Examensarbeit, 2018
109 Seiten, Note: 1,1
Einleitung
1. Die Problematik des Scheiterns in der Grundschule
1.1 Funktionen der Schule in der Gesellschaft
1.2 Funktionen der Grundschule
1.2.1 Die Grundschule in Nordrhein-Westfalen
1.3 Die Arten des Scheiterns in der Schule
2. Der Migrationshintergrund als Auslöser von Schulschwierigkeiten
2.1 Der Begriff Migrationshintergrund
2.2 Phasen der Migration
2.2.1 Pädagogische Reaktionen auf Migration
2.3 Bildungsbenachteiligung und Migrationshintergrund – Forschungsergebnisse
2.3.1 Forschungsergebnisse für die Grundschule
2.4 Ausgewählte Erklärungsansätze zur Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund
2.4.1 Die Bedeutung der Sprache
3. Darstellung der Problematik am konkreten Beispiel der ausgewählten Grundschule
3.1 Die Grundschule XY– Beschreibung der Einrichtung
3.1.1 Die Grundschule XY in Bezug zu anderen Grundschulen
3.2 Bildungsbenachteiligung an der Grundschule XY?
3.2.1 Übergang in die Sekundarstufe I
3.2.2 Sonderpädagogischer Förderbedarf
3.2.3 Klassenwiederholung
3.2.4 Zusammenfassung
4. Die Befragung der Lehrkräfte an der GGS XY
4.1 Der Einsatz des Fragebogens
4.1.1 Die einzelnen Fragen
4.2 Auswertung des Fragebogens
4.2.1 Die Ergebnisse im Einzelnen
4.2.2 Zusammenfassung der Befunde
4.3 Kritische Einschätzung des Fragebogens
5. Möglichkeiten und Maßnahmen das Scheitern zu verhindern
5.1 Sprache
5.2 Lehrkräfte/Lehrerbildung/ Lehrerfortbildung
5.3 Sozialräumliche Segregation
5.4 Ganztagsschulen
6. Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen schulischem Misserfolg in der Grundschule und einem Migrationshintergrund. Dabei wird analysiert, inwiefern Kinder an einer spezifischen Wuppertaler Grundschule durch ihren Hintergrund benachteiligt werden, welche Probleme sich für Lehrkräfte ergeben und welche Maßnahmen zur Situationsverbesserung ergriffen werden können.
1.1 Funktionen der Schule in der Gesellschaft
Bildungseinrichtungen und Schulen sind Institutionen mit gesellschaftlichem Auftrag, um gesellschaftliche und kulturelle Strukturen zu reproduzieren und Innovationen zu ermöglichen. „Jede neue Generation wird über das Bildungswesen an den Stand der Fähigkeiten des Wissens und der Werte herangeführt, der für das Fortbestehen der Gesellschaft erforderlich ist.“ Wie das von den einzelnen Bildungseinrichtungen realisiert wird, ist in den jeweiligen Bundesländern über Schulgesetze und Rahmenrichtlinien festgelegt und wird in den einzelnen Institutionen in konkrete unterrichtliche Vorhaben umgesetzt.
Laut Wiater wird in der Fachliteratur sehr unterschiedlich definiert und begrifflich zugeordnet, was unter den Funktionen von Schule zu verstehen ist. „Die Zahl der Funktionen in neueren Publikationen variiert zwischen zwei und fünf Funktionen.“ Im Folgenden werde ich mich auf die Ausführungen von Fend beziehen, der zu Beginn der achtziger Jahre in ‚Theorie der Schule‘ die Aufgaben der Schule für die Gesellschaft definierte. Knapp 30 Jahre später nahm er Korrekturen an seiner ursprünglichen Konzeption vor und veröffentlichte seine ‚Neue Theorie der Schule‘, die im weiteren Verlauf den Ausführungen zu den Funktionen der Schule zugrunde gelegt wird.
Als wichtigste Funktion wird von Fend die der Enkulturation angeführt. „Sie bezieht sich auf die Reproduktion grundlegender kultureller Fertigkeiten und kultureller Verständnisformen der Welt und der Person.“ Hiermit ist gemeint, dass junge Menschen die gängigen Symbolsysteme kennenlernen, die in der Gesellschaft zur Anwendung kommen. Dabei steht als erstes System die Sprache im Vordergrund, aber auch andere Symbolsysteme wie u.a. das der Mathematik gehören in diesen Zusammenhang. Die jungen Menschen werden dadurch in die Lage versetzt, eine kulturelle Identität zu erwerben und an der Kultur teilzuhaben. Gleichzeitig sollten sie befähigt werden, die kulturellen Bedingungen kritisch zu reflektieren.
Einleitung: Hinführung zum Thema Migration im Bildungswesen, Definition der Problemstellung und methodisches Vorgehen der Arbeit.
1. Die Problematik des Scheiterns in der Grundschule: Theoretische Auseinandersetzung mit den Funktionen von Schule und Grundschule sowie Definition von Scheitern im schulischen Kontext.
2. Der Migrationshintergrund als Auslöser von Schulschwierigkeiten: Analyse verschiedener Migrationsdefinitionen und deren Auswirkungen auf die Bildungsbiografie.
3. Darstellung der Problematik am konkreten Beispiel der ausgewählten Grundschule: Konkrete Fallanalyse einer Grundschule mit hohem Migrationsanteil unter Einbeziehung schulinterner Daten.
4. Die Befragung der Lehrkräfte an der GGS XY: Vorstellung, Auswertung und kritische Reflektion einer Befragung zur Lehrersicht auf die Problematik.
5. Möglichkeiten und Maßnahmen das Scheitern zu verhindern: Diskussion pädagogischer und gesellschaftspolitischer Strategien zur Unterstützung betroffener Kinder.
6. Schlussbemerkung: Zusammenfassende Einschätzung und Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
Grundschule, Migrationshintergrund, Bildungsbenachteiligung, Schulversagen, Inklusion, Chancengleichheit, Lehrkräfte, Schulerfolg, Sprachförderung, Ganztagsschule, Bildungsdisparitäten, Selektion, Sozialisation, Interkulturelle Pädagogik, Wuppertal.
Die Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, ob und inwiefern Kinder mit Migrationshintergrund an einer spezifischen Grundschule Benachteiligungen in ihrer Bildungslaufbahn erfahren.
Zentrale Themen sind das Phänomen des schulischen Scheiterns, die Rolle des Migrationshintergrunds im Bildungssystem sowie die daraus resultierenden Herausforderungen für die pädagogische Praxis.
Ziel ist es, die spezifische Situation der Bildungsbenachteiligung zu analysieren und Maßnahmen zu identifizieren, die zur Verbesserung der Situation für alle Beteiligten, insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund, beitragen können.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur mit einer quantitativen und qualitativen Befragung von Lehrkräften an einer konkreten Gemeinschaftsgrundschule.
Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Beschreibung der Einrichtung, eine Auswertung schulinterner Daten zum Schulerfolg sowie eine systematische Auswertung einer Lehrerbefragung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bildungsbenachteiligung, Migrationshintergrund, Selektion, Sprachförderung und Inklusion geprägt.
Die Grundschule XY weist mit 88% einen überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund auf, was spezielle Anforderungen an die pädagogische Gestaltung und die Sprachförderung stellt.
Die Befragung ergab, dass Lehrkräfte zwar sprachliche Defizite als erschwerend wahrnehmen, die kulturelle Vielfalt jedoch überwiegend als bereichernd einstufen. Es herrscht ein großer Wunsch nach mehr personeller Unterstützung und Zeit.
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