Bachelorarbeit, 2018
48 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsherkunft und -definition von Mobbing
2.2 Prävalenz
2.3 Erscheinungsformen
2.4 Rollenverteilung: Mobbing als Gruppenphänomen
2.4.1 Merkmale einer Täterin oder eines Täters
2.4.2 Merkmale eines Opfers
2.4.2.1 Merkmale eines passiven Opfers
2.4.2.2 Merkmale eines aggressiven Opfers
2.5 Alters- und Geschlechtsspezifische Differenzen
2.5.1 Altersspezifische Unterschiede
2.5.2 Geschlechtsspezifische Unterschiede
2.6 Mobbing als Prozess
2.7 Die Ursachen von Mobbing
2.8 Die Folgen von Mobbing
3 Handlungskonzepte
3.1 Grundlagen der Gewaltprävention und -intervention
3.2 Drei verschiedene Handlungsebenen
3.2.1 Allgemeine Maßnahmen auf Schulebene
3.2.2 Allgemeine Maßnahmen auf Klassenebene
3.2.3 Allgemeine Maßnahmen auf Individualebene
3.3 Schulische Präventionskonzepte
3.3.1 Das Anti-Mobbing-Programm nach Olweus
3.3.2 Das „fairplayer“ Programm
3.4 Schulische Interventionskonzepte
3.4.1 Der „No blame Approach“
3.4.2 Das „Gegen-Gewalt-Konzept“
4 Fazit
Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, das Phänomen Mobbing im schulischen Kontext auf Basis aktueller Forschungsergebnisse theoretisch aufzuarbeiten, um daraus fundierte Handlungsmöglichkeiten und Verhaltensrichtlinien für Lehrkräfte abzuleiten, die mit Mobbingfällen konfrontiert sind.
2.4 Rollenverteilung: Mobbing als Gruppenphänomen
Die bisherige Analyse beschränkte sich auf das Mobbing-Opfer und auf den Mobbing-Täter, jedoch spiegelt Mobbing sehr oft einen Gruppenprozess wider. Mehrfach wurde bestätigt, dass im Falle von Mobbing nahezu die gesamte Klasse beteiligt ist und Reaktionen hinsichtlich des Mobbingfalles zeigt. So schildern Craig und Pepler auf Grundlage von Beobachtungen mittels einer Studie, dass sich bei einer Mobbingsituation 48% der Mitschülerinnen und Mitschüler aktiv beteiligten und 30% belustigt waren. Außerdem waren 57% der Mitschülerinnen und Mitschüler zur Täterin oder zum Täter und 31% zum Opfer freundlich. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse entwickelten Samivalli und Kolleginnen und Kollegen 1996 den Participant Role Questionnaiere (PQR) und zeigten in einer Studie, in welchen differenzierbaren Rollen die Schülerinnen und Schüler jenseits der Täter- und Opferrolle in den Mobbingprozess involviert sind. In ihrer Untersuchung sollten 573 Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe (Alter zwischen 12 und 13 Jahren) aus zwei Regionen Finnlands, mithilfe von 50 Fragen bzw. Items, die bestimmte Verhaltensweisen in Mobbingsituationen beschrieben, sowohl sich selbst als auch ihre Mitschülerinnen und Mitschüler einschätzen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz von Mobbing als Gewaltform im Schulalltag und definiert die Zielsetzung der Arbeit, theoretische Grundlagen mit praxisorientierten Handlungsstrategien zu verbinden.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Begriffsdefinitionen, analysiert verschiedene Erscheinungsformen und untersucht die komplexe Rollenverteilung sowie Ursachen und Auswirkungen von Mobbing.
3 Handlungskonzepte: Hier werden präventive und interventive Maßnahmen auf verschiedenen Handlungsebenen vorgestellt und etablierte Konzepte wie der "No blame Approach" oder das "Gegen-Gewalt-Konzept" detailliert beschrieben.
4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Sensibilisierung von Lehrkräften und die Implementierung strukturierter Maßnahmen für einen mobbingfreien Schulalltag unerlässlich sind.
Mobbing, Schule, Bullying, Gewaltprävention, Interventionskonzepte, Rollenverteilung, Schulklima, Täter-Opfer-Dynamik, No blame Approach, Gegen-Gewalt-Konzept, Soziale Kompetenzen, Lehrkraft, Prävention, Pädagogik, Schüler.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Aufarbeitung des Phänomens Mobbing in Schulen sowie mit der Erarbeitung von praktischen Handlungskonzepten für Lehrkräfte zur Prävention und Intervention.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Ursachen von Mobbing, die Rollen der Beteiligten, die psychischen und sozialen Folgen sowie konkrete schulische Präventions- und Interventionsprogramme.
Das Ziel ist es, Lehrkräften fundierte theoretische Erkenntnisse und praxisnahe Handlungsrichtlinien an die Hand zu geben, um Mobbingphänomene frühzeitig zu erkennen und professionell darauf zu reagieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Studien und pädagogische Fachkonzepte (wie von Olweus, Jannan u.a.) ausgewertet und systematisiert werden.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Definitionen, Ursachen, Rollen) erarbeitet und anschließend diverse Interventions- und Präventionsstrategien auf Schul-, Klassen- und Individualebene gegenübergestellt.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Mobbing, Gewaltprävention, Schulklima, Täter-Opfer-Dynamik, "No blame Approach" und die Rolle der Lehrkraft.
Es zeichnet sich dadurch aus, dass es spezifisch für jüngere Schüler entwickelt wurde, modular aufgebaut ist und bei der sogenannten "großen Lösung" die gesamte Klasse in den Interventionsprozess einbindet.
Die Lehrkraft nimmt eine zentrale Rolle ein; sie ist dafür verantwortlich, ein positives Schulklima zu schaffen, Mobbing frühzeitig zu identifizieren und als Moderator bei Interventionsprozessen zu fungieren.
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