Bachelorarbeit, 2015
40 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Handeln und Denken
3. Verschiedene Definitionen Handlungsorientierten Unterrichts
3.1 Definition nach Jank/Meyer
3.2 Definition nach Gudjons
3.3 Definition nach Tramm
3.4 Definition nach Bauer
3.5 Zusammenfassung
4. Theoretische Begründungen Handlungsorientierten Unterrichts
4.1 Sozialisationstheoretische Begründung
4.2 Lerntheoretische Begründung (Lern- und Kognitationspsychologie)
4.3 Schulpädagogische Begründung
5. Ausgewählte Merkmale Handlungsorientierten Unterrichts
5.1 Interessenorientierung/Schülerorientierung
5.2 Selbsttätigkeit und Führung
5.3 Ganzheitlichkeit/Verknüpfung von Kopf- und Handarbeit
5.4 Einübung in solidarisches Handeln/soziales Lernen
5.5 Produktorientierung
6. Handlungsorientierter Unterricht in der Berufsschule
6.1 Handlungskompetenz
6.2 Das Lernfeldkonzept
7. Planung und Durchführung der empirischen Untersuchung
7.1 Fragestellung
7.2 Erhebungsinstrument der Untersuchung
7.3 Beschreibung der Stichprobe und des Untersuchungsverlaufs
7.4 Auswertungsverfahren
8. Ergebnisse und Interpretation der empirischen Untersuchung
8.1 Bewertung der Schülerinnen und Schüler zum Merkmal der Interessenorientierung/Schülerorientierung
8.2 Bewertung der Schülerinnen und Schüler zum Merkmal der Selbsttätigkeit und Führung
8.3 Bewertung der Schülerinnen und Schüler zum Merkmal der Ganzheitlichkeit
8.4 Bewertung der Schülerinnen und Schüler zum Merkmal der Einübung in solidarisches Handeln/soziales Lernen
8.5 Bewertung der Schülerinnen und Schüler zum Merkmal der Produktorientierung
9. Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Perspektive von Schülerinnen und Schülern auf den handlungsorientierten Unterricht in der beruflichen Bildung zu erforschen und zu bewerten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie Schüler diesen Unterricht empfinden und ob sie sich dadurch auf ihr zukünftiges Berufsleben gut vorbereitet fühlen.
1. Einleitung
Ein Gramm Erfahrung ist besser als eine Tonne Theorie, einfach deswegen, weil jede Theorie nur in der Erfahrung lebendige und der Nachprüfung zugängliche Bedeutung hat. Eine Erfahrung, selbst eine sehr bescheidene Erfahrung kann Theorie in jedem Umfange erzeugen und tragen, aber eine Theorie ohne Bezugnahme auf irgendwelche Erfahrung kann nicht einmal als Theorie bestimmt und klar erfaßt [sic!] werden. Sie wird leicht zu einer bloßen sprachlichen Formel, zu einem Schlagwort, das verwendet wird, um das Denken, das rechte „Theoretisieren“ unnötig und unmöglich zu machen (Dewey, 1983, 193).
Dass traditionelle Unterrichtsmethoden, bei denen Schülerinnen und Schüler rein rezeptiv und nur anhand theoretischer Unterrichtsinhalte lernen, einer modernen Auffassung von Didaktik nicht länger entsprechen, wird seit ungefähr 30 Jahren vermehrt diskutiert. Seit 1996 wird an beruflichen Schulen mithilfe des Lernfeldkonzepts, welches handlungsorientierten Unterricht implementiert, unterrichtet. Doch die didaktischen Grundgedanken handlungsorientierten Unterrichts sind schon sehr viel älter. So forderten bereits die Klassiker der Pädagogik wie Comenius (1592-1670) ein Lernen mit allen Sinnen (vgl. Jank/Meyer, 2011, 319) und die Abkehr von einseitiger geistiger Aktivität in der Schule. Johann-Heinrich Pestalozzi (1746-1827) plädierte in der Übergangszeit ins 19. Jahrhundert für einen ganzheitlichen Bildungsansatz mit Kopf, Herz und Hand (vgl. Pfeiffer, 2013, 45).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Bedeutung erfahrungsbasierten Lernens und führt in die Thematik des handlungsorientierten Unterrichts an berufsbildenden Schulen ein.
