Bachelorarbeit, 2017
41 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Lernen im inklusiven Setting
2.1 Heterogenität als gesamtgesellschaftliche Realität
2.2 Umgang mit Heterogenität im schulischen Kontext
2.3 Individualisierung, Differenzierung, Adaptivität und Öffnung als Konzepte des gemeinsamen Unterrichts
2.4 Offener Unterricht als Umsetzungsmöglichkeit von gemeinsamem Unterricht
2.4.1 Begriffsbestimmung des offenen Unterrichts
2.4.2 Dimensionen des Unterrichts
3 Selbstgesteuertes Lernen im Unterricht
3.1 Der Lernbegriff und seine Theorien
3.2 Konstruktivismus als Grundlage für selbstgesteuertes Lernen
3.3 Die Bedeutung des selbstgesteuerten Lernens
3.4 Zentrale Merkmale des selbstgesteuerten Lernens
3.5 Stufen des selbstgesteuerten Lernens
3.6 Voraussetzungen der Lernenden für selbstgesteuertes Lernen
3.7 Modell der Selbstlernkompetenz
4 Die Umsetzung selbstgesteuerten Lernens im offenen Unterricht
4.1 Rolle der Pädagog_innen
4.2 Gestaltung der Lernumgebung
4.3 Unterrichtsmethoden zur Umsetzung des selbstgesteuerten Lernens
5 Individuelle Lernvoraussetzungen der Schüler_innen mit Lernschwierigkeiten
5.1 Historischer Rückblick auf die Didaktik des Unterrichts im Förderschwerpunkt Lernen
5.2 Bedingungen und Voraussetzungen von Schüler_innen mit Lernschwierigkeiten
6 Möglichkeiten der Förderung des selbstgesteuerten Lernens bei Grundschüler_innen mit Lernschwierigkeiten im offenen Unterricht
6.1 Inklusive Didaktik als Grundlage für selbstgesteuertes Lernen
6.2 Selbstgesteuertes Lernen im inklusiven Kontext
6.3 Die veränderte Rolle der Pädagog_innen
6.4 Gestaltete Lernumgebung und differenzierte Lernhilfen
6.5 Unterrichtsmethoden des offenen Unterrichts im inklusiven Setting
7 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwiefern selbstgesteuertes Lernen als pädagogisches Konzept geeignet ist, um Grundschüler_innen mit Lernschwierigkeiten im inklusiven Setting effektiv zu fördern, wobei der offene Unterricht als Rahmenbedingung analysiert wird.
3.2 Konstruktivismus als Grundlage für selbstgesteuertes Lernen
Der Konstruktivismus beschreibt ein neues Verständnis über den Zugang des Menschen zur Wirklichkeit der Welt (Siebert 2006, S. 49 ff.). Er leitet sich aus der Kognitionstheorie ab und geht davon aus, dass Wissen aus individuellen Erfahrungen und Erlebnissen generiert und vom Lernenden individuell auf der Grundlage seines Vorwissens realisiert wird (Konrad 2008, S. 34).
Für Bildungs- und Erziehungswissenschaften ist das Verstehen, warum und wie Menschen lernen, von großer Bedeutung, da dadurch Möglichkeiten der Veränderbarkeit des Individuums ergründet und daraus Maßnahmen der Förderung entwickelt werden können (Walber 2007 S. 89 ff.).
„Aus konstruktivistischer Sicht ist Lernen eine selbstgesteuerte, konstruktive, biografisch geprägte, überlebensdienliche, kognitive und emotionale Tätigkeit“ (Siebert 2003, S.13). Lernen beinhaltet dabei aktives Wahrnehmen, Erkennen, Reagieren, Kommunizieren und Handeln. Es wird nicht als bloße Informationsverarbeitung gesehen, sondern als individueller Prozess, in dem der Mensch neues Wissen in Bezug zu den Vorkenntnissen und Erfahrungen konstruiert, verknüpft, bewertet, modifiziert und anwendet (Siebert 2003, S.13 ff.).
