Bachelorarbeit, 2018
66 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Einleitende Fragestellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretischer Rahmen
2.1 Verhältnisbestimmung: Migration und Bildungschancen
2.2 Statistische Datenlage aktueller Migration und Bildungsbeteiligung
2.3 Schulebene: Integration von neu zugewanderten SchülerInnen
2.4 Unterrichtseben: Integrationskonzept Sekundarschule
3. Praktische Analyse
3.1 Problemorientierung
3.2 Forschungsgegenstand und Methodik
3.3 Kategorienbildung und Interviewleitfaden
3.4 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
4. Zusammenfassung
4.1 Resümee
4.2 Ausblick
5. Literaturverzeichnis
5.1 Internetquellen
6. Anhang
6.1 Transkript Klassenlehrer
6.2 Transkript DaZ-Lehrerin
Die Arbeit untersucht kritisch die Bildungschancen neu zugewanderter Jugendlicher an weiterführenden Schulen. Ziel ist es, mittels einer qualitativen Analyse zu hinterfragen, ob bildungspolitische Maßnahmen und schulische Integrationskonzepte die erforderlichen Voraussetzungen schaffen, um diesen Schülern einen für die Berufsausbildung notwendigen Schulabschluss zu ermöglichen.
3.2 Forschungsgegenstand und Methodik
In diesem Kapitel wird zuerst ein kurzer Einblick in den zugrundeliegenden sozialwissenschaftlichen Forschungsbereich und deren analytische Funktion anhand von vier Kennzeichen gegeben. Danach wird aus dem Forschungsbereich eine ausgesuchte Methode vorgestellt (Problemzentriertes Interview WITZEL), welche durch eine weitere methodische Orientierung (Leitfadeninterview HELFFERICH) unterstützt wird. Anschließend soll eine Auswertungsform für die Daten aus dem Interview (Qualitative Inhaltsanalyse MAYRING) vorgestellt werden. Im anschließenden Kapitel werden dann aus dieser Inhaltsanalyse für den Forschungsgegenstand konkrete Kategorien für die Auswertung der Forschungsfrage festgelegt. Auch ist der Interviewfaden mittels der Kategorienbildung entworfen worden, d.h. die Interviewfragen wurden inhaltlich an die Kategorien angepasst. Insgesamt wurden fünf Fragenbereiche auf vier Kategorien, die dem Forschungsgegenstand zugrunde liegen, konzipiert. Die beiden Transkriptionen der Interviews werden im Anhang bereitgestellt.
Für die qualitative Sozialforschung sind Interviews eine weitverbreitete und ausdifferenzierte Methode, um Datenmengen für bestimmte Forschungsgegenstände herzustellen. Als ein grundsätzliches Prinzip gilt dabei die Offenheit. Die Offenheit wird methodologisch durch das Interview gewährleistet. Bei dem Interview werden Daten erhoben, die Produkte verbaler Kommunikation sind. Dabei wird dem/der Interviewtem die Option gestellt ihre/seine Wirklichkeit, unvoreingenommen bzw. offen zu rekonstruieren. Über das Kennzeichen der Offenheit ist es möglich, an die für die Forschungsfragen entscheidenden Bedeutungen und Zusammenhänge zu kommen (vgl. Flick 2007 / Helfferich 2011).
Ferner ist ein wesentliches Kennzeichen der qualitativen Forschung, dass bei der Komplexität eines Forschungsgegenstandes eine Gegenstandsangemessenheit von Methoden und Theorien beachtet werden muss (vgl. Flick 2007). Der hier aufgeführte Forschungsgegenstand einer Problemkonstellation von Bildungschancen Neuzugewanderter entspricht durch die methodische Auswahl des Problemzentrierten Interviews diesem qualitativen Kennzeichen. Der zu untersuchende Gegenstand wird durch diese ausgewählte Methode nicht zerlegt, sondern werden Komplexität und Ganzheit im alltäglichen Kontext miteinbezogen.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Bildungschancen für neu zugewanderte Jugendliche und Vorstellung der Forschungsfrage sowie des Arbeitsaufbaus.
2. Theoretischer Rahmen: Darstellung der theoretischen Grundlagen zu Migration und Bildungschancen, statistische Datenlage sowie Konzepte zur schulischen Integration.
3. Praktische Analyse: Methodische Vorgehensweise und empirische Untersuchung mittels problemzentrierter Interviews mit Lehrpersonen zur schulischen Situation neu zugewanderter Jugendlicher.
4. Zusammenfassung: Zusammenführung der theoretischen und praktischen Ergebnisse sowie kritische Reflexion und Ausblick.
5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Internetquellen zur Untermauerung der Arbeit.
6. Anhang: Bereitstellung der Transkripte der durchgeführten Experteninterviews mit dem Klassenlehrer und der DaZ-Lehrkraft.
Bildungschancen, Migration, Integrationspolitik, Sekundarschule, Bildungsgerechtigkeit, neu zugewanderte Jugendliche, problemzentriertes Interview, qualitative Inhaltsanalyse, Schulpflicht, Schulabschluss, Bildungsungleichheit, Deutsch als Zweitsprache, Integrationskonzept, Sprachförderung, Berufsausbildung
Die Bachelorarbeit setzt sich mit der Problematik der Bildungschancen von neu zugewanderten Jugendlichen im deutschen weiterführenden Schulsystem auseinander.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle von Migrationsforschung und Bildungspolitik, der Analyse aktueller Integrationskonzepte an Schulen sowie der Untersuchung von Hürden beim Erwerb von Schulabschlüssen.
Es wird untersucht, ob aktuelle schulische Integrationsmaßnahmen und Bildungsangebote tatsächlich Chancengleichheit für neu zugewanderte SchülerInnen ermöglichen, insbesondere im Hinblick auf den Einstieg in eine berufliche Ausbildung.
Die Autorin nutzt eine qualitative Forschungsstrategie, konkret das leitfadengestützte, problemzentrierte Interview nach Witzel, welches mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Bildungssituation von Migranten sowie eine praktische Analyse, in der Interviews mit Lehrpersonen zur Umsetzung des schulischen Integrationskonzepts ausgewertet werden.
Zentrale Begriffe sind Bildungschancen, Integration, Bildungsgerechtigkeit, neu zugewanderte Jugendliche und Schulabschluss.
Das Konzept dient als konkretes Praxisbeispiel, um zu prüfen, wie bildungspolitische Vorgaben auf unterster Ebene umgesetzt werden und ob die gewählte Sprachförderung effektiv zum Schulerfolg beiträgt.
Die Autorin diskutiert die Vorgabe, dass SchülerInnen nach zwei Jahren in Regelklassen übergehen sollen, und hinterfragt kritisch, ob dieser Zeitraum ausreicht, um die notwendigen sprachlichen und fachlichen Kompetenzen für einen qualifizierten Abschluss zu erwerben.
Sie kritisiert, dass der Fokus im aktuellen Konzept zu stark auf der reinen Sprachförderung liegt, während abschlussrelevante Kernfächer vernachlässigt werden, was die Bildungschancen der Jugendlichen langfristig einschränkt.
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