2. Handeln und Denken: Dieses Kapitel erörtert das theoretische Verhältnis zwischen menschlichem Handeln und kognitiven Prozessen sowie deren Bedeutung für das Lernen.
3. Verschiedene Definitionen Handlungsorientierten Unterrichts: Es werden unterschiedliche fachwissenschaftliche Definitionen und Konzeptionen des handlungsorientierten Unterrichts gegenübergestellt.
4. Theoretische Begründungen Handlungsorientierten Unterrichts: Hier werden sozialisationstheoretische, lerntheoretische und schulpädagogische Argumente für die Implementierung handlungsorientierten Unterrichts dargelegt.
5. Ausgewählte Merkmale Handlungsorientierten Unterrichts: Dieses Kapitel definiert und beschreibt fünf Kernmerkmale, die als Grundlage für die nachfolgende empirische Untersuchung dienen.
6. Handlungsorientierter Unterricht in der Berufsschule: Die theoretische Einbettung in das Lernfeldkonzept und das Ziel der umfassenden Handlungskompetenz werden erläutert.
7. Planung und Durchführung der empirischen Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, das Design des Fragebogens sowie die Stichprobe der durchgeführten Befragung.
8. Ergebnisse und Interpretation der empirischen Untersuchung: Die erhobenen Daten werden deskriptiv dargestellt und hinsichtlich der fünf untersuchten Merkmale detailliert interpretiert.
9. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion der Ergebnisse und Ausblicken auf die Weiterentwicklung des Konzepts.
Handlungsorientierung, Berufsschule, Lernfeldkonzept, Handlungskompetenz, Ganzheitliches Lernen, Schülerorientierung, Selbsttätigkeit, Sozialkompetenz, Produktorientierung, Empirische Untersuchung, Fachkompetenz, Methodik, Berufsbildung, Feedback, Gruppenarbeit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Implementierung und Wahrnehmung von handlungsorientiertem Unterricht an berufsbildenden Schulen aus der Sicht der Lernenden.
Die zentralen Themen umfassen die theoretische Begründung handlungsorientierten Lernens, das Lernfeldkonzept in der Berufsbildung sowie die empirische Analyse spezifischer Unterrichtsmerkmale.
Das Ziel ist es zu ermitteln, wie Schülerinnen und Schüler handlungsorientierten Unterricht wahrnehmen und ob sie das Gefühl haben, dadurch effektiv auf ihr Berufsleben vorbereitet zu werden.
Es wurde eine empirische Untersuchung mittels eines selbst konstruierten, standardisierten Fragebogens in einer Berufsschulklasse durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Definition von fünf Kernmerkmalen des Unterrichtskonzepts sowie die Auswertung der empirischen Daten zu diesen Merkmalen.
Handlungsorientierung, Lernfeldkonzept, Handlungskompetenz, Schülerwahrnehmung und berufliche Bildung.
Die Befragung zeigt, dass es den Schülern sehr wichtig ist, eigene Interessen einzubringen, da sie sich dadurch motivierter fühlen und einen stärkeren Bezug zum Berufsalltag herstellen können.
Obwohl die Schüler die Förderung von Kompromissfähigkeit anerkennen, empfinden sie Gruppenarbeit oft als anstrengend und zweifeln an der Effektivität des Lernens von Mitschülern im Vergleich zum Lehrervortrag.
Das Lernfeldkonzept dient dazu, Theorie und Praxis zu verzahnen und jungen Menschen eine berufsübergreifende Handlungskompetenz zu vermitteln, um den Anforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht zu werden.
Der Autor empfiehlt eine reflektierte und schülerorientierte Weiterentwicklung der Konzepte, da zwar eine hohe allgemeine Akzeptanz besteht, aber einzelne methodische Komponenten noch Optimierungsbedarf zeigen.
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