Bachelorarbeit, 2017
77 Seiten, Note: 2,7
1. KINDHEIT HEUTE
1.1. KINDHEIT NACH HURRELMANN
1.2. ASPEKTE DER KINDERFORSCHUNG
1.3. FAMILIENSITUATION
1.4. INSTITUTIONALISIERTE KINDHEIT
1.5. VON MEINUNGSFREIHEIT, PARTIZIPATION UND PLURALITÄT GEPRÄGTE KINDHEIT
1.6. SCHNELLLEBIGE UND DIGITALISIERTE KINDHEIT
1.7. KINDER IN EINER INTEGRATIONSGESELLSCHAFT
2. ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGIE
2.1. PIAGETS STUFEN DER KOGNITIVEN ENTWICKLUNG
2.1.1. SENSOMOTORISCHE STUFE
2.1.2. PRÄOPERATIONALE STUFE
2.2. DAS STUFENMODELL DER PSYCHOSOZIALEN ENTWICKLUNG NACH ERIKSON
2.2.1. UR-VERTRAUEN GEGEN UR-MISSTRAUEN
2.2.2. AUTONOMIE GEGEN SCHAM UND ZWEIFEL
2.2.3. INITIATIVE GEGEN SCHULDGEFÜHL
2.3. EIN BLICK IN DIE HIRNFORSCHUNG
3. BILDUNGSGRUNDSÄTZE IN KINDERTAGESBETREUUNG IN NORDRHEIN-WESTFALEN
3.1. ENTWICKLUNG DER BILDUNGSBEREICHE
3.2. BILDUNGSBEREICH RELIGION UND ETHIK
3.2.1. EXKURS: RELIGIÖSE BILDUNG IN KITAS IN BERLIN
3.2.2. UNTERSCHIEDE VON RELIGIONSBEGRIFFEN
3.2.3. PÄDAGOGISCHE RELEVANZ
4. DER AUFTRAG EVANGELISCHER KINDERTAGESEINRICHTUNGEN
4.1. WERTE UND NORMEN
4.2. RESILIENZ
5. KONZEPTE / ANSÄTZE
5.1. INTEGRIERTE RELIGIONSPÄDAGOGIK
5.2. KATECHETISCHER ANSATZ
5.3. KINDERTHEOLOGIE
5.3.1. METHODEN DER KINDERTHEOLOGIE
5.4. GESCHICHTEN ERZÄHLEN
6. KONSEQUENZEN FÜR DIE PRAXIS IN EVANGELISCHEN KITAS
7. FORTBILDUNG FÜR ERZIEHER_INNEN
7.1. KIRCHENRECHTLICHE REGELUNGEN INNERHALB DER EVANGELISCHEN KIRCHE IM RHEINLAND
8. KONZEPT EINER FORTBILDUNG
8.1. AUSSCHREIBUNG
8.2. BASISTEIL
8.2.1. AUSEINANDERSETZUNG MIT DER EIGENEN IDENTITÄT
8.2.2. ZIELE: WAS IST FÜR MICH WICHTIG, WAS MÖCHTE ICH WEITERGEBEN?
8.2.3. VORGABEN DES TRÄGERS
8.3. THEORETISCHER TEIL
8.4. PRAKTISCHER TEIL FÜR FACHKRÄFTE
8.4.1. MEIN PERSÖNLICHES ERFAHRUNGSTAGEBUCH
8.5. BIBLISCHER TEIL
8.5.1. ARCHE NOAH
8.5.2. URGESCHICHTE, JESUS UND DIE KINDER
8.5.3. MOSE
8.5.4. DAVID GEGEN GOLIAT
8.5.5. JONA
8.5.6. PSALM 23
8.5.7. JESUS UND DER STURM
8.5.8. DAS VERLORENE SCHAF
8.5.9. DER VATER UND DIE BEIDEN SÖHNE
8.6. PRAKTISCHE ELEMENTE FÜR KINDER
8.6.1. RAHMEN DER ANGEBOTE / RITUALE
8.6.2. EINGANGSWORTE
8.6.3. SEGEN
8.7. ZIELE: WAS IST FÜR MICH WICHTIG, WAS MÖCHTE ICH WEITERGEBEN? (WIEDERHOLUNG)
8.8. LITERATURTISCH
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie der Bildungsbereich "Religion und Ethik" in evangelischen Kindertageseinrichtungen (Kitas) in Nordrhein-Westfalen kindorientiert gestaltet werden kann. Ausgehend von der Lebenswelt heutiger Kinder und entwicklungspsychologischen Erkenntnissen leitet die Arbeit Anforderungen an die pädagogische Praxis ab und konzipiert darauf aufbauend eine Fortbildung für pädagogische Fachkräfte.
Die große Flut (1.Mose 7-9)
So wie Kain waren viele Menschen auf der Erde. Sie folgten dem Dämon des Zorns. Sie folgten ihrer Gier. Sie folgten ihrem Hass. Sie machten viel kaputt, die Menschen auf der Erde. Bald gab es keinen Ort mehr, wohin Gott die Neider und die Hasser und die Totschläger schicken konnte. Und Gott wandte sich ab. ‚Das nimmt ein böses Ende‘, dachte er wohl.
