Examensarbeit, 2018
112 Seiten, Note: 2,1
Einleitung
1 Die Bedeutung von Sport und Bewegung für Schüler
1.1 Begriffsdefinitionen
1.1.1 Gesundheit
1.1.2 Gesundheitsförderung
1.1.3 Bewegung vs. Sport
1.1.4 Kinder und Jugendliche bzw. Schüler
1.2 Sport, Bewegung und Gesundheit
1.2.1 Entwicklung motorischer Fähigkeiten
1.2.2 Körpergesundheit und Bewegung
1.2.3 Psychische Gesundheit, Sozialisation und Sport
1.2.3.1 Individuelles Empfinden der Wellness
1.2.3.2 Entwicklung des Selbstkonzepts
1.2.3.3 Entwicklung des Sozialverhaltens
1.2.4 Bewegungsmangel: Risiken für Kinder und Jugendliche
1.3 Die Lebenswelt von Schulkindern
1.3.1 Familienstrukturen und soziale Hierarchien: Bedeutung für den Sport
1.3.2 Bewegungsverhalten
1.3.3 Medienkonsum
2 Die Situation der Sportvereine in Deutschland
2.1 Historischer Überblick der Entwicklung von Sportvereinen
2.2 Definition und Merkmale von Sportvereinen
2.3 Sportverein und Gesellschaft heute
3 Sport und Bewegung in der GTS
3.1 Definition und Entwicklung der GTS in Niedersachsen
3.2 Schulische Ganztagsangebote
3.3 Forschungsstand: Studien zu GTS und (Vereins-) Sport in Deutschland
3.4 Schulsportunterricht in der GTS
3.4.1 Geschichte und Entwicklungsphasen von Schulsport
3.4.2 Die Aufgaben von Schulsport und die Rolle der Schule
3.4.3 Konzepte schulsportlichen Unterrichts
3.4.4 Schulöffnung und Aufgabe der originären Funktion der GTS
3.4.5 Personalstrukturen
3.4.6 Finanzierung und Versicherung (außer-)schulischer Vereinsangebote
3.5 Rahmenbedingungen von BeSS in der GTS
3.6 BeSS in der GTS: Wirkungsbereiche der SV
4 Kooperation von Schule und Verein
4.1 Historische Entwicklung
4.2 Vereinskooperation in GTS: Die aktuelle Lage
4.3 Kooperation in der GTS
4.4 Bedingungen der Zusammenarbeit
4.5 Ziele von Kooperation
4.5.1 Bewegungsmangel: ein Motiv mit Gesellschaftsbezug
4.5.2 Ziele und Motive der GTS
4.5.3 Ziele und Motive der SV
4.5.4 Ziele und Motive zur Beteiligung der Schülerschaft
4.6 Kooperationsmodelle
4.6.1 Das additiv-duale Modell
4.6.2 Das additiv-komplementäre Modell
4.6.3 Das integrative Modell
4.7 Beispielschulen: Bewegungskonzepte der GTS
4.7.1 Die KGS Waldschule in Schwanewede
4.7.2 Die KGS Rastede
4.7.3 Die KGS Hemmingen
4.7.4 Die IGS in Peine
4.8 Zwischenfazit: Umsetzung von BeSS-Angebote in der GTS
5 Diskussion: Synergieeffekte der Kooperation von GTS und SV
5.1 BSS-Angebote in der Schule: Die Perspektive der Verbände und SV
5.2 Gesundheitsförderung und Sport
5.3 Verflechtung kognitiver und motorischer Prozesse
5.4 BSS-Angebote als Instrument zur Schulung sozialer Kompetenz
5.5 Schulraumentwicklung: Der äußere Rahmen für BSS-Angebote
5.6 Schul- und Kommunalentwicklung: Kooperation als Chance für SV?
6. Zusammenfassung der Ergebnisse, kurze Reflexion und Ausblick
Die Masterarbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Ganztagsschulen (GTS) und Sportvereinen (SV) unter Berücksichtigung gesundheits- und sportpädagogischer Aspekte. Das primäre Ziel ist es, das Potenzial der Kooperation zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und des Wohlbefindens von Schulkindern zu analysieren und Wege aufzuzeigen, wie diese Zusammenarbeit nachhaltig gestaltet werden kann.
1.2.1 Entwicklung motorischer Fähigkeiten
Nach Weineck (2010, S. 451) ist Motorik die Menge der „Steuerungs- und Funktionsprozesse“, die für Haltung und Bewegung begründend sind. Sie hat die Aufgabe, das Verhältnis von angemessener Körperhaltung und den darauf aufbauenden Bewegungen des Körpers zu kontrollieren. Wenn der Mensch sitzt, geht, hüpft oder etwas ergreift, laufen im Körper diese motorischen Steuerungs- und Regelungsvorgänge ab.
