Magisterarbeit, 2004
185 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1 Theoretische Grundlagen
1.1 Grundlagen, Ausgangspunkt und Fundament dieser Arbeit
1.1.1 Terminologie
1.1.2 Das „Drei-Ringe-Modell“ der Hochbegabung nach Renzulli
1.1.3 Resümee
1.2 Förderung in der Schule
1.2.1 Kurzdarstellung des rechtlichen Rahmens
1.2.2 Außerschulische und innerschulische Fördermöglichkeiten
1.2.3 Akzeleration und Enrichment
1.2.4 Mischformen aus Akzeleration und Enrichment
1.2.4.1 Das SEM und das „Drehtürmodell“ nach Renzulli
1.2.4.1.1 Das dreistufige Enrichment
1.2.4.1.2 Das Drehtürmodell nach Renzulli bzw. nach Klingen
1.2.4.2 Evaluation von Fördermaßnahmen
1.2.5 Resümee
1.3 Das Weser-Gymnasium Vlotho
1.3.1 Das "WGV-Drehtürmodell"
1.3.2 Ziele des Begabtenförderprogramms „WGV-Drehtürmodell“
1.3.3 Operationalisierung der Maßnahmewirkung
2 Methode
2.1 Untersuchungsdesign
2.1.1 Untersuchungsplan
2.1.2 Vortest
2.1.3 Kritik und Änderungen
2.2 Erhebungsinstrumente
2.2.1 Schülerfragebogen
2.2.2 Elternfragebogen
2.2.3 Fachlehrerfragebogen
2.2.4 Kursdozenteninterview
2.3 Untersuchungsart und Durchführung
2.3.1 Untersuchungsart
2.3.2 Durchführung der Befragung
2.4 Auswertung
2.4.1 Probleme und Lösungsversuche
2.4.2 Mögliche Störfaktoren
3 Ergebnisse
3.1 Darstellung der Ergebnisse der Schülerfragebögen
3.1.1 Stichprobe
3.1.2 Soziale Integration
3.1.3 Herausforderung
3.1.4 Lernmotivation
3.1.5 Leistung
3.1.6 Rahmenbedingungen
3.1.7 Heterogenität
3.2 Darstellung der Ergebnisse der Elternfragebögen
3.2.1 Stichprobe
3.2.2 Soziale Integration
3.2.3 Herausforderung
3.2.4 Lernmotivation
3.2.5 Leistung
3.2.6 Rahmenbedingungen
3.3 Darstellung der Ergebnisse der Fachlehrerfragebögen
3.3.1 Stichprobe
3.3.2 Soziale Integration, Herausforderung, Leistung
3.3.2.1 Schüler 1
3.3.2.2 Schüler 2
3.3.2.3 Schüler 3
3.3.2.4 Schüler 4
3.3.2.5 Schüler 5
3.3.2.6 Schülerin 6
3.3.2.7 Schüler 7
3.3.2.8 Schülerin 8
3.3.2.9 Schüler 9
3.3.3 Rahmenbedingungen
3.4 Darstellung der Ergebnisse der Interviews
3.4.1 Astronomiedozent
3.4.1.1 Soziale Integration
3.4.1.2 Heterogenität
3.4.2 Japanischdozentin
3.4.2.1 Soziale Integration
3.4.2.2 Heterogenität
3.5 Kurze Zusammenfassung der Ergebnisse
4 Diskussion
5 Schlussfolgerungen
5.1 Ausblick
5.2 Grenzen dieser Studie und Kritik
Ziel dieser Arbeit ist die formative Evaluation eines spezifischen schulischen Begabtenförderprogramms („WGV-Drehtürmodell“) am Weser-Gymnasium Vlotho. Durch die wissenschaftliche Begleitforschung wird untersucht, inwieweit die gesetzten Ziele – soziale Integration, Leistungssteigerung, erhöhte Lernmotivation und angemessene Herausforderung der Schüler – durch das implementierte Modell erreicht werden.
1.2.4.1 Das SEM und das „Drehtürmodell“ nach Renzulli
Reformpädagogische Ansätze hat sich auch das „SEM“ (Schoolwide Enrichment Model) zu Nutze gemacht. Diesem Modell und im Besonderen dem „Drehtürmodell nach Renzulli“ wird im Rahmen dieser Arbeit besondere Aufmerksamkeit geschenkt, da dieses in angepasster Form an der zu evaluierenden Schule Anwendung findet.