Und dann war da Noah. Einer, der bebaute und bewahrte. Der oft nach Gott, dem Schöpfer, fragte. Und dem es leid tat, dass die Erde mehr und mehr verdarb. ‚Das nimmt ein böses Ende‘, dachte er. Und eines Tages begann er, einen großen Holzkasten zu bauen, höher und breiter und länger als das größte Haus.
„Was machst du da?“, fragte Noahs Frau. „Ich baue eine Arche“, sagte Noah. „Eine Arche“, sagte seine Frau. „Was ist das?“ Noah antwortete: „Ein Haus, das schwimmen kann. Wir werden darin sicher sein, wir und die Tiere.“
„Sicher?“, fragte seine Frau.
„Wenn die große Flut kommt“, sagte er.
„Welche Flut?“, fragte seine Frau.
„Eine Sintflut, ein furchtbarer Regen“, antwortete Noah. „Gott hat es mir gesagt.“
Als die Arche fertig war, rief Noah die Tiere. Und sie kamen, Paar für Paar. Sie gingen in die Arche. Noah und seine Familie gingen hinter ihnen. Da hatte der Regen schon eingesetzt. Nach Noahs letztem Sohn schloss sich die Tür. „Das war Gott“, sagte Noah. „Gott hat hinter uns die Tür geschlossen.“
1. KINDHEIT HEUTE: Dieses Kapitel beleuchtet das moderne Verständnis von Kindheit unter Aspekten wie Medialisierung, Pluralität und institutioneller Betreuung.
2. ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGIE: Es werden zentrale Stufenmodelle (Piaget, Erikson) und neurobiologische Grundlagen vorgestellt, um kindliche Lernprozesse und religiöse Entwicklung zu verstehen.
3. BILDUNGSGRUNDSÄTZE IN KINDERTAGESBETREUUNG IN NORDRHEIN-WESTFALEN: Das Kapitel erläutert den rechtlichen Bildungsauftrag und die spezifische Einordnung des Bildungsbereichs Religion und Ethik in NRW.
4. DER AUFTRAG EVANGELISCHER KINDERTAGESEINRICHTUNGEN: Hier werden die theologischen Grundlagen und diakonischen Schwerpunkte evangelischer Einrichtungen definiert.
5. KONZEPTE / ANSÄTZE: Es werden praxisrelevante Ansätze wie die integrierte Religionspädagogik und die Kindertheologie detailliert beschrieben.
6. KONSEQUENZEN FÜR DIE PRAXIS IN EVANGELISCHEN KITAS: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit den Anforderungen an den pädagogischen Alltag.
7. FORTBILDUNG FÜR ERZIEHER_INNEN: Es wird die kirchenrechtliche Situation der FeBE sowie die Notwendigkeit von Fortbildungen im religiösen Bereich thematisiert.
8. KONZEPT EINER FORTBILDUNG: Den Abschluss bildet ein konkreter Entwurf für eine 5-tägige Fortbildung, inklusive methodischer Anregungen und biblischer Texte.
Religionspädagogik, Kindertageseinrichtung, Kindertheologie, evangelische Kita, Bildungsgrundsätze NRW, frühkindliche Bildung, Elementarbildung, Resilienz, Lebenswelt, Partizipation, Identitätsentwicklung, religiöse Erziehung, Bildungsvereinbarung, Fortbildung, Wertevermittlung.
Die Arbeit befasst sich mit der kindorientierten Gestaltung des Bildungsbereichs "Religion und Ethik" in evangelischen Kitas in Nordrhein-Westfalen und leitet daraus Anforderungen für die Praxis ab.
Die zentralen Themen umfassen die heutige Lebenswelt von Kindern, entwicklungspsychologische Grundlagen, den Bildungsauftrag evangelischer Einrichtungen sowie verschiedene religionspädagogische Konzepte.
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie das Thema Religion kindgerecht in den Kita-Alltag integriert werden kann, und ein Fortbildungskonzept zu entwickeln, um Fachkräfte hierbei zu unterstützen.
Die Arbeit basiert primär auf einer systematischen Literaturanalyse, in der pädagogische, entwicklungspsychologische und kirchenrechtliche Quellen ausgewertet werden, um theoriegeleitete Handlungsempfehlungen für die Praxis zu erarbeiten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der kindlichen Lebenswelt, entwicklungspsychologische Stufenmodelle, die rechtlichen Grundlagen für religiöse Bildung, theoretische religionspädagogische Ansätze und ein konkretes, praxisnahes Fortbildungskonzept.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Religionspädagogik, Kindertheologie, ganzheitliche Bildung, evangelisches Profil und Praxisreflexion gekennzeichnet.
Kindertheologie wird als ein Dialog zwischen Erwachsenen und Kindern verstanden, bei dem Kinder als eigenständige Akteure und Theologen ernst genommen werden, um gemeinsam nach Sinnfragen und religiösen Antworten zu suchen.
Die Autorin betont diese Unterscheidung, um zu verdeutlichen, dass neben der reinen Wissensvermittlung über Religionen auch die emotionale Ebene und die Entwicklung einer eigenen religiösen Haltung im pädagogischen Alltag einen festen Platz haben müssen.
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