Examensarbeit, 2016
74 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Positive Entwicklung
1.1 Zusammenhang der Meta-Kriterien
1.1.1 Achtsamkeit
1.1.2 Emotionale und soziale Intelligenz und Kompetenz
1.1.3 Die Geschichte der positiven Psychologie
1.2 Drei Wege, ein mögliches Ziel
2. Positive Psychologie
2.1 Die Charakterstärken
2.1.1 Von der Tugend zu den Stärken
2.1.2 Charakterstärken und die VIA Classification
2.2 Mit Stärken arbeiten - Die Rolle der Signaturstärken
2.3 Vom Glück zum Wohlbefinden
2.3.1 Flourish – Wie Menschen aufblühen
2.3.2 PERMA
2.3.3 Flourishing – Aufblühen
2.4 Optimismus und Flow
2.4.1 Flow
2.4.2 Erlernter Optimismus
3. Über emotionale und soziale Kompetenzen hin zu einer positiven Entwicklung
3.1 Emotionen im Mittelpunkt
3.1.1 Emotion, Kognition und Motivation
3.1.2 Das Individuum und die Emotion
3.2. Emotionale Intelligenz und Kompetenz
3.2.1 Intelligente Gefühle
3.2.2 Der Nutzen emotionaler Kompetenzen
3.3 Soziale und emotionale Intelligenz
3.4 Der Begriff der Sozialen Kompetenzen
3.5 Fokus sozialer Kompetenzen
3.6. Lebenskompetenz und positive Entwicklung
4. Das Konzept der Achtsamkeit
4.1 . Achtsamkeit zwischen Ost und West
4.2 Achtsamkeit im westlichen Kontext
4.2.1 Achtsames Denken
4.2.1.1 Bildung neuer Kategorien
4.2.1.2 Offenheit für neue Informationen
4.2.1.3 Mehr als nur ein Standpunkt
4.3 Achtsamkeit aus psychologischer Sicht
4.4 Achtsamkeit und Wohlbefinden
5. Theorien für die Praxis im schulischen Kontext
5.1 Schule fördert positive Entwicklung
5.2 Achtsamkeit, Lebenskompetenzen und Positive Psychologie in der Schule
5.2.1 Schule zwischen Bildung und Erziehung
5.2.2 Die Basis für Leistung, Lernen und Motivation
5.2.2.1 Die Rolle der Emotionen im Lern- und Leistungskontext
5.2.2.2 Heterogene Gruppen und Empathie
6. Bestehende Programme und Konzepte im Schulsystem
6.1 Schulfach Glück
6.2 Das Paths/Pfad Programm
6.3 Achtsamkeit in der Schule
7. Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Defizit an lebensnahen Kompetenzen im traditionell kognitiv geprägten Bildungssystem durch eine erweiterte Förderung der Persönlichkeit zu adressieren. Sie untersucht, wie Konzepte der positiven Psychologie, der Achtsamkeit sowie der emotionalen und sozialen Intelligenz in den schulischen Kontext integriert werden können, um eine ganzheitliche positive Entwicklung von Schülern zu begünstigen.
1.1.1 Achtsamkeit
Zu Beginn sollen die Hintergründe des Konzeptes der Achtsamkeit, dessen Entstehungsgeschichte am weitesten zurückreicht, betrachtet werden. Schon seit vielen Jahrhunderten bildet die Achtsamkeit die Grundlage vieler buddhistischer Traditionen und weiterer Formen der Selbstkultivierung wie Yoga oder Qigon im asiatischen Raum. Für die buddhistische Psychologie ist Achtsamkeit die Basis für das Verständnis des Daseins und vor allem des Geistes, wobei die Entwicklung einer speziellen Aufmerksamkeit und eines Gewahrseins das Zentrum dieser Lehren bilden (Nyanaponika 1950, S.19). Wie also fand dieses seit so vielen Jahrhunderten bekannte Konzept seinen Weg in die westliche Wissenschaft, wo es sich inzwischen eines großen Interesses erfreut? Schon Anfang des 20. Jahrhunderts haben Psychologen und Psychotherapeuten wie Freud ihr Interesse für fernöstliche Lehren gezeigt und das Potential, welches die buddhistische Psychologie hat, bemerkt (Germer, Ronald & Fulton 2009, S.25).
