Examensarbeit, 2018
79 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Die Theorie der Inklusion
2.1 Definition Inklusion
2.2 Auf dem Weg zur Inklusion
2.2.1 Salamanca- Erklärung
2.2.2 UN-Behindertenrechtskonvention
2.3 Von der Integration zur Inklusion
3. Förderschwerpunkte
3.1 Definition Förderschwerpunkte
3.2 Verteilung der Förderschwerpunkte
3.2.1 Bundesergebnisse
3.2.2 Länderergebnisse
3.3 Förderschwerpunkt Hören
3.4 Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
3.5 Förderschwerpunkt Sprache
3.6 Förderschwerpunkt Lernen
3.7 Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung
4. Förderschwerpunkt Sehen
4.1 Begründung der Auswahl
4.2 Arten der Sehschädigung
4.3 Adaptionen an den Lehrplan
4.3.1 Allgemeine Adaptionen
4.3.2 Adaptionen im Fach Sport
4.4 Inklusion im Förderschwerpunkt Sehen
4.4.1 im Schulalltag
4.4.2 im Sportunterricht
4.4.3. Bedeutung der Sehschädigungen für den Sportunterricht
4.4.4 Didaktisch-methodische Hinweise
5. Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung
5.1 Begründung der Auswahl
5.2 Arten von Körperbehinderung
5.2.1 Schädigung von Gehirn und Rückenmark
5.2.2 Schädigung in Bereichen Muskulatur und Skelettsystem
5.2.3 Chronische Krankheit und Fehlfunktion von Organen
5.3 Adaptionen an den Lehrplan
5.3.1 Allgemeine Adaptionen
5.3.2 Adaptionen im Fach Sport
5.4 Inklusion im Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung
5.4.1 Im Schulalltag
5.4.2 Im Sportunterricht
5.4.3 Besondere Situation der Rollstuhlfahrer
6. Spiele aus der Literatur
6.1 Polybat
6.1.1 Pädagogische Bewertung
6.2 Goalball
6.2.1 Pädagogische Bewertung
7. Inklusionsspiele ohne Verlierer für (Nicht-) Behinderte in einer Doppelstunde
7.1 Sport als inklusive Maßnahme
7.2 Aufwärmspiele
7.3 Pädagogischer Bewertung der Aufwärmspiele
7.4 Kleine Spiele
7.5 Pädagogische Bewertung der kleinen Spiele
7.6 Das Mannschaftsspiel
7.7 Pädagogische Bewertung des Mannschaftsspiels
8. Fazit
Die Arbeit untersucht die Umsetzung inklusiver Bildung im Sportunterricht an Mittelschulen, wobei der Fokus auf den spezifischen Anforderungen und didaktischen Möglichkeiten für Schüler mit Sehschädigungen sowie körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen liegt.
4.4.2 im Sportunterricht
Die Basis von inklusivem Sportunterricht stellt die Beschulung einer heterogenen Gruppe dar. Bettina Wurzel beschreibt die Eigenschaften dieser speziellen Gruppe genauer:
Die Integration Behinderter schafft heterogene Gruppen von Nichtbehinderten und Behinderten. Solche Gruppen sind gleichermaßen Mittel zur Integration und ihr Ziel: Mittel, da in heterogenen Gruppen alle Beteiligten lernen können, miteinander umzugehen und ein angemessenes soziales Verhalten aufzubauen; Ziel, da sich der Integrationsprozeß definitionsgemäß auf das Leben in heterogenen Gruppen richtet. Diese Aussage unterstreicht, dass alleine schon die Gruppenzusammensetzung von Behinderten und Nichtbehinderten den Inklusionsmotor betätigt. Im Sportunterricht darf ein weiterer wichtiger Teil dieser Gruppe nicht vergessen werden, die Sportlehrkraft. Diese Lehrkraft hat die Aufgabe den Unterricht so zu koordinieren, um einen inklusiven Sportunterricht zu gewähren. Bei Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf Sehen offenbart alleine die Individualität eines jeden Schülers bezüglich des Grades des Sehvermögens eine zusätzliche Erschwernis. Wie viel ein Kind tatsächlich sehen kann, ist hauptsächlich von den Tages- und Lichtverhältnissen in der Sporthalle abhängig. Ein probates Mittel ist eine funktionierende Kommunikation zwischen Lehrkraft und dem sehbehinderten Schüler. Der Lehrer muss die Hürde nehmen und den behinderten Schüler aus erster Sicht unangenehme Fragen stellen, beispielsweise welche Dinge er in der Sporthalle erkennen kann. Je detaillierter die Beschreibung des Kindes, desto besser kann die Lehrkraft den Unterricht an die Umstände anpassen. Für sehbehinderte Schüler offenbart sich das Sprechen über die eigene Behinderung meist als nicht problematisch, im Gegenteil sind jene oft froh, offen darüber sprechen zu dürfen. Gegenseitiger Respekt und Verständnis füreinander spiegeln die Grundtugenden wieder, welche sich innerhalb des Klassengefüges etablieren müssen. Stimmen diese Tugenden, können vermeintliche Probleme bzw. Schwierigkeiten schneller gelöst werden.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle schulpolitische Debatte zur Inklusion ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit, Inklusion am Beispiel des Sportunterrichts bei Seh- und Körperbehinderungen zu beleuchten.
