Examensarbeit, 2014
57 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Gewalt in Schulen
2.1. Mobbing – eine Form der Gewalt
3. Mobbing
3.1. Definition
3.2. Erscheinungsformen von Mobbing
3.2.1. Mobbing durch körperliche Gewalt
3.2.2 Verbales Mobbing
3.2.3. Stummes Mobbing
3.2.4. Cyber-Mobbing
3.3. Erscheinungsformen von Mobbing in Bezug zu verschiedenen Faktoren
4. Charakteristika von Opfer und Täter
4.1. Das Opfer
4.1.1. Passive Opfer
4.1.2. Provozierende/aggressive Opfer
4.2. Der Täter
5. Ursachen von Mobbing
5.1. Schulische Faktoren
5.1.1. Die Rolle der Schule und des Schulklimas
5.1.2. Die Rolle des Lernklimas
5.1.3. Die Rolle der Lehrer
5.1.4. Die Rolle der Mitschüler
5.2. Außerschulische Faktoren
5.2.1. Die Rolle der Familie und der Erziehung
5.2.2. Die Rolle der Peergroup
5.2.3. Die Rolle der Medien
6. Verlauf von Mobbing
7. Folgen von Mobbing
7.1. Folgen für das Opfer
7.1.1. Gesundheitliche und psychische Folgen
7.1.2. Soziale Folgen
7.2. Folgen von Cyber-Mobbing
7.3. Folgen für den Täter
8. Prävention und Intervention
8.1. Grundlagen
8.2. Handlungsebenen
8.2.1. Maßnahmen auf Schulebene
8.2.2. Maßnahmen auf Klassenebene
8.2.3. Maßnahmen auf persönlicher Ebene
9. Anti-Mobbing-Konzepte
9.1. Anti-Bullying-Konzept nach Olweus
9.2. No-Blame-Approach-Konzept
9.3. Die Farsta-Methode
10. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht Mobbing als eine komplexe pädagogische Herausforderung im schulischen Kontext. Ziel ist es, das Phänomen, seine Ursachen und Erscheinungsformen – inklusive der modernen Form des Cyber-Mobbings – fundiert zu beleuchten und daraus Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte zur wirksamen Prävention und Intervention abzuleiten.
3.2.4. Cyber-Mobbing
Heutzutage gehört das Internet zum Alltag dazu. Immer mehr Kinder und Jugendliche nutzen das Web. Soziale Netzwerke ermöglichen den Jugendlichen eine umfangreiche Kommunikation und Selbstdarstellung. Vor allem Smartphones sind zum mobilen Surfen überall und jederzeit geeignet.
Jedoch nutzen viele User die Sozialen Netzwerke, ohne Kenntnis davon zu haben, welche Gefahren mit einer unkontrollierten Onlineveröffentlichung von Daten verbunden sind. Dies führt dazu, dass es eine breite Masse mitbekommt, wenn eine Person öffentlich in Sozialen Netzwerken beleidigt oder beschimpft wird. Es werden private Fotos veröffentlicht und man kann diese Spuren aus dem Netz niemals mehr beseitigen, denn die Daten werden immer irgendwo abgespeichert und weitergeleitet. Des Weiteren werden Videos oder peinliche Fotos im Internet geteilt. Auch beleidigende Forengespräche werden geführt und bösartige Gerüchte anonym verbreitet. Dies kann fatale Folgen nach sich ziehen. Der Grund liegt darin, dass das Opfer öffentlich gedemütigt wird und sich somit immer mehr isoliert fühlt und in einigen Fällen sogar Suizid begeht. Außerdem ist diese Art von Mobbing mit einer geringeren Hemmschwelle verbunden, da man sich nicht vor einer direkten Auseinandersetzung fürchten muss. Man kann sich anonym über das Opfer so auslassen, wie man möchte. Das Opfer wird dabei nicht mehr nur in der Schule gequält, sondern den ganzen Tag, denn was im Netz landet, ist allgegenwärtig.
Meistens kommt Cybermobbing nicht als eine isolierte Handlung vor, sondern ist die Fortsetzung dessen, was schon in der Schule geschieht. An dieser Stelle werden einige Erscheinungsformen von Cybermobbing vorgestellt:
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das zeitlose und doch stets aktuelle Thema Mobbing an Schulen ein und erläutert die Bedeutung der Lehrkraft als zentrale Instanz für Prävention und Intervention.
