Masterarbeit, 2019
169 Seiten
1 Einleitung
1.1 Hinweise
2 Forschungsdesign
3 Die Persönlichkeitstheorie PSI von Kuhl
3.1 Intentionsgedächtnis (IG)
3.2 Intuitive Verhaltenssteuerungssystem (IVS)
3.3 Extensionsgedächtnis (EG)
3.3.1 Funktionsmerkmale des Selbst
3.4 Objekterkennungssystem (OES)
3.5 Modulationsannahmen
3.5.1 Positiver Affekt bahnt den Willen
3.5.2 Negativer Affekt hemmt das integrierte Selbst
3.6 Selbstkompetenzen
3.6.1 Selbstmotivierung
3.6.2 Selbstbremsung
3.6.3 Selbstentwicklung, Selbstwachstum
3.6.4 Selbstberuhigung
3.7 Beziehungen
3.8 Selbstkompetenzen und schulisches Lernen
3.8.1 Exekutive Funktionen
4 Lernkompetenz
5 Selbstwirksamkeit
5.1 Quellen der Selbstwirksamkeit
6 Selbstbild und Selbstkonzept
6.1 Begriffsklärung
6.2 Unterscheidung gemäss PSI-Theorie
6.3 Selbstkonzept
6.4 Selbstbild nach C. Dweck
6.4.1 Gegenüberstellung
6.4.2 Attributionen und Selbstwertgefühl
6.4.3 Wie wird das Selbstbild geformt oder beeinflusst?
6.4.4 Bezug zur PSI Theorie
7 Motivation
7.1 Selbstbestimmungstheorie
7.1.1 Grundbedürfnisse
7.1.1.1 Nach Deci und Ryan
7.1.1.2 nach Maslow
7.1.1.3 Im Zusammenhang mit PSI
7.1.2 Intrinsische und extrinsische Motivation
7.1.3 Verbindung zur PSI Theorie
7.1.4 Flow-Theorie
7.1.5 Zielorientierungstheorien
7.1.6 Interessentheorien
7.1.7 Neurologische Erkenntnisse zur Motivation
7.2 Was macht also Lernmotivation aus?
8 Resilienz
9 Was meint ‚bedeutungsvoll‘?
10 Lernen
10.1 Lernen ist persönlich
10.2 Lernen ist aktiv und konstruktiv
10.3 Lernen ist emotional
10.4 Lernen ist Einstellungssache
10.5 Lernen ist Beziehungssache
10.6 Lernen ist anstrengend
10.7 Lernen vernetzt, integriert und erweitert
10.8 Lernen ist speichern
10.9 Übung macht den Meister
10.10 Lernen im Schlaf
10.11 Lernen in der Schule
10.12 Erweiterter Lernbegriff
11 Unterstützende Elemente in der Schule
11.1 Die lernende Person
11.1.1 Autonomie
11.1.2 Selbstbestimmtes Lernen
11.1.3 Interessen
11.1.4 Bedeutung
11.1.5 Reflexion und Metakognition
11.2 Die lehrende Person und ihre Haltung
11.2.1 Paradigmenwechsel
11.2.2 Ressourcen und Stärken
11.2.2.1 Ressourcenorientierte Lernarrangements
11.2.3 Umgang mit Schwierigkeiten
11.2.4 Lernprozesse
11.2.5 Lernberatung, Coaching
11.2.6 Pädagogische Kompetenzen und Haltungen
11.3 Die Personen in der Klasse
11.3.1 Interaktion und Dialog
11.3.2 Anerkennungskultur
11.3.3 Feedback
11.3.4 Sicherheit
11.3.4.1 Klassenklima
11.3.5 Beziehung
11.3.6 Kooperatives Lernen
11.4 Unterricht und Curriculum
11.4.1 Personalisiertes Lernen
11.4.1.1 Formatives Assessment
11.4.2 Transparenz
11.4.3 Orientierung
11.4.4 Lebenswelt und Relevanz
11.4.5 Lernprozess
11.4.5.1 Arbeitstechniken und Lernstrategien
11.4.6 Lerntagebuch
11.4.7 Leistung, Erfolg und Fortschritt
11.4.7.1 Kompetenzraster
11.4.7.2 Lernfortschritte
11.4.7.3 Portfolio
11.4.7.4 Beurteilung
11.4.7.5 Noten
11.4.7.6 Fehlerkultur
11.5 Förderliche Lernumgebungen
12 Schule
12.1 Status Quo
12.1.1 Volksschulgesetz
12.1.2 Lehrplan Volksschule (St.Gallen)
12.1.2.1 Bildungsziele
12.1.2.2 Kompetenzen
12.1.2.3 Lern- und Unterrichtsverständnis
12.1.2.4 Kompetenzorientierter Unterricht
12.1.2.5 Beurteilung
12.1.2.6 Stundentafel
12.2 Fazit
13 Conclusio
14 Schlussbemerkungen
14.1 Rückblick
14.2 Ausblick
15 Summary
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen Persönlichkeitsentwicklung und Lernprozessen. Das primäre Ziel ist es, den Sinn schulischen Handelns im Kontext von Schülerpersönlichkeiten zu schärfen und aufzuzeigen, wie bedeutungsvolles Lernen durch eine schülerzentrierte Haltung und unterstützende Lernumgebungen gefördert werden kann.