In der deutschen Bildungs- und Erziehungsarbeit sind das Interesse und die Offenheit gegenüber der konstruktivistischen Vorstellung an Vor- und Grundschulen sowie Förderzentren stärker ausgeprägt als an Gymnasien, Berufsschulen und Hochschulen.
Die konstruktivistische Lehr- und Lerntheorie wird als Grundlage für inklusive Ansätze genutzt, „[…] denn inklusive Ansätze bauen auf dem aktuellen Stand der konstruktivistisch orientierten Lerntheorie grundsätzlich auf“ (Reich 2014, S. 50).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit inklusiver Bildung angesichts gesellschaftlicher Heterogenität und definiert das Ziel, Möglichkeiten des selbstgesteuerten Lernens für SuS mit Lernschwierigkeiten zu explorieren.
2 Lernen im inklusiven Setting: Dieses Kapitel thematisiert den Umgang mit Heterogenität durch Konzepte wie Individualisierung, Differenzierung und offenen Unterricht.
3 Selbstgesteuertes Lernen im Unterricht: Der theoretische Rahmen des selbstgesteuerten Lernens wird durch den Konstruktivismus begründet und anhand von Stufenmodellen sowie notwendiger Selbstlernkompetenzen erläutert.
4 Die Umsetzung selbstgesteuerten Lernens im offenen Unterricht: Hier werden die Rollen der Pädagog_innen, die Lernumgebung und methodische Umsetzungen als Brücke zum selbstgesteuerten Lernen diskutiert.
5 Individuelle Lernvoraussetzungen der Schüler_innen mit Lernschwierigkeiten: Das Kapitel bietet einen historischen Rückblick und analysiert Bedingungen, die den Lernprozess bei Kindern mit Lernschwierigkeiten maßgeblich beeinflussen.
6 Möglichkeiten der Förderung des selbstgesteuerten Lernens bei Grundschüler_innen mit Lernschwierigkeiten im offenen Unterricht: Die Arbeit führt die vorangegangenen Theorien zusammen und erarbeitet konkrete Förderaspekte innerhalb einer inklusiven Didaktik.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Bedeutung einer wertschätzenden Lernumgebung für die Autonomie aller Schüler_innen.
Selbstgesteuertes Lernen, Inklusion, Heterogenität, Offener Unterricht, Lernschwierigkeiten, Inklusive Didaktik, Selbstlernkompetenz, Lernumgebung, Konstruktivismus, Lernstrategien, Metakognition, Grundschule, Pädagog_innen, Differenzierung, Individualisierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Grundschüler_innen mit Lernschwierigkeiten innerhalb eines inklusiven Unterrichtssettings durch selbstgesteuertes Lernen gefördert werden können.
Die Arbeit verbindet die Bereiche der Inklusionspädagogik, des offenen Unterrichts, der Lernpsychologie und spezifisch die Förderung von Kindern mit Lernschwierigkeiten.
Das Ziel ist es, auf theoretischer Basis aufzuzeigen, wie selbstgesteuertes Lernen auch Kindern mit Lernschwierigkeiten ermöglicht werden kann, um deren Selbstständigkeit und Autonomie zu stärken.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der systematischen Auswertung fachwissenschaftlicher Literatur basiert und keine eigene empirische Untersuchung enthält.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des selbstgesteuerten Lernens, die Analyse inklusiver Unterrichtskonzepte und die Ableitung praktischer Möglichkeiten für die Förderung im offenen Unterricht.
Zentrale Begriffe sind Inklusion, Heterogenität, selbstgesteuertes Lernen und die Rolle der Pädagog_innen als Lernbegleiter.
Sie grenzt sich von einer defizitorientierten Sichtweise ab und betrachtet jedes Kind als aktiven Konstrukteur seines Wissens, unabhängig von individuellen Lernbeeinträchtigungen.
Die Lehrkraft wandelt sich vom Wissensvermittler zum Lernbegleiter, der anregende Lernumgebungen schafft und individuelle Unterstützung bei der Entwicklung von Lernstrategien bietet.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