Zum Zeitpunkt der Geburt beruhen die lebenswichtigen Bewegungen auf Reflexen und Reaktionen. Innerhalb der Babyphase bis etwa zum 18. Lebensmonat adaptiert das Kind zielführende Bewegungs- und Verhaltensmuster. Das Sich-Bewegen und das Erfassen der Umwelt (sich und kleine Gegenstände bewegen, krabbeln, etc.) hat dabei eine grundlegende Bedeutung.
Bis zum Alter des Schuleintritts wird die Herstellung des Gleichgewichts zwischen Stabilität und Mobilität erlernt. Es wird möglich, motorische Abläufe mit Gegenständen zu koordinieren (z. B. rutschen und schaukeln) und Bewegung den Anforderungen anzupassen (z. B. das Gleichgewicht auf Roller und Fahrrad zu halten). Zudem kann das Kind nun senso-motorische Informationen in den Bewegungsauflauf integrieren (z. B. die Bewegung von Bällen oder des Springseils abzuschätzen) und entsprechend darauf reagieren (vgl. Weineck, 2010, S. 451 ff.).
Nach der ersten Entwicklung und Ausbildung des zentralen Nervensystems in der grobmotorischen Phase der ersten Lebensjahre folgt in der Primarstufe (5/6-10 Jahre) eine Reifeperiode: Sie äußert sich durch ungestüme Bewegungen, eine funktionierende Grob- und Sensomotorik und eine begeisterte, jedoch kritiklose Aneignung von Kenntnissen und Fertigkeiten. Bewegungen können leicht erlernt, müssen aber auch noch sehr oft wiederholt werden (vgl. Weineck, 2010, S. 455).
1 Die Bedeutung von Sport und Bewegung für Schüler: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen von Gesundheit und Bewegung sowie deren Einfluss auf die körperliche und soziale Entwicklung von Kindern.
2 Die Situation der Sportvereine in Deutschland: Hier wird der historische Kontext und die aktuelle Rolle der Sportvereine innerhalb der Gesellschaft analysiert.
3 Sport und Bewegung in der GTS: Das Kapitel befasst sich mit der Definition, Entwicklung und den Rahmenbedingungen von Ganztagsschulen sowie der Integration sportlicher Angebote in den schulischen Alltag.
4 Kooperation von Schule und Verein: Hier werden die historischen Anfänge, die notwendigen Bedingungen und die verschiedenen Modelle der Kooperation zwischen Schulen und Vereinen detailliert dargestellt.
5 Diskussion: Synergieeffekte der Kooperation von GTS und SV: Das Kapitel diskutiert die Synergieeffekte, die durch eine gelungene Zusammenarbeit entstehen, und beleuchtet die Perspektiven der beteiligten Akteure.
6. Zusammenfassung der Ergebnisse, kurze Reflexion und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert den Forschungsprozess und gibt Ausblicke auf zukünftige Entwicklungen.
Ganztagsschule, Sportverein, Schulsport, Bewegungsmangel, Gesundheitsförderung, Kooperation, motorische Entwicklung, Sozialisation, Kooperationsmodelle, Bewegungsangebote, Niedersachsen, Schulentwicklung, Partizipation, Vereinsarbeit, Kindheit.
Die Arbeit untersucht, wie Sportvereine und Ganztagsschulen kooperieren können, um dem Bewegungsmangel von Kindern entgegenzuwirken und deren Gesundheit sowie soziale Kompetenzen zu fördern.
Zentrale Themen sind die theoretische Bedeutung von Bewegung für die Entwicklung, der institutionelle Wandel der Schule zur Ganztagsschule und die strukturelle Integration außerschulischer Partner wie Sportvereine.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kooperationen gestaltet werden können, damit sie sowohl dem Bildungsauftrag der Schule als auch den Interessen der Vereine gerecht werden und einen echten Mehrwert für die Kinder bieten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Studium empirischer Studien und der qualitativen Analyse ausgewählter Schulprofile in Niedersachsen.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (Gesundheit, Sozialisation), der aktuelle Stand der Sportvereine, die Organisation von Sport in der Ganztagsschule und verschiedene Kooperationsmodelle (additiv, integrativ etc.) erörtert.
Ganztagsschule, Kooperation, Bewegungsmangel, Sportvereine, Gesundheitsförderung und Schulsport sind die bestimmenden Begriffe.
Die Arbeit zeigt, dass Medienkonsum zu einer statischen Körperhaltung führt und reale Bewegungserfahrungen im natürlichen Umfeld verdrängt, was negative Folgen für die motorische Leistungsfähigkeit und die Haltung hat.
Trendsportarten bieten Jugendliche Möglichkeiten, ihre körperlichen Grenzen in einem weniger strukturierten Rahmen zu testen, was sie attraktiver macht als klassische Vereinsstrukturen und dem "Drop-out"-Phänomen entgegenwirken kann.
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