3.1 Intentionsgedächtnis (IG)
Im Intentionsgedächtnis sind Vorhaben und Absichten abgelegt, deren Umsetzung aber nicht zu einfach ist, wo Hindernisse überwunden oder Probleme gelöst werden müssen. Deshalb sind Nachdenken und Planen gefragt, also bewusste, analytische, sequentielle, logische Prozesse. Die Ausführung wird also erstmal zurückgestellt und die Intuitive Verhaltenssteuerung gehemmt. Wäre das nicht der Fall, würde man vorschnell und unüberlegt agieren. Das bedeutet also, dass das Intentionsgedächtnis in einem Widerstreit steht zur Intuitiven Verhaltenssteuerung.
Bei hyperaktiven Kindern funktioniert oft genau diese Hemmung nicht. Sie handeln impulsiv und können sich nur schwer selber steuern.
Es gibt aber auch das Gegenteil, dass nämlich die Hemmung nicht aufgehoben werden kann. Man schiebt das Vorhaben vor sich her. Und jeder unerledigte Vorsatz verstärkt die Ausführungshemmung, so dass man sich immer weniger vornimmt.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Sinnfrage schulischen Handelns und den Zusammenhang zwischen Lernen, Persönlichkeitsentwicklung und der Rolle des Selbst.
2 Forschungsdesign: Der Autor entscheidet sich für eine Literaturrecherche, um theoretisch fundiert zu klären, wie Schule bedeutungsvolles Lernen unterstützen kann.
3 Die Persönlichkeitstheorie PSI von Kuhl: Einführung in die Persönlichkeits-System-Interaktionen, die vier psychische Systeme beschreibt und das Selbst als Kern der Persönlichkeit betrachtet.
4 Lernkompetenz: Beleuchtung der verschiedenen Kompetenzbereiche (Sach-, Sozial-, Selbst-, Methodenkompetenz) und ihrer Verzahnung für den Lernerfolg.
5 Selbstwirksamkeit: Analyse des Einflusses von subjektiven Überzeugungen und Kompetenzerwartungen auf die Motivation und Ausdauer bei der Bewältigung von Herausforderungen.
6 Selbstbild und Selbstkonzept: Untersuchung der begrifflichen Unterscheidungen und der psychologischen Bedeutung von statischem versus dynamischem Selbstbild (Growth Mindset).
7 Motivation: Darstellung der Selbstbestimmungstheorie sowie weiterer Konzepte wie Flow und neurologischer Erkenntnisse zur Lernmotivation.
8 Resilienz: Betrachtung der Widerstandsfähigkeit von Kindern angesichts von Herausforderungen und der Rolle schützender Faktoren im Schulalltag.
9 Was meint ‚bedeutungsvoll‘?: Definition eines erweiterten Lernbegriffs, der über reinen Wissenserwerb hinausgeht und die Personwerdung ins Zentrum rückt.
10 Lernen: Eine Zusammenstellung zentraler Lerntheorien, die betonen, dass Lernen ein persönlicher, aktiver und emotionaler Prozess ist.
11 Unterstützende Elemente in der Schule: Konkrete Handlungsmöglichkeiten für Lehrpersonen zur Förderung von Autonomie, Beziehungskultur und Reflexionsfähigkeit.
12 Schule: Überprüfung des aktuellen Bildungssystems (Lehrplan 21) auf seine Möglichkeiten zur Umsetzung eines personorientierten Lernverständnisses.
13 Conclusio: Abschließende Betrachtung, die fordert, den Paradigmenwechsel vom Stoff zum Lernenden konsequent in der Schulkultur zu verankern.
Selbstkompetenz, PSI-Theorie, Selbstwirksamkeit, Selbstkonzept, Growth Mindset, Motivation, Lernen, Persönlichkeitsentwicklung, Lernberatung, Beziehungskultur, Autonomie, Schulentwicklung, Lehrplan 21, Resilienz, Metakognition
Die Arbeit untersucht, wie Schule bedeutungsvolles Lernen unterstützen kann, indem sie die untrennbare Verbindung zwischen Persönlichkeitsentwicklung und Lernprozessen in den Fokus rückt.
Zentrale Themen sind die Persönlichkeitstheorie PSI nach Kuhl, Konzepte zur Motivation und Selbstwirksamkeit sowie die Bedeutung von Beziehung und Haltung in der pädagogischen Arbeit.
Die zentrale Frage lautet: "Wie kann die Schule bedeutungsvolles Lernen unterstützen?" Ziel ist es, Erkenntnisse für eine personorientierte Schulkultur zu gewinnen.
Der Autor führt eine umfassende Literaturrecherche durch, um theoretische Konzepte aus Psychologie und Neurobiologie für die schulische Praxis nutzbar zu machen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (PSI-Theorie, Selbstbild, Motivation) und die Analyse von Möglichkeiten zur praktischen Umsetzung in der Schule (Lernberatung, Lernkultur).
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Selbstkompetenz, Selbstwirksamkeit, Growth Mindset, Autonomie, Lernberatung und Beziehungsqualität im Unterricht.
Ein dynamisches Selbstbild ermöglicht es Lernenden, Herausforderungen als Wachstumschancen zu sehen, statt Misserfolge als persönliches Versagen zu interpretieren.
Die Beziehungsqualität wird als fundamentale Voraussetzung für Lernprozesse identifiziert; erst wenn sich Lernende als Person ernst genommen fühlen, können sie ihr Selbst für den Lernprozess aktivieren.
Der Autor sieht im Lehrplan 21 gute Ansätze zur Kompetenzorientierung, mahnt jedoch an, dass die Selektionsfunktion und Notengebung weiterhin Herausforderungen für ein wirklich personorientiertes Lernen darstellen.
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