Bachelorarbeit, 2018
91 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung
2.1 Definition
2.2 UN-Kinderrechtskonvention
2.3 Auswirkungen von frühpädagogischen Einrichtungen auf Kinder
2.4 Volkswirtschaftlicher Nutzen von frühkindlicher Betreuung
3. Ergebnisse der OECD
3.1 Pisa Ergebnisse beider Länder
3.2 Gegenüberstellung der Ergebnisse
3.3 Kritik an der OECD und der Pisa-Studie
4. Stand FBBE in Deutschland und der Schweiz
4.1 Bildungssystem Deutschland und Schweiz
4.1.1 Deutschland
4.1.2 Schweiz
4.1.3 Ländervergleich gestützt auf der Starting-Strong-Studie
4.2 Stand FBBE im Bundesland NRW und dem Kanton Zug
4.2.1 Rahmenbedingungen FBBE in NRW
4.2.2 Rahmenbedingungen FBBE in Zug
4.3 Ausbildung der Fachkräfte in Deutschland und der Schweiz
4.3.1 Fachkräfte in Deutschland
4.3.2 Fachkräfte in der Schweiz
5. Chancengerechtigkeit in der frühen Kindheit
5.1 Definition
5.2 Risikogruppen benachteiligter Kinder
5.3 Kinderarmut
5.4 Bedeutung Fachpersonal
5.5 Kompensatorischer Effekt von Kindertageseinrichtungen
6. Chancengerechtigkeit unter den Bedingungen des Bundeslandes NRW und des Kantones Zug
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedingungen der institutionellen frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) in Deutschland (Bundesland Nordrhein-Westfalen) und der Schweiz (Kanton Zug) und analysiert deren Beitrag zur Chancengerechtigkeit für Kinder im Vorschulalter.
2.4 Volkswirtschaftlicher Nutzen von frühkindlicher Betreuung
Auf der im Jahr 2011 stattgefundenen Tagung „Neue Wege zur Bildungsgerechtigkeit“ gingen führende internationale Wissenschaftler den Wirkungsmechanismen sozialer Herkunftseffekte im Bildungsverlauf nach. „Zugrunde liegt die Annahme der Einladenden, dass ungleiche Bildungschancen nicht nur ein moralisches, sondern auch ein ordnungspolitisches und volkswirtschaftliches Problem darstellen, das es zu lösen gilt“ (Deißner 2013, S. 9). Das erwähnte volkswirtschaftliche Problem liegt darin begründet, dass die Chancengerechtigkeit sich direkt auf Bildungslaufbahnen auswirkt. Der Begriff der Chancengerechtigkeit wird im Kapitel 5 näher betrachtet. Investitionen in die frühkindliche Förderung bedeuten mehr Effizienz in der Wirtschaft. Dies bedeutet konkret: Erhöhung des Wirtschaftswachstums, Erhöhung der Chancengleichheit und Verringerung des Gehaltsunterschieds zwischen Frauen und Männern (vgl. Anger und Plünnecke 2008, S. 4). Plünnecke stellte fest, dass ein höheres Bildungsniveau der Bevölkerung zu mehr Wirtschaftswachstum führen kann (ebenda S. 9).
Auch die Erwerbstätigkeit von Frauen hat direkte Auswirkungen auf das Marktwachstum. Frauen haben, bedingt durch Mutterschafts- oder Elternzeiten, höhere Abwesenheitszeiten vom Arbeitsmarkt. Im Jahr 2003 haben in Deutschland 90 Prozent der Mütter Elternzeit in Anspruch genommen, aber nur ca. 4,9 Prozent der Männer. Je länger die Auszeit vom Arbeitsmarkt ausfällt, desto weniger Humankapital steht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Dies zieht auch Nachteile bei der Lohnentwicklung nach sich (vgl. Anger und Plünnecke 2008, S. 17). Somit stellt der Besuch einer Kindertagesstätte eine Verringerung solcher Nachteile für Frauen dar.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Relevanz frühkindlicher Investitionen und führt in die Fragestellung nach der Chancengerechtigkeit in Deutschland und der Schweiz ein.
2. Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung: Dieses Kapitel definiert FBBE als systemisches Angebot und betont die Bedeutung qualitativ hochwertiger Betreuung für die kindliche Entwicklung und den volkswirtschaftlichen Nutzen.
3. Ergebnisse der OECD: Es erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit der PISA-Studie und deren Einfluss auf die bildungspolitische Debatte in den untersuchten Ländern seit dem Jahr 2001.
4. Stand FBBE in Deutschland und der Schweiz: Dieses Kapitel vergleicht die föderalen Strukturen und die spezifischen Bedingungen der FBBE in Nordrhein-Westfalen und dem Kanton Zug inklusive der Ausbildungssituation für Fachkräfte.
5. Chancengerechtigkeit in der frühen Kindheit: Das Kapitel analysiert Risikofaktoren für Bildungsbenachteiligung und diskutiert den kompensatorischen Effekt von Kindertageseinrichtungen auf sozioökonomisch schwache Familien.
6. Chancengerechtigkeit unter den Bedingungen des Bundeslandes NRW und des Kantones Zug: Basierend auf sechs Thesen werden die regionalen Rahmenbedingungen konkret gegenübergestellt und im Hinblick auf Chancengerechtigkeit evaluiert.
7. Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit eines multidimensionalen Ansatzes zur weiteren Verbesserung der FBBE.
Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung, FBBE, Chancengerechtigkeit, Ländervergleich, Deutschland, Schweiz, Nordrhein-Westfalen, Kanton Zug, PISA-Studie, Bildungsgerechtigkeit, Humankapital, Bildungsökonomie, Risikogruppen, Kindertagesbetreuung.
Die Arbeit befasst sich mit der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) und untersucht, wie die institutionellen Rahmenbedingungen in Deutschland (NRW) und der Schweiz (Kanton Zug) zur Herstellung von Chancengerechtigkeit beitragen können.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Ländervergleich der Bildungssysteme, der Analyse von Qualitätsstandards in der Kinderbetreuung, der volkswirtschaftlichen Bedeutung frühkindlicher Investitionen und der kritischen Reflexion internationaler Leistungsstudien.
Das Ziel ist es, die bestehenden Bedingungen der institutionellen FBBE in den gewählten Regionen zu identifizieren und zu beurteilen, inwiefern diese Bedingungen benachteiligte Kinder unterstützen und soziale Auslese minimieren können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Studienanalyse, die Daten aus Deutschland und der Schweiz sowie einschlägige Gesetzesgrundlagen systematisch auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die kritische Betrachtung der PISA-Studien, eine detaillierte Gegenüberstellung der FBBE-Systeme in NRW und dem Kanton Zug sowie eine Analyse von Chancengerechtigkeit und Risikofaktoren.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie frühkindliche Bildung, Chancengerechtigkeit, Ländervergleich, Humankapital, PISA, Bildungsbenachteiligung und regionale Rahmenbedingungen beschreiben.
Während in NRW ein einheitlich gesteuertes System mit Rechtsanspruch existiert, zeigt sich im Kanton Zug eine stärkere Fragmentierung mit einer dreigegliederten Struktur, in der die öffentliche Hand weniger stark regulierend eingreift als in NRW.
Die Autorin betont, dass eine qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildung des Personals entscheidend ist, um den Bedürfnissen unterschiedlichster Risikogruppen im pädagogischen Alltag gerecht zu werden und somit echte Chancengerechtigkeit zu ermöglichen.
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