2. Gewalt in Schulen: Dieses Kapitel definiert schulische Gewalt und unterscheidet zwischen verschiedenen physischen und psychischen Formen, die als Grundlage für das Verständnis von Mobbing dienen.
3. Mobbing: Es folgt eine tiefgehende Definition von Mobbing, die Abgrenzung zu allgemeiner Gewalt sowie eine detaillierte Aufschlüsselung der verschiedenen Erscheinungsformen einschließlich Cyber-Mobbing.
4. Charakteristika von Opfer und Täter: Hier werden die Persönlichkeitsmerkmale und Verhaltensmuster von Tätern und Opfern analysiert, wobei zwischen passiven und aggressiven Opfertypen sowie den Hintergründen delinquenter Täter differenziert wird.
5. Ursachen von Mobbing: Das Kapitel beleuchtet das Zusammenspiel aus schulischen Faktoren wie dem Schulklima und Lehrerverhalten sowie außerschulischen Einflüssen wie Familie und Medien.
6. Verlauf von Mobbing: Anhand des Modells nach Leymann wird der typische 4-Phasen-Ablauf von Mobbingprozessen in der Schule dargestellt.
7. Folgen von Mobbing: Die schwerwiegenden psychischen, physischen und sozialen Auswirkungen von Mobbing und Cyber-Mobbing auf das Opfer sowie die möglichen Konsequenzen für den Täter stehen hier im Fokus.
8. Prävention und Intervention: Dieses Kapitel vermittelt die theoretischen Grundlagen und praktischen Handlungsebenen (Schule, Klasse, individuell), die Lehrkräfte zur Bekämpfung von Mobbing nutzen können.
9. Anti-Mobbing-Konzepte: Drei bewährte Konzepte – das Anti-Bullying-Konzept nach Olweus, der No-Blame-Approach und die Farsta-Methode – werden konkret vorgestellt und auf ihre Praxistauglichkeit geprüft.
10. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit verantwortungsbewussten und sensiblen Handelns durch Lehrkräfte, um Mobbing nachhaltig zu begegnen.
Mobbing, Schulgewalt, Cyber-Mobbing, Prävention, Intervention, Schulklima, Täter-Opfer-Dynamik, pädagogische Herausforderung, Lehrkraft, soziale Kompetenz, Opferhilfe, No-Blame-Approach, Anti-Bullying, Gewaltvermeidung, psychosoziale Belastung
Die Arbeit befasst sich mit der Thematik „Mobbing in der Schule“ und analysiert dieses Phänomen als pädagogische Herausforderung, der sich angehende und praktizierende Lehrkräfte stellen müssen.
Die Arbeit behandelt die Definition und Erscheinungsformen von Mobbing, die psychologischen Merkmale von Tätern und Opfern, die Ursachenforschung in schulischen und familiären Kontexten sowie konkrete Interventions- und Präventionskonzepte.
Das Ziel ist es, das komplexe Problem Mobbing aus verschiedenen Blickwinkeln zu durchleuchten, um Lehrkräften das nötige Hintergrundwissen und eine Auswahl an methodischen Ansätzen für ein frühzeitiges und effektives Handeln zu vermitteln.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Forschungsergebnisse, psychologische Modelle (wie das Aggressions-Attributionsmodell) und etablierte Anti-Mobbing-Programme theoretisch aufgearbeitet und reflektiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Ursachen und Folgen, die Darstellung von Phasenmodellen, die Analyse von Charakteristika der beteiligten Akteure sowie eine detaillierte Vorstellung praxisorientierter Konzepte wie der Farsta-Methode oder des No-Blame-Approach.
Zu den prägenden Schlüsselbegriffen zählen Mobbing, Gewaltprävention, Cyber-Mobbing, das soziale Schulklima, Täterpersönlichkeiten, Opferschutz und Interventionskonzepte.
Die Arbeit identifiziert Cyber-Mobbing als moderne, perfide Form des Mobbings, die das Opfer durch die ständige Verfügbarkeit des Internets rund um die Uhr belastet und für die es bisher kaum systematisierte, etablierte Konzepte gibt.
Die Lehrkraft nimmt eine bedeutende Vorbildfunktion ein; durch ihr gezieltes Eingreifen oder Wegsehen entscheidet sie maßgeblich über die Verfestigung oder Auflösung von Mobbingsituationen und den Schutz des Opfers.
Das Konzept verzichtet bewusst auf Schuldzuweisungen und Bestrafungen, um das Problem stattdessen durch die Einbeziehung der Schülergruppe und die Förderung von Empathie für das Opfer kooperativ zu lösen.
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