Das SEM wurde von Joseph Renzulli und Sally Reis auf der theoretischen Grundlage von Pädagogen (insbesondere von den Leitgedanken der Maria Montessori u.a.), von Psychologen und Philosophen konzipiert (vgl. Renzulli et al. 2001a, S. 8-9, 168-169). Es versteht sich als ein Modell der Begabtenförderung ohne Elitebildung, welches darauf abzielt, die Stärken und Talente aller Schüler zu entwickeln, was nach Renzulli bedeutet, dass das Modell allen Schülern zu Gute kommt. Das Modell beinhaltet weiterhin eine Strategie, die Motivation sowie Lust am Lernen und somit einer Verbesserung der Schulleistungen zur Folge hat. Es ist empirisch belegt (vgl. Renzulli et al. 2001a, S. 165-167) und in den USA gegenwärtig das bekannteste und meist eingesetzte Fördermodell in öffentlichen Schulen.
Renzulli versteht die Schule als einen Ort, in dem Talente entwickelt werden können. Dies versucht er unter anderem durch das systematische Einbringen zusätzlicher Anreize aus der außerschulischen Realität und durch eigenständige außerschulische Projekte von Schülern zu erreichen. Für Schüler, die auf einem bestimmten Gebiet besonders schnell lernen, kann der Regellehrplan im entsprechenden Fach gestrafft werden. Ein Talentportfolio, die ausführliche Dokumentation der Stärken, Interessensgebiete und Talente jedes Schülers, kann das übliche Zeugnis ergänzen oder gegebenenfalls sogar ersetzen. Mit Hilfe des Talentportfolios bestimmt der Lehrer, welcher Schüler für welche Fördermaßnahme geeignet ist. Danach wird ein individueller Lehrplan für jeden Schüler erarbeitet.
1 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel erläutert die terminologischen und theoretischen Grundlagen von Hochbegabung, insbesondere nach Renzulli, sowie den rechtlichen Rahmen und verschiedene Fördermöglichkeiten in der Schule.
2 Methode: Hier werden das Design der Evaluationsstudie, der Untersuchungsplan, die eingesetzten Erhebungsinstrumente (Fragebögen und Interviews) sowie die Vorgehensweise bei der Auswertung detailliert beschrieben.
3 Ergebnisse: Dieser Teil präsentiert die empirischen Befunde der Befragungen, unterteilt nach den Zielkategorien der Studie, und liefert detaillierte Einblicke in die Wahrnehmung des Modells durch Schüler, Eltern und Fachlehrer.
4 Diskussion: Im Diskussionsteil werden die Ergebnisse kritisch reflektiert und in Bezug auf die Effektivität des untersuchten Begabtenförderprogramms bewertet.
5 Schlussfolgerungen: Das abschließende Kapitel leitet aus den Erkenntnissen praktische Forderungen für die schulische Praxis ab und benennt Grenzen der Studie sowie Möglichkeiten für weiterführende Untersuchungen.
Begabtenförderung, Hochbegabung, Drehtürmodell, Enrichment, Akzeleration, Evaluation, Weser-Gymnasium, Schulentwicklung, Leistungssteigerung, Lernmotivation, soziale Integration, Altersheterogenität, Renzulli, schulische Begabungsdiagnostik, Underachiever.
Die Arbeit evaluiert ein schulisches Begabtenförderprogramm, das sogenannte „WGV-Drehtürmodell“, am Weser-Gymnasium Vlotho und untersucht dessen Wirksamkeit aus der Perspektive verschiedener Beteiligter.
Die Studie befasst sich mit den Schwerpunkten soziale Integration, Lernmotivation, Leistungssteigerung, individuelle Herausforderung und den allgemeinen schulischen Rahmenbedingungen.
Das Hauptziel ist es, zu überprüfen, ob das am Weser-Gymnasium implementierte Förderkonzept seine Ziele erreicht und wo Ansatzpunkte für Verbesserungen in der pädagogischen Praxis liegen.
Es wurde eine formative Evaluation durchgeführt, die auf einer Vollerhebung mittels strukturierter Fragebögen (Schüler, Eltern, Fachlehrer) sowie qualitativen Experteninterviews mit den Kursdozenten basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Modelle der Begabungsförderung), die methodische Beschreibung des Evaluationsdesigns und eine detaillierte Darstellung sowie Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Zentrale Begriffe sind Begabtenförderung, Drehtürmodell, Enrichment, Evaluation, Schulentwicklung sowie die Förderung von Leistungs- und Motivationsaspekten bei begabten Schülern.
Die Studie beleuchtet die Herausforderungen, die entstehen, wenn Schüler unterschiedlichen Alters in einem Kurs zusammenarbeiten, insbesondere im Hinblick auf unterschiedliche Wissensstände und die Wahrnehmung durch die Teilnehmer.
Die Fachlehrer dienen der Validierung der Schülerdaten, indem sie Auskunft darüber geben, wie die Schüler ihre Verpflichtungen (Nachholen von Stoff, Erledigen von Hausaufgaben) erfüllen und wie sie die Leistungsentwicklung der Teilnehmer bewerten.
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