forschungsergebnisse
5.5 Zusammenfassung und Diskussion ausgewählter Forschungsergebnisse
6 Förderung der Selbstwirksamkeit in der pädagogischen Praxis
7 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Selbstwirksamkeit von Schülerinnen und Schülern und deren Resilienz im schulischen Kontext, wobei eine eigene Pilotstudie an drei verschiedenen Schulformen der 10. Jahrgangsstufe durchgeführt wurde, um die Forschungsfrage zu klären, ob Gymnasiasten über eine höhere Selbstwirksamkeit verfügen als Schüler von Gesamt- oder Hauptschulen.
3.1 Die Selbstwirksamkeitstheorie nach Bandura
‚Es ist machbar!’ lautete die Nachricht, als der erste Menschen eine Meile in unter vier Minuten lief. 1954 brach Roger Bannister die magische Grenze und offenbarte, „die Leistungsfähigkeit des Körpers [...] ist weniger durch natürliche Grenzen als vielmehr durch psychische Barrieren“ (Schwarzer & Jerusalem 2002, S. 28) eingeschränkt. Lange als unerreichbar geltend, wurde nach diesem Ereignis dieser Rekord jedes Jahr aufs Neue gebrochen. Grund dafür war, dass die „Sportler ihre eigenen Erwartungen an ihre Leistung erhöhten“ (ebd., S. 28) und nach Auflösung der psychischen Barriere bessere Leistung erbrachten (vgl. ebd., S. 28). Ein ähnliches Phänomen wurde in einer Studie mit Studenten beobachtet, die in zwei Gruppen eingeteilt wurden: Pessimisten und Optimisten. Beobachtet wurde, wie sich negative oder positive Denkmuster auf den Leistungsprozess auswirkten.
Festzustellen war, der größere Erfolg bei den Optimisten während ihrer Universitätslaufbahn (vgl. ebd., S. 33). Bereits Emmy Werner schrieb in ihrer Kauai-Studie (siehe Kapitel 4.1.1) über die als resilient bezeichneten Heranwachsen: „Ein Gefühl von Kompetenz und eine Überzeugung, durch das eigene Tun etwas bewirken zu können, scheint das allgemeine Kennzeichen dieser Kinder zu sein“ (Werner 1990; zit. Nach Göppel 1999, S. 27). Forscher erkannten dies als den Einflussfaktoren,, der hinter der überdauernden Persönlichkeitseigenschaft steckt, welche das Denken, Fühlen und Handeln beeinflusst und mittels angemessener Selbstregulation hilft, ein Ziel zu erreichen und benannten es Selbstwirksamkeit.
1 Schulpädagogische und bildungspolitische Aktualität: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz von Resilienz und Selbstwirksamkeit im Kontext der heutigen Arbeitswelt und Schule.
2 Zentrale Aspekte der Resilienzforschung: Hier werden theoretische Grundlagen des Resilienzkonzepts, die Entstehung der Forschung und die Bedeutung von Risiko- und Schutzfaktoren dargelegt.
3 Exemplarische Aufarbeitung des Resilienzfaktors Selbstwirksamkeit: Das Kapitel widmet sich der Theorie nach Bandura, den Quellen der Selbstwirksamkeit und deren Bedeutung als Resilienzfaktor.
4 Empirische Aufarbeitung des Forschungsstandes: Es werden zentrale Studien wie die Kauai-Längsschnittstudie und die Mannheimer Risikokinderstudie im Hinblick auf Resilienz und Selbstwirksamkeit vorgestellt.
5 Selbstwirksamkeit von Schülerinnen und Schülern der Klasse 10 verschiedener Schulformen: Darstellung der eigenen Pilotstudie, ihrer Methodik, Hypothesen und der Auswertung der erhobenen Daten.
6 Förderung der Selbstwirksamkeit in der pädagogischen Praxis: Dieses Kapitel diskutiert konkrete Ansätze für Lehrkräfte, um die Selbstwirksamkeit von Schülern aktiv zu fördern.
7 Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Anregungen für zukünftige Forschungen sowie eine Reflexion zur Bedeutung in der Lehrerausbildung.
Resilienz, Selbstwirksamkeit, Selbstwirksamkeitserwartung, schulische Leistung, Pädagogik, Risikoerhöhende Faktoren, Schutzfaktoren, Schüler, Bildungsforschung, Kompetenzerwerb, Stressbewältigung, Kulturelles Kapital, Pilotstudie, Förderung, Lehrkraft.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Selbstwirksamkeit als zentralem Resilienzfaktor für Schülerinnen und Schüler und untersucht, wie diese im schulischen Alltag gefördert werden kann.
Die zentralen Felder sind die Resilienzforschung, die Selbstwirksamkeitstheorie nach Albert Bandura, sowie die empirische Untersuchung zur Selbstwirksamkeit in verschiedenen Schulformen der Sekundarstufe I.
Das Hauptziel ist die Untersuchung der Unterschiede in der Selbstwirksamkeit von Schülern der 10. Klasse an Gymnasien, Gesamtschulen und Hauptschulen.
Der Autor nutzt eine Kombination aus theoretischer Aufarbeitung der Fachliteratur und einer quantitativen Pilotstudie (Fragebogenerhebung) an drei verschiedenen Schulen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Herleitung der Resilienz- und Selbstwirksamkeitskonzepte, eine Analyse bedeutender Längsschnittstudien sowie die Durchführung und Evaluation der eigenen Pilotstudie.
Resilienz, Selbstwirksamkeit, Schulformen, empirische Forschung, Förderung, Risiko- und Schutzfaktoren.
Lehrkräfte können durch gezielte Rückmeldungen, das Setzen von Nahzielen und die Vermittlung von Erfolgserlebnissen die Selbstwirksamkeit ihrer Schüler stärken und ihnen als positives Modell dienen.
Die Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen der Anzahl der Bücher im Elternhaus und der Selbstwirksamkeit; dabei zeigten sich Leistungsunterschiede zwischen den Schulformen, die mit dem kulturellen Kapital in Korrelation stehen könnten.
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