Bachelorarbeit, 2019
63 Seiten
1. Einleitung
2. Methode und Struktur der Arbeit
3. Die Berufsorientierung
3.1. Ziele
3.2. Phasen
3.3. Handlungsfelder
4. Das Schulfach Glück
4.1. Ziele
4.2. Phasen
4.3. Handlungsfelder
5. Empirische Untersuchung zum Mehrwert
5.1. Schülerumfrage
5.2. Lehrerumfrage
5.3. Methodenkritik
6. Der Mehrwert für die Berufsorientierung
6.1. Ziele
6.2. Phasen
6.3. Handlungsfelder
7. Fazit
8. Kritik und Grenzen
Die Arbeit untersucht, ob das Schulfach Glück einen Mehrwert für die schulische Berufsorientierung bieten kann, indem sie die psychologischen Bedürfnisse von Schülern in den Prozess der Berufsfindung integriert. Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch eine stärkere Berücksichtigung von Selbstkompetenzen die Orientierungslosigkeit bei Jugendlichen gemindert und ein ganzheitlicherer Übergang in das Erwerbsleben ermöglicht werden kann.
Die Berufsorientierung
Mit der ersten industriellen Revolution Industrie1.0 entstand eine neue Produktionsweise, die Fertigung in Teilschritten. Sie erforderte neue Berufsbilder, welche den damals neuen Fertigungsprozessen gerecht werden konnten. Aufgrund der Massenproduktion entstand im Industriesektor ein Bedarf an entsprechend ausgebildeten Arbeitern. Die Berufsorientierung junger Menschen wird gesellschaftlich notwendig und gewinnt mit dem gesellschaftlichen Fortschritt an Bedeutung. Das Matching zwischen Berufs- und Personenmerkmalen ist im Zuge der Institutionalisierung, spätestens seit dem 20. Jahrhundert, Gegenstand verschiedener Berufswahltheorien (Parson 1909; Brüggemann und Rahn 2013). Zum Anfang des 20. Jahrhundert konstituierte sich die Berufspädagogik und die Arbeitsschulbewegung. In der Allgemeinbildung wurde dem Recht der freien Berufswahl durch der Berufsorientierung nachgegangen. In der Schulabgangsphase wurden den Schülern Arbeitsbedingungen und Tätigkeiten der entsprechenden Berufe vorgestellt, damit die Schüler erste Einblicke in Berufe bekamen, die sie innerhalb ihres sozialen Bildungs-Status erlernen konnten (Friese 2018).
Die Berufsorientierung (BO) ist spätestens seit den 1960´iger Jahren ein pädagogischer und zentraler Teil des Bildungssystems (Friese 2018). BO ist gesellschaftliche Aufgabe, die Unternehmen, Verbände, Arbeitsagenturen und Schulen einbezieht. Nach dem heutigen SGB III ist die BO der Arbeitsagentur unterstellt, kann jedoch aus dem Lernort Schule nicht herausgetragen werden (Wolters 2010; KMK 2017; Sen-bjw 2016; Driesel-Lange et al. 2010). Somit ist die BO mit den entsprechenden Zielbenennungen durch Landeskonzepte (bedingt durch die KMK), an Schulen mit ihren entsprechenden Fachlehrern thematisch integriert. „Das Aufgabenspektrum der BStO im Sinne einer pädagogischen Unterstützung des Berufswahlprozesses umfasst sowohl die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen als auch die Auseinandersetzung mit der Arbeits und Lebenswelt“ (Angerer et al. 2018).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit der Berufsorientierung vor dem Hintergrund sich wandelnder Arbeitswelten und betont die Bedeutung individueller Kompetenzen für eine erfolgreiche Zukunftsplanung.
2. Methode und Struktur der Arbeit: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau der Untersuchung mittels Literaturrecherche und der empirischen Erhebung an Berliner Schulen.
3. Die Berufsorientierung: Es werden der historische Kontext, die Strukturen und die Funktionen der Berufsorientierung als gesellschaftliche Aufgabe analysiert.
4. Das Schulfach Glück: Das Konzept des Schulfachs Glück wird als präventiver, humanistisch geprägter Ansatz zur Förderung von Lebenskompetenz und Resilienz bei Schülern vorgestellt.
5. Empirische Untersuchung zum Mehrwert: Dieser Teil dokumentiert die durchgeführten Umfragen bei Schülern und Lehrern zur Wahrnehmung von Schnittstellen zwischen beiden Bereichen.
6. Der Mehrwert für die Berufsorientierung: Auf Basis der Untersuchung werden Gemeinsamkeiten bei Zielen, Phasen und Handlungsfeldern herausgearbeitet, die einen Mehrwert für die Berufsorientierung begründen.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine interdisziplinäre Ausweitung der Berufsorientierung unter Einbeziehung von Selbstkompetenzen.
8. Kritik und Grenzen: Abschließend werden die Herausforderungen bei der Integration neuer Ansätze in ein starres Bildungssystem sowie die Grenzen der vorliegenden empirischen Arbeit reflektiert.
Berufsorientierung, Schulfach Glück, Selbstwirksamkeit, Lebenswegplanung, Kompetenzentwicklung, Resilienz, Schule, Arbeitswelt, Persönlichkeitsentwicklung, Berufswahl, Bildungsforschung, Individuelles Wohlbefinden, Didaktischer Ansatz, Sekundarstufe, Arbeitsmarkt.
Die Bachelorarbeit untersucht, wie das Schulfach Glück mit seinen Fokus auf Selbst- und Sozialkompetenzen einen Mehrwert für die schulische Berufsorientierung leisten kann.
Zentrale Felder sind die Berufsorientierung als gesellschaftlicher Prozess, das Schulfach Glück als präventiver Bildungsansatz sowie die empirische Analyse ihrer Schnittstellen.
Die Forschungsfrage lautet, ob das Schulfach Glück einen Mehrwert für die Berufsorientierung liefern kann und woran dieser Mehrwert festzumachen wäre.
Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche zum aktuellen Forschungsstand sowie eine empirische Querschnitts-Umfrage an Berliner Schulen mit Schülern und Lehrern.
Der Hauptteil analysiert Ziele, Phasen und Handlungsfelder beider Bereiche, führt die empirische Erhebung durch und diskutiert die Integrationsmöglichkeiten beider Konzepte.
Zu den Schlüsselwörtern gehören unter anderem Berufsorientierung, Schulfach Glück, Selbstwirksamkeit, Resilienz und Kompetenzentwicklung.
Es unterstützt Schüler dabei, ihre inneren Bedürfnisse und Potenziale zu kennen, was die Grundlage für eine authentische und resiliente Berufswahlentscheidung bildet.
Die empirischen Daten zeigen, dass viele Schüler Unsicherheiten und Hilflosigkeit im BO-Prozess verspüren, aber gleichzeitig eine hohe Bedeutung von Glück und Lebenszufriedenheit betonen.
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