Bachelorarbeit, 2018
74 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Ein Einblick in die Schulsozialarbeit
2.1. Rahmenbedingungen der Schulsozialarbeit
2.1.1. Rechtliche Rahmenbedingungen
2.1.2. Personelle Rahmenbedingungen
2.1.3. Trägerbezogene Rahmenbedingungen
2.2.. Angebote und Methoden der Schulsozialarbeit
2.2.1. Aufgaben, Zielgruppen und Ziele
2.2.2. Methoden und methodisches Handeln
2.2.3. Handlungsprinzipien und Grundhaltungen
3. Das Phänomen Mobbing
3.1. Mobbing – eine allgemeine Definition
3.1.1. Schülermobbing - Begriffsbestimmung
3.1.2. Abgrenzung zum klassischen Konflikt
3.2. Mobbing an Schulen unter Schüler*innen
3.3. Risikoerhöhende Faktoren für Mobbing
3.3.1. Die Rollenverteilung
3.3.2. Mögliche Ursachen und Gründe für Mobbing unter Schüler*innen
3.4. Folgen von Mobbing
3.4.1. Folgen für die Täter*innen
3.4.2. Folgen von Mobbing für die Opfer
4. Präventionsgrundlagen und Maßnahmen
4.1. Präventionsgrundlagen
4.2. Präventive Maßnahmen
4.2.1. Maßnahmen auf der Klassenebene
4.2.2.Maßnahmen auf der Schulebene
5. „No Blame Approach“ als Interventionsmöglichkeit
5.1. Interventionsgrundlagen
5.2. „No Blame Approach“
5.3. Rahmenbedingungen
5.4. Die drei Schritte des „No Blame Approach“
5.5. Kritische Betrachtung
5.6. Evaluation
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Phänomen Mobbing an Schulen sowie die Möglichkeiten der Schulsozialarbeit, hier präventiv und intervenierend zu agieren. Ein zentraler Fokus liegt dabei auf der kritischen Auseinandersetzung mit dem "No Blame Approach" als methodischem Lösungsansatz bei Mobbingkonflikten.
3.1 Mobbing – eine allgemeine Definition
Eine rein begriffliche Definition von Mobbing lässt sich aus dem englischen ‚(to) mob‘ ableiten. Übersetzt bedeutet es schikanieren, anpöbeln, attackieren, angreifen, über jemanden herfallen (Blum und Beck 2012, S. 19). Zusätzlich kann die Bezeichnung auf die lateinische Wortgruppe ‚mobile vulgus‘ übertragen werden. Sinngemäß übersetzt heißt es ‚wankelmütige Masse‘ oder auch ‚aufgewühlte Voksmenge‘ (Esser und Wolmerath 2005, S. 20).
Mobbing geht über einzelne oder gelegentliche Auseinandersetzungen oder Hänseleien hinaus. Der Begriff Mobbing ist aktuell in der Wissenschaft zwar nicht einheitlich definiert, jedoch lässt er sich klar von normalen und belanglosen Konflikten abgrenzen und findet heutzutage vor allem in der Arbeitswelt Verwendung (Schubarth 2013, S. 17).
Professor Dr. Heinz Leymann beobachtete in den 1970er Jahren sich wiederholende Phänomene, bei denen Menschen aus dem Erwerbsleben aus „unüblichen“ Ursachen ausschieden. Dabei stellte sich heraus, dass diese Personen oft jahrelang belastende Erfahrungen durch feindseliges Verhalten von Kolleg*innen am Arbeitsplatz erlebt haben und dadurch geprägt wurden (Hoffmann 2016, S. 5). Aus dieser Erkenntnis heraus entstand ein Verständnis dafür, dass Mobbing ernstzunehmen ist und eine wissenschaftliche Auseinandersetzung stattfinden muss. Leymann entwickelte später eine der gängigsten und gebräuchlichsten Definition für Mobbing:
„Der Begriff Mobbing beschreibt negative kommunikative Handlungen, die gegen eine Person gerichtet sind (von einer oder mehreren anderen) und die sehr oft und über einen längeren Zeitraum hinaus vorkommen und damit die Beziehung zwischen Täter und Opfer kennzeichnen.“ (Leymann 1993, S. 21 nach Hoffmann 2016, S. 5).
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Relevanz von Mobbing an Schulen und stellt die Intention dar, den "No Blame Approach" im Kontext der Schulsozialarbeit wissenschaftlich zu untersuchen.
2. Ein Einblick in die Schulsozialarbeit: Es werden die rechtlichen, personellen und trägerbezogenen Rahmenbedingungen sowie die Methoden und Prinzipien der Schulsozialarbeit als Handlungsfeld der Sozialen Arbeit erläutert.
3. Das Phänomen Mobbing: Dieses Kapitel definiert Mobbing, grenzt es von Konflikten ab und analysiert die Rollen, Ursachen und Folgen für Täter*innen und Opfer im schulischen Kontext.
4. Präventionsgrundlagen und Maßnahmen: Es werden Strategien zur Gewaltprävention auf verschiedenen Ebenen (Individuum, Klasse, Schule) dargestellt, um Mobbing nachhaltig zu begegnen.
5. „No Blame Approach“ als Interventionsmöglichkeit: Das Kapitel führt den "No Blame Approach" ein, beschreibt dessen methodisches Vorgehen und evaluiert diesen Ansatz kritisch hinsichtlich seiner Wirksamkeit.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, in der die Bedeutung der Schulsozialarbeit und die Möglichkeiten sowie Grenzen von Interventionsprogrammen reflektiert werden.
Schulsozialarbeit, Mobbing, No Blame Approach, Gewaltprävention, Interventionsprogramme, Schulklima, Täter-Opfer-Dynamik, Systemische Arbeit, Konfliktmanagement, Soziale Arbeit.
Die Arbeit untersucht das Phänomen Mobbing an Schulen und analysiert die Rolle der Schulsozialarbeit bei der Prävention und Intervention.
Die zentralen Themen umfassen die Rahmenbedingungen der Schulsozialarbeit, die Dynamik von Mobbingprozessen, präventive Maßnahmen an Schulen und den "No Blame Approach" als Interventionsmethode.
Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, wie Schulen bei Mobbing intervenieren können und welche Wirksamkeit dem Ansatz "No Blame Approach" in diesem Kontext zukommt.
Es handelt sich um eine theoretische Bachelorarbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Evaluationsergebnissen basiert.
Im Hauptteil werden zunächst die Strukturen der Schulsozialarbeit, anschließend die Phänomenologie von Mobbing unter Schüler*innen sowie verschiedene Präventionsstrategien erörtert, bevor der Fokus auf den "No Blame Approach" gelegt wird.
Schulsozialarbeit, Mobbing, No Blame Approach, Gewaltprävention, Interventionsprogramme und Schulklima sind die maßgeblichen Begriffe.
Der Ansatz verzichtet bewusst auf Schuldzuweisungen und Bestrafungen, um durch einen lösungsorientierten, systemischen Ansatz die Verantwortung auf die Gruppe zu übertragen und Täter*innen zur Kooperation zu motivieren.
Der aktuelle Forschungsstand bietet hierzu noch keine eindeutigen Belege, was eine der kritischen Lücken im aktuellen Diskurs darstellt.
Schulsozialarbeit agiert als neutrale Instanz und bietet durch ihre methodischen Kompetenzen eine notwendige Unterstützung, um nachhaltige Veränderungsprozesse im System Schule zu etablieren.
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