Die Resonanz nahm ab dieser Zeit stetig zu und im Bereich der Psychoanalyse entstand ein hohes Interesse für die Anwendung buddhistischen Wissens für Behandelten und Behandelnden gleichermaßen. Vor allem der Bereich der Meditation als Zugang zum Selbst wurde immer populärer. Es entstanden Zusammenarbeiten zwischen buddhistischen Gelehrten und westlichen Wissenschaftlern und daraus erschienen erste Werke, welche den Buddhismus mit westlichen Gedanken zusammenführten. Nachdem der positive Einfluss von Meditation in der Psychotherapie in vielen klinischen Studien beachtet wurde, begann die Forschung, initiiert durch die American Psychological Association (APA), sich vermehrt mit Meditation zu beschäftigen. Spätestens seit Kabat-Zinn 1979 Achtsamkeitsmeditation in seinem Programm der Mindfull-Based-Stress-Reduction (MBSR) integriert hatte und damit, wie später erläutert, große Erfolge in der Therapie erzielen konnte, ist Achtsamkeit ein anerkannter Bestandteil in der Psychotherapie (Kabat-Zinn 2003). Durch die vielen positiven Studienergebnisse wurden viele weitere achtsamkeitsbasierte Therapieformen entwickelt, jedoch ist der Großteil von diesen im amerikanischen Raum vorzufinden. In Deutschland haben Achtsamkeit und Meditation noch nicht denselben Stellenwert und bedürfen einer größeren wissenschaftlicheren Auseinandersetzung, wie im Kapitel zur Achtsamkeit erläutert wird.
1. Positive Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Rahmen der positiven Entwicklung, grenzt sie von Begriffen wie Glück und Wohlbefinden ab und führt Meta-Kriterien für eine gelingende Lebensführung ein.
2. Positive Psychologie: Hier wird der Fokus auf Martin E.P. Seligmans Forschungsfeld gelegt, das Charakterstärken und das Wohlbefindens-Konzept (PERMA) als Grundlagen einer präventiven Förderung identifiziert.
3. Über emotionale und soziale Kompetenzen hin zu einer positiven Entwicklung: Das Kapitel behandelt die Bedeutung von Emotionen für das menschliche Verhalten und leitet daraus die Relevanz emotionaler und sozialer Kompetenzen für schulische Lernprozesse ab.
4. Das Konzept der Achtsamkeit: Hier wird Achtsamkeit von ihren buddhistischen Wurzeln bis hin zur wissenschaftlichen Anwendung im Westen dargestellt, wobei besonders das "achtsame Denken" als lernförderliches Potenzial hervorgehoben wird.
5. Theorien für die Praxis im schulischen Kontext: Dieser Teil transferiert die theoretischen Konzepte in den Schulalltag, wobei insbesondere das Spannungsfeld zwischen Erziehung und Bildung sowie die Rolle von Emotionen in Lernprozessen analysiert werden.
6. Bestehende Programme und Konzepte im Schulsystem: Das Kapitel skizziert konkrete Ansätze wie das Schulfach Glück, das PFAD-Programm und achtsamkeitsbasierte Konzepte, um die praktische Umsetzbarkeit im deutschen Bildungswesen zu veranschaulichen.
7. Fazit: Die Schlussbetrachtung synthetisiert die Erkenntnisse der Arbeit und unterstreicht die Notwendigkeit einer ganzheitlichen, kompetenzorientierten Schulentwicklung für die Förderung positiver Entwicklung bei Jugendlichen.
Positive Psychologie, Achtsamkeit, Emotionale Intelligenz, Soziale Kompetenz, Lebenskompetenz, Schulfach Glück, Wohlbefinden, Charakterstärken, PERMA-Modell, Bildung, Erziehung, Selbstwirksamkeit, Resilienz, Flow, Mentale Gesundheit
Die Arbeit untersucht, wie psychologische Theorien – insbesondere aus der positiven Psychologie, der Achtsamkeitsforschung sowie der emotionalen und sozialen Intelligenz – dazu beitragen können, die Persönlichkeitsentwicklung von Schülern in der Schule aktiv zu fördern.
Die zentralen Felder sind die Förderung emotionaler Stabilität, die Kultivierung sozialer Fertigkeiten und die Etablierung eines achtsamen Umgangs mit Lernprozessen, um über rein kognitives Wissen hinaus eine Lebenskompetenz aufzubauen.
Das primäre Ziel ist es, den Nutzen einer ganzheitlichen Entwicklungsförderung für Kinder und Jugendliche im schulischen Kontext wissenschaftlich zu legitimieren und Wege aufzuzeigen, wie Schule als Ort der Lebensbildung fungieren kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse erziehungswissenschaftlicher und psychologischer Ansätze, die in einen theoretischen Zusammenhang gebracht und auf ihre praktische Relevanz für den deutschen Sekundarbereich geprüft werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Achtsamkeit, Positive Psychologie, emotionale/soziale Intelligenz) und deren praktische Anwendung im schulischen Kontext, unterlegt durch konkrete Programme wie das "Schulfach Glück" oder das "PATHS/PFAD-Programm".
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Positive Entwicklung, Lebenskompetenz, Emotionale Intelligenz, Achtsamkeit, Flourishing und Schulentwicklung charakterisiert.
Im Kontext der Arbeit beschreibt Flourishing ein "Aufblühen" des Individuums, das durch die Förderung von Kompetenzen, Sinnhaftigkeit und positiven Beziehungen erreicht wird, wobei Gesundheit mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit bedeutet.
Die Arbeit betont, dass Emotionen eine essenzielle Grundlage für Lernprozesse darstellen; starke negative Emotionen können die Aufnahme von Informationen behindern, während ein bewusster Umgang mit Emotionen die Selbstregulation und somit die Lernleistung verbessert.
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