2. Die Theorie der Inklusion: Das Kapitel definiert den Inklusionsbegriff, beleuchtet historische Meilensteine wie die Salamanca-Erklärung und die UN-Behindertenrechtskonvention und grenzt Inklusion von Integration ab.
3. Förderschwerpunkte: Hier werden die verschiedenen sonderpädagogischen Förderschwerpunkte im bayerischen Schulsystem definiert und deren Verteilung statistisch analysiert.
4. Förderschwerpunkt Sehen: Das Kapitel behandelt spezifische Adaptionen für sehbehinderte Schüler, Anforderungen an den Unterricht und Möglichkeiten des Sportunterrichts.
5. Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung: Der Fokus liegt auf der Heterogenität dieses Förderbereichs, der medizinischen Klassifikation und den notwendigen schulspezifischen Anpassungen.
6. Spiele aus der Literatur: Es werden adaptierte Sportarten wie Polybat und Goalball vorgestellt, die speziell für den inklusiven Sportunterricht entwickelt wurden.
7. Inklusionsspiele ohne Verlierer für (Nicht-) Behinderte in einer Doppelstunde: Dieses Kapitel präsentiert praxisorientierte inklusive Spielkonzepte für eine komplette Doppelstunde, inklusive methodischer Reflexionen.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert bildungspolitische Hürden und unterstreicht die Rolle des Sportunterrichts als Inklusionsmotor.
Inklusion, Sportunterricht, Mittelschule, Förderschwerpunkt Sehen, körperliche Entwicklung, motorische Entwicklung, Heterogenität, Didaktik, Barrierefreiheit, Behindertenpädagogik, Lehrplan-Adaption, Inklusionsmotor, Sportspiele, Schüler mit Behinderung, Sportlehrerausbildung
Die Arbeit befasst sich mit der Inklusion von Schülern mit spezifischen Förderbedarfen im Fach Sport an bayerischen Mittelschulen.
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen der Inklusion, die Analyse der Förderschwerpunkte Sehen sowie körperliche und motorische Entwicklung sowie die praktische Umsetzung im Sportunterricht.
Ziel ist es, Lehrkräften praxisnahe Einblicke und methodische Unterstützung für einen inklusiven Sportunterricht zu geben, um Barrieren abzubauen und Teilhabe zu ermöglichen.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur, die Analyse von Lehrplänen sowie die Erarbeitung und Reflexion praktischer Sport- und Spielbeispiele.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Auseinandersetzung mit den beiden Förderschwerpunkten und konkrete, evaluierte Spielbeispiele für den Sportunterricht.
Inklusion, Sportunterricht, Förderschwerpunkte, Lehrplan-Adaption und barrierefreier Sport sind maßgebliche Begriffe.
Sport wird als "Inklusionsmotor" gesehen, da gemeinsame körperliche Aktivitäten soziale Barrieren abbauen und den Teamgeist unabhängig von individuellen Einschränkungen fördern können.
Diese Sportarten dienen als Beispiel für die gelungene Adaption bestehender Disziplinen, die es ermöglichen, behinderte und nicht behinderte Schüler gemeinsam sportlich wettstreiten zu lassen.
Die Lehrkraft ist entscheidend, da sie den Unterricht koordinieren, für Sicherheit sorgen und durch eine inklusive Haltung und entsprechende Vorbereitung die notwendige Basis für das gemeinsame Miteinander